Semester: Sommersemester 2017

4.03.322 Moral als Kritik


Veranstaltungstermine

  • Dienstag: 14:00 - 18:00, zweiwöchentlich
  • Do , 13.07.2017 14:00 - 18:00

Beschreibung

»Der Zweck heiligt die Mittel« — so lautet die ebenso bekannte wie umstrittene Maxime machiavellistischer Politik. Sie fordert eine Moralität heraus, die sich an vorgeblich »absoluten« Normen orientiert und um keiner wie auch immer gearteter Ziele willen bereit ist, sich die Hände schmutzig zu machen. Zynische Politik und realitätsferne Moral stehen so in end- und fruchtlosen Debatten unversöhnlich einander gegenüber. Als die sozialistische Bewegung sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts anschickte, ihren moralischen Erlösungsanspruch in gesellschaftliche Praxis umzusetzen, wurde das philosophische Zweck-Mittel-Problem politisch besonders drängend. Denn wo Politik radikal auf das Gute zielt und eine unverkürzte Moral sich mit individueller Praxis nicht begnügt, verschwinden die absoluten Gegensätze wie auch die einfachen Antworten. Den in seiner politischen wie theoretischen Wirkung kaum zu überschätzenden Höhepunkt der Auseinandersetzung markiert eine Debatte zwischen Karl Kautsky, Leo Trotzki und John Dewey. In den Haupttexten dieser Debatte, die in »Politik und Moral« dokumentiert, kommentiert und in einem Essay des Herausgebers problemgeschichtlich eingeordnet sind, prallen die Positionen in aller Härte aufeinander. Wie auch immer in künftigen politisch-philosophischen Diskussionen das Verhältnis von Politik und Moral bestimmt werden mag, keine der vertretenen Positionen wird umhinkönnen, sich mit den hier entfalteten Argumenten auseinanderzusetzen.' (Inhaltsangabe des Verlags)
Literatur: Ulrich Kohlmann: Politik und Moral.

DozentIn

Studienmodule

  • phi320 Praktische Philosophie und ihre Konsequenzen für die Gesellschaft
  • phi321 Praktische Philosophie und ihre Konsequenzen für die Gesellschaft
  • phi520 Philosophie der Gesellschaft

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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