Semester: Sommersemester 2017

4.02.053 Frauen und Männer im Zweiten Weltkrieg: Deutschland und die Sowjetunion im Vergleich


Veranstaltungstermin

  • Dienstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich

Beschreibung

Bitte kombinieren Sie das Seminar mit der Vorlesung 4.02.050.

Der Zweite Weltkrieg und der sowjetische Sieg über das faschistische Deutschland zählen in Russland nach wie vor zu den wichtigsten Themen der identitätsstiftenden Geschichtspolitik und Erinnerungskultur. Dabei stehen allerdings noch heute und im Gegensatz zur Bundesrepublik oft einseitige Narrationen über den militärischen Sieg und männliches Heldentum im Vordergrund, die verdecken, dass der Krieg Frauen und Männer in ihren verschiedenen Rollen an der Front und in der Heimat gleichermaßen betroffen hat. Das Seminar wird daher keine klassischen militärgeschichtlichen Themen diskutieren, sondern schärft im Vergleich den geschlechtergeschichtlichen Blick für den Kriegsalltag von Frauen und Männern an der Front, in der Armee und in der Heimat. Auch die Wahrnehmungen der zivilen wie militärischen Opfer und Täter werden untersucht. Thematisiert werden der Frontdienst von Frauen und Männern, Gewalt aus Sicht von zivilen Opfern und militärischen Tätern sowie geschlechtergeschichtliche Perspektiven auf die Zivilbevölkerung. Neben der Diskussion der Forschungsliteratur werden wir uns mit methodischen Fragen des historischen Vergleichs und der Geschlechtergeschichte auseinandersetzen und mit verschiedenen Quellen, wir Feldpostbriefen, Erinnerungen, Filmen und Bildern arbeiten.

DozentIn

Studienmodule

  • ges153 Osteuropäische Geschichte der Neuzeit
  • ges154 Osteuropäische Geschichte der Neuzeit

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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