Fakultät II - Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften

Grundlage für die vier Forschungsschwerpunkte des Departments für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften bildet das Leitbild der Universität und daran anknüpfend das Anstreben einer überzeugenden Spitzenforschung und einer damit verbundenen Nachwuchsförderung, einer nationale Spitzenstellung in der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern, sowie die hervorgehobene Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Zwischen den einzelnen Forschungsschwerpunkten bestehen Querverbindungen auch werden Kooperationen mit verwandten Bereichen anderen Universitäten und Instituten 


Umweltökonomie und Nachhaltigkeitsmanagement (UNA)

Die Forschung zu Umweltökonomie und Nachhaltigkeitsmanagement wird von der Wissenschaftlichen Kommission des Landes Niedersachsen sowohl in der Forschungsevaluation Wirtschaftswissenschaften als auch der Evaluation der universitätsweiten Umweltforschung positiv hervorgehoben und als zentraler und zu stärkender Forschungsschwerpunkt benannt, der „dem Standort auch gegenüber anderen wirtschaftswissenschaftlichen Institutionen in Niedersachsen ein deutliches Profil verleiht“ (Forschungsevaluation Wirtschaftwissenschaften 2001, S. 64). Der Schwerpunkt ist gekennzeichnet durch umfassende und breit angelegte Forschung zu Fragen der Umwelt- und Ressourcenökonomik, ökonomisch-ökologischer Modellierung sowie Ansätzen des Nachhaltigkeitsmanagements (Anwendungsschwerpunkte in den Bereichen Energie/Klima, Ernährung, Mobilität und Chemie/Textil) und umfasst sowohl volks- als auch betriebswirtschaftliche Perspektiven.

Transnational Economics and Law in the Information Society (TELIS)

Mit dem Übergang zur Informationsgesellschaft überschreiten Wirtschafts- und Sozialbeziehungen zunehmend nationale Grenzen. Die mit den neuen Kommunikationstechnologien verbundene Entgrenzung von Raum und Zeit, der Abbau institutioneller Beschränkungen internationaler Wirtschaftsbeziehungen sowie die Bildung transnationaler Wertschöpfungsketten und Finanzierungsgeflechte erzeugen Konfliktpotenziale und Normkollisionen, die der Regelung bedürfen. Neuartige Leistungsnetze und Kooperationsformen sowie die Zunahme privater Normsetzung und supranationaler Regelungen sind Kennzeichen eines Strukturwandels, der global als New Governance bezeichnet wird und intra- wie interdisziplinäre Innovationen in Wirtschafts- und Rechtswissenschaften erfordert.

Entrepreneurship und Innovationsmanagement (EI)

Der Schwerpunkt „Entrepreneurship und Innovationsmanagement“ konzentriert sich auf die Analyse und das Management von Innovations-, Gründungs- und unternehmerischen Wandlungsprozessen. Eine besondere Rolle spielen dabei Innovations- und Gründungsprozesse, die Beratungsforschung, die finanzwirtschaftliche Optimierung und Existenzsicherung von Unternehmen, die Integration von Controlling- und Human-Resource-orientierten Ansätzen der Unternehmenssteuerung. Neben der Forschung hat der Schwerpunkt hohe Ausbildungs- (u. a. Studiengang BBA) und Transferrelevanz (Förderung von Unternehmensgründungen).

Lehr-Lern- und Qualifikationsforschung (LLQ)

Im Zentrum dieses Forschungsschwerpunkts stehen die Beschreibung, Erklärung und Gestaltung von formalen und informellen Lehr-Lern- sowie Qualifizierungsprozessen in allgemein bildenden (ökonomische Bildung), berufsbildenden, betrieblichen, außer- und überbetrieblichen sowie universitären Kontexten. Hierbei spielen empirische Grundlagenarbeiten, fachdidaktische und eLearning-bezogene Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie Beratungs- und Evaluationsforschungen eine besondere Rolle. Die bisherige Forschungsarbeit manifestiert sich in nationalen und internationalen Netzwerken, in Publikationen in Fachzeitschriften, Monographien und Sammelbänden, in eLearning-Prototypen, außerdem in entsprechenden Drittmitteleinwerbungen und thematisch einschlägigen Promotionsverfahren.