Semester: Wintersemester 2017/2018

3.01.239 Reisen im 19. Jahrhundert


Veranstaltungstermin

  • Donnerstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich

Beschreibung

Das 19. Jahrhundert ist eine Epoche des Reisens, der Bewegung und der Beschleunigung. Schilderungen des neuen, faszinierend-erschreckenden Transportmittels Eisenbahn, aber auch traditioneller Fortbewegungsarten wie Wandern und Kutschfahrt nehmen eine wichtige Stellung quer durch unterschiedliche literarische Gattungen wie Reisebild, Gedicht, Erzählung und Roman ein. Mindestens genau so vielfältig sind die Bedeutungen und Funktionen, die diesen Formen der Mobilität in den literarischen Texten von der Romantik über den Vormärz bis zum Naturalismus zukommen: vom Fortschrittsglaube bis hin zur Gesellschaftskritik. Diese Facetten des Reisens wollen wir textnah in exemplarischen Werken u.a. von Joseph von Eichendorff („Aus dem Leben eines Taugenichts“), Heinrich Heine (Reisebilder, Lyrik), Georg Büchner („Lenz“), Jules Verne („Reise um die Welt in 80 Tagen“) und Theodor Fontane („Cécile“) untersuchen. Voraussetzung für die Teilnahme sind die regelmäßige Lektüre, die aktive Mitarbeit sowie die Mitgestaltung einer Sitzung im Rahmen einer Expertengruppe.

Literatur zur Einführung:

Bosse, Heinrich, Harald Neumeyer: „Da blüht der Winter schön“. Musensohn und Wanderlied um 1800. Freiburg im Breisgau 1995.
Knecht, Alexander, Günter Stolzenberger (Hg.): Die Kunst des Wanderns. Ein literarisches Lesebuch. München 2010.
Knoll, Gabriele M.: Kulturgeschichte des Reisens. Von der Pilgerfahrt zum Badeurlaub. Darmstadt 2006.
Schivelbusch, Wolfgang: Geschichte der Eisenbahnreise. Zur Industrialisierung von Raum und Zeit im 19. Jahrhundert. Frankfurt am Main 1989.


Prüfungsart: Hausarbeit

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
--