Semester: Wintersemester 2017/2018

4.02.023 Aus Schulden und Verrat geboren - Das Lateinische Kaiserreich


Veranstaltungstermin

  • Mittwoch: 16:00 - 18:00, wöchentlich

Veranstaltungsort

  • A01 0-009

Beschreibung

1204 geschah das eigentlich Unvorstellbare: Der bei Venedig hoch verschuldete vierte Kreuzzug ließ sich vom vertriebenen byzantinischen Kronprinzen Alexos Angelos bestechen und wandte sich gegen Konstantinopel. Vor Ort erwiesen sich die gewaltigen finanziellen Versprechen des Byzantiners jedoch als Luftblasen, die im Wind des Bosporus zerplatzten. Die Kreuzfahrer teilten das Staatsgebiet Konstantinopels unter sich auf und wählten einen aus ihrer Mitte zum neuen Kaiser – noch bevor das fragliche Territorium überhaupt eingenommen war. Am 12. April 1204 fiel Konstantinopel in die Hände der Kreuzfahrer und wurde über Tage erbarmungslos geplündert. Auf den Ruinen der ihres Glanzes beraubten Stadt sollte das Lateinische Kaiserreich entstehen. Doch den Geburtsmakel, dass Christen Christen verrieten, wurde die Neugründung in ihrer 57-jährigen Geschichte niemals los. Eine Beurteilung des Lateinischen Kaiserreichs fällt auch der Forschung schwer: Stefan Burkhardt beurteilt das neue Imperium Romaniae als „einen der interessanten Kreuzfahrerstaaten.“ Andere Forscher sind weniger gnädig und charakterisieren das Kaiserreich als Kolonie der italienischen Städte.

An spezifischen Fragestellungen zum Lateinischen Kaiserreich werden beispielhaft die Arbeitstechniken der Mediävistik eingeübt.

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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