Semester: Wintersemester 2017/2018

4.03.151 Augustinus, Confessiones


Veranstaltungstermin

  • Mittwoch: 10:00 - 12:00, wöchentlich

Beschreibung

Werk wie Person von Augustinus (354-430 n. Chr.) stehen für einen soziokulturell und epochengeschichtlich zentralen Wandel. Dieser Wandel hat bewußtseinsgeschichtliche Bedeutung nicht nur für Fragen religiöser Selbstverständigung. Auch und gerade im Hinblick auf Sinn und Anspruch philosophischer Reflexion vollzieht sich hier ein gravierender Paradigmenwechsel, so daß Augustinus von K. Jaspers mit vollem Recht in eine Reihe mit Platon und Kant gestellt worden ist. Bei Augustinus dokumentiert sich der Einsatzpunkt ‚nachantiken’ Denkens. Aus diesem Grund sind die Frage- und Problemstellungen, für die Augustinus’ Werk steht, gerade auch in philosophiegeschichtlicher wie philosophisch-systematischer Hinsicht bedeutsam. Das zeigt sich exemplarisch in seinem vielleicht berühmtesten Werk: den Confessiones. Die Themen, Denkmotive und Fragen, die sich hier als Index der ersten ihrer selbst bewußten ‚Moderne’ zeigen, werden Gegenstand des Seminars sein. Es sind Frage- und Problemstellungen, die nicht nur in philosophiegeschichtlicher Hinsicht bedeutsam, sondern gerade gegenwärtig wieder von hoher sachsystematischer Relevanz sind. Nicht das geringste Indiz dafür ist der Wiederklang, den die Confessiones bei Wittgenstein (um nur ihn zu nennen) gefunden haben.
Text: Confessiones (am besten eine zweisprachige Ausgabe).
Eine Literaturliste wird zu Beginn des Seminars zur Verfügung gestellt.

DozentIn

Studienbereiche

  • Philosophie / Werte und Normen

Hinweise zur Teilnahme für Gasthörende
nach Rücksprache mit Herrn Kreuzer

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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