Semester: Sommersemester 2017

4.03.122 Moralphilosophie der Kollektivschuld


Veranstaltungstermin

  • Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich

Beschreibung

Die Verwendung des Begriffs der Kollektivschuld führte (und führt) insbesondere in Deutschland nach den beispiellosen Verbrechen der Nationalsozialisten zu heftigsten emotionalen Reaktionen. Ein ganzes Volk, so der Tenor, könne doch nicht schuldig sein, schuldig könnten doch höchstens Einzelne sein – und man weiß, wie gerne nach 1945 diese Einzelnen auf ganz wenige Einzelne begrenzt wurden… Das Seminar will der Frage nachgehen, ob und in welcher Hinsicht die Verwendung von Kollektivschuldvorwürfen treffend und sinnvoll sein könnte. Dazu sollen zwei klassische philosophische Beiträge zu diesem Thema, Hannah Arendts Organisierte Schuld und Karl Jaspers‘ Schuldfrage (beide 1946) diskutiert werden und auch aktuelle Beiträge aus der analytischen Philosophie, insbesondere Michael Schefczyks Verantwortung für historisches Unrecht, berücksichtigt werden

DozentIn

Studienmodule

  • pb080 Philosophie und Gesellschaft A
  • pb081 Philosophie und Gesellschaft B
  • phi120 Grundlagen der Praktischen Philosophie und ihre Vermittlung
  • phi220 Praktische Philosophie - Ethik, Recht, Gesellschaft
  • phi340 Praktische Philosophie - Ethik, Recht, Gesellschaft

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
--