Semester: Sommersemester 2017

1.07.063 Einkommens- und Vermögensungleichheiten in Europa


Veranstaltungstermin

  • Montag: 08:00 - 10:00, wöchentlich

Beschreibung

Eine Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist ein ausreichendes Einkommen. Daher ist die Angleichung der Einkommensverhältnisse ein wichtiges Ziel der nationalen und europäischen Politik. Aufgrund wohlfahrtsstaatlicher Sicherungen schien die Ungleichheit der Einkommen in der Vergangenheit kontinuierlich zu sinken. Dieser stabile Trend wurde durch die „große Kehrtwende“ beendet; die Ungleichheit der Einkommensverteilung erhöhte sich in den meisten entwickelten Ländern, während gleichzeitig die globalen und europäischen Einkommensungleichheiten geringer wurden. Die Ursache für die Zunahme innerstaatlicher Ungleichheiten ist umstritten: Während einige Autoren auf exogene Trends wie die Globalisierung der Wirtschaft (Handel, Unternehmen, Kapitalmärkte, Arbeitsmärkte) verweisen, stellen andere Studien endogene wirtschaftsstrukturelle, institutionelle und demographische Ursachen in den Mittelpunkt. Die Annahme, das Niveau von Einkommensungleichheiten würde entweder durch nationale Institutionen oder durch globale Entwicklungen bestimmt, ist insofern unbefriedigend, als einer der wichtigsten Trends in Wirtschaft und Politik dabei außer Acht gelassen wird: Die europäische Integration. Europa ist weitaus mehr als ein Teilsegment der Weltgesellschaft oder eine Erweiterung der Nationalstaaten; die Europäische Union (EU) entwickelt sich zu einer politischen und gesellschaftlichen Einheit, die einen maßgeblichen Einfluss auf Einkommensungleichheiten hat.

DozentIn

Studienmodule

  • sow250 Vertiefungsfach
  • sow253 Vertiefungsfach
  • sow720 Europäisierung und transnationale Prozesse

Studienbereiche

  • Studium generale / Gasthörstudium

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Anzahl der freigegebenen Plätze für Gasthörende
3

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
4