Semester: Sommersemester 2017

3.01.2393 Kindheit, Jugend und Sozialisation in mittelhochdeutscher Erzählliteratur


Veranstaltungstermin

  • Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich

Beschreibung

Anmeldung für das Losverfahren über Stud.IP vom 19.03.17, 08:00 Uhr bis 19.03.2017, 18:00 Uhr, danach Anmeldung in chronologischer Reihenfolge bis 09.04.17, 23:59 Uhr für die Warteliste, sofern die Warteplätze noch nicht ausgeschöpft sind.


Adoleszenzromane sind „in“ – vor allem als Schullektüre. Aber auch in mittelalterlichen Romanen spielt die Darstellung von Kindheit und Jugend der Figuren eine wichtige Rolle. Welche Form der Erziehung ist die „richtige“? Wie kommen junge Menschen am besten mit der (nicht selten überwältigenden) Erfahrung der erotischen Liebe zurecht? Kann Erziehung und Ausbildung überhaupt gegen Unglück und Leid „immunisieren“? Solche Fragen werden in Erzähltexten des 12. und 13. Jahrhunderts diskutiert und sehr unterschiedlich beantwortet. Vielleicht sind die Antworten dabei gar nicht so anders als jene, die die moderne Pädagogik heute findet. Im Seminar sollen ausgewählte Passagen aus mittelhochdeutschen Romanen gemeinsam befragt werden; die Textstellen werden zu Beginn des Semesters in einem Reader bzw. online zugänglich gemacht. Die Lektüre ausgewählter kulturhistorischer Arbeiten zum Thema ‚Kindheit und Jugend im Mittelalter‘ soll das Seminarprogramm ergänzen.

DozentIn

TutorIn

Studienmodule

  • ger790 Literaturwissenschaft
  • ger890 Literaturwissenschaft

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Anzahl der freigegebenen Plätze für Gasthörende
2

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Kulturwissenschaftliche Einbettung literarischer Texte sowohl diachron wie synchron; methodische Vertiefung im Bereich der Methoden der Literaturwissenschaft vor allem in Richtung Gender Studies und Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft. Unterschiedliche Formen epochenübergreifender Analyse von literaturgeschichtlichen Konstanten, epochenspezifische und epochenübergreifende Erarbeitung von Motivik und Gattungsgeschichte, Reflexion von Kanonisierung anhand der Beispiele. Beispielhafte Analyse des wechselseitigen Zusammenhanges von medialer Vermittlung und literarischen Texten, sowohl verstanden als Beschreibung der Medien der Literatur wie der Verarbeitung von literarischen Motiven und Formen in anderen Medien.

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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