Semester: Wintersemester 2016/2017

3.01.027 Medea episch, lyrisch und dramatisch


Veranstaltungstermin

  • Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich

Beschreibung

Anmeldung über Stud.IP vom 14.10.2016, 9.00 Uhr bis 15.11.2016, 23:59 Uhr.


Fremde, Zauberin, Verräterin, Verstoßene – diese Zuschreibungen erfährt Medea, Tochter des Königs von Kolchis. Medea fasziniert und inspiriert Künstlerinnen und Künstler seit der griechischen Antike immer wieder aufs Neue. Seine wohl prägendste, aber auch ambivalenteste Ausgestaltung erhielt der Medea-Mythos durch den Dramatiker Euripides: Medea wird zur Mörderin ihrer eigenen Kinder.
Im Seminar werden ausgewählte literarische Texte des 20. Jahrhunderts zum Medea-Mythos (von Bertolt Brecht, Hans Henny Jahnn, Christa Wolf u.a.) analysiert. Dabei ist von besonderem Interesse, auf welche Weise der Mythos jeweils aktualisiert wird und welche Motivation Medeas Handeln erfährt.
Für die Textanalyse ist die Kenntnis der literarischen Gattungen unerlässlich. Das Seminar versteht sich daher auch und vor allem als Einführung in die Gattungspoetik. Grundzüge der Dramen-, Gedicht- und Erzähltextanalyse sollen erarbeitet und anhand der Primärtexte vertiefend angewandt werden.

Grundlegende und selbständig zu organisierende Literatur:
  • Christa Wolf: Medea. Stimmen. Text und Kommentar. 3. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2013 (Suhrkamp BasisBibliothek; 10).
  • Bernhard Asmuth: Einführung in die Dramenanalyse. 8., akt. u. erw. Aufl. Stuttgart, Weimar: Metzler, 2016 (Sammlung Metzler; 188).
  • Dieter Burdorf: Einführung in die Gedichtanalyse. 3., akt. u. erw. Aufl. Stuttgart: Metzler, 2015 (Sammlung Metzler; 284).
  • Matías Martínez und Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 10., erw. u. akt. Aufl. München: C. H. Beck, 2016.
Prüfungsart: Hausarbeit

DozentIn

TutorInnen

Studienmodule

  • ger020 Literatur und Kultur

Studienbereiche

  • Germanistik

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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