Semester: Wintersemester 2017/2018

4.03.229 "Ein Ausweg aus der Politik der Angst" - Intersubjektive Ethik bei Martha Nussbaum


Veranstaltungstermin

  • Montag: 08:00 - 10:00, wöchentlich

Beschreibung

Dass Martha Nussbaum den „Nobelpreis der Philosophie“ erhielt, ist kein Wunder: Ohne Unterlass bearbeitet sie die gesellschaftlich drängenden Fragen. Drängend sind für Nussbaum heute Fragen wie die nach den Minderheiten und ihrem politischen und rechtlichen Status, Fragen nach der Gewichtung von Herkunft, Religion, Geschlecht und Sexualität – nach menschlichen Merkmalen also, die in einem universalistischen Politikverständnis nie und nimmer zu Diskriminierung und Verächtlichmachung Anlass geben dürfen, in einer Unkultur des Zorns dazu allzu oft genutzt werden.
Für Martha Nussbaum indessen sind Emotionen seit je ein zentrales Feld der philosophischen Untersuchung, sie holt Gefühle wie Liebe, Hass und Zorn mit der Reflexion ein, denkt sie durch, nicht weg. So werden sie, die Emotionen, bei Nussbaum stets doppelt ansichtig: als Einlagerungen des Politischen wie als Triebkräfte der persönlichen Existenz.
Martha Nussbaum, die als lebende Philosophin an der Universität von Chicago lehr eröffnet ein neues spannendes Feld, das besonders in unruhigen Zeiten neue Perspektiven zu eröffnet.

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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