Semester: Wintersemester 2017/2018

4.03.124 Texte zur Kulturphilosophie II: Rousseaus Streitschrift „Über die Ungleichheit unter den Menschen“ im Kontext.


Veranstaltungstermine

  • Di , 20.02.2018 10:00 - 16:00
  • Do , 22.02.2018 10:00 - 16:00
  • Fr , 23.02.2018 10:00 - 16:00
  • Mi , 21.02.2018 10:00 - 16:00
  • Mo , 19.02.2018 10:00 - 16:00
  • Mo , 29.01.2018 12:00 - 14:00

Beschreibung

Jean-Jacques Rousseaus 1755 veröffentlichter "Discours sur l’inégalité" hat schon früh durch seine radikale Kulturkritik polarisiert. Dabei regt sowohl sein streitbares Menschenbild zum Nachdenken an, wie etwa die berühmte These vom Ursprung der politischen Ungleichheit im Eigentum. Bis heute beschäftigen uns Fragen zum Verhältnis von Natur und Kultur bzw. zur Stellung des Menschen in der Natur, dessen „Prozess der Zivilisation“ (N. Elias) unwiderruflich scheint.
Ziel des Seminars ist es, vor diesem Hintergrund Rousseaus Schrift mit Textauszügen aus dem thematischen und historischen Umfeld zu konfrontieren (z.B. Hobbes’ „Leviathan“, Mandevilles „Bienenfabel“, Diderot u.a.) sowie daran anknüpfende Themen der Aufklärung zu erschließen (z.B. den Naturzustand, die Naturrechtsdebatte, die beginnenden Evolutionstheorien etc.).

Gleichzeitig soll uns die Auseinandersetzung mit Rousseau als Leitfaden für unser eigenes Fragen dienen: Was ist Kultur? Wie wurde der Mensch zum Kulturwesen? Können wir „zurück zur Natur“? Und wollte Rousseau tatsächlich „zurück“? Inwiefern sind alle Menschen gleich? Ist Kultur immer auch Fortschritt?

Primäre Textgrundlage:
Jean-Jacques Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen. Reclam 2010.

Weiterführende Literatur:
Kurt Weigand: Rousseaus negative Historik (Einleitung zu „Jean-Jacques Rousseau: Schriften zur Kulturkritik.“) Meiner, Philosophische Bibliothek 1995. S. VII - LXXIX.

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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