Semester: Wintersemester 2017/2018

4.03.114 Der Begriff des Gesetzes - N.N.


Veranstaltungstermin

  • Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich

Beschreibung

Der Begriff des Gesetzes wird in der Philosophie in verschiedenen Kontexten verwendet: etwa im Bereich des Rechts und der Moral (rechtliche bzw. moralische Gesetze), aber auch im Bereich der Natur (Naturgesetze). Insbesondere die Verwendung des Begriffs für die Natur ist dabei, ideengeschichtlich betrachtet, eine relativ neue Erscheinung: In der Philosophie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit ist der Begriff des Gesetzes ein Begriff der praktischen Philosophie, der bestenfalls in einem abgeleiteten Sinn auf den Bereich der Natur angewandt werden kann. Erst bei Autoren ab dem 17. Jahrhundert, wie Hume und Kant, ist die Verwendung des Begriffs von Naturgesetzen selbstverständlich, wenn dabei auch umstritten ist, welchen Status und welche Wirklichkeit diese Gesetze haben. Ab diesem Zeitpunkt stellen Naturgesetze in einigen Fällen auch das Modell dar, anhand dessen die Frage diskutiert wird, ob und in welchem Sinn es für den Bereich des menschlichen Handelns Gesetze gibt.
In diesem Seminar gehen wir anhand von Texten aus der Antike (Stoa, Cicero, Seneca), dem Mittelalter (Thomas von Aquin, Marsilius von Padua) und der Neuzeit (Hume, Suárez, Pufendorf, Kant, Bentham) der Frage nach, wie der Begriff des Gesetzes philosophisch zu bestimmen ist und ob sich zwischen den verschiedenen Verwendungsweisen des Begriffs ein gemeinsamer Bedeutungskern identifizieren lässt.

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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