Semester: Wintersemester 2017/2018

3.06.533 Partizipation und Kollaboration. Medienanthropologische Perspektiven und audiovisuelle Forschungsverfahren


Veranstaltungstermin

  • Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich

Beschreibung

Vor dem Hintergrund der Frage wie digitale Medien unsere soziale und alltägliche Praxis verändern oder hervorbringen, lässt sich innerhalb medienkulturwissenschaftlicher Forschung verstärkt ein Erproben audiovisueller und medienbasierter Verfahren beobachten. Forscher*innen, die sich bspw. mit Subjektivierungsprozessen in sozialen Netzwerken befassen, partizipieren selbst medial an dem Feld von Medienpraktiken (Schüttpelz) – durch Infrastrukturen und Oberflächen, Portalen oder Apps –, das sie beobachten und untersuchen. In Anlehnung an die Tradition der visuellen Anthropologie wird Medienforschung dabei gegenwärtig als Medienanthropologie neu beschrieben. Verfahren und Strategien der Partizipation und Kollaboration gehören dabei zum neuen Inventar medialer Feldforschung. Aber auch künstlerische Forschung hat in den letzten Jahren die Methoden und Reflexionsverfahren der Anthropologie für sich neu entdeckt. Im Seminar werden die interdisziplinären Themen, Forschungsfragen und Methoden dieser jüngsten Entwicklung medienkulturwissenschaftlicher Forschung erarbeitet und befragt werden. Ein Schwerpunkt wird dabei auf der Diskussion des historischen Zusammenhangs von audiovisuellen, akustischen und filmischen Verfahren in der Feldforschung liegen. Zentral wird ferner die Frage sein, welche partizipativen Möglichkeiten und methodischen Probleme sich aus der Wiederentdeckung dieser Tradition für aktuelle medienkulturwissenschaftliche Forschung ergeben.

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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