Semester: Sommersemester 2017

4.02.012 Palmyra und der römische Orienthandel


Veranstaltungstermine

  • Fr , 05.05.2017 13:00 - 18:00
  • Fr , 12.05.2017 13:00 - 18:00
  • Sa , 13.05.2017 10:00 - 18:00

Beschreibung

Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit der Vorlesung 4.02.010.

Auf halbem Weg zwischen Euphrat und Mittelmeer gelegen bildete die Oasenstadt Palmyra einen wichtigen Warenumschlagplatz für den Orient-Fernhandel. Die palmyrenische Elite nutzte die geographische Lage der Stadt im Grenzbereich zwischen Rom und dem Partherreich für sich, indem sie sich im Fernhandel engagierte. Der Reichtum aus dem Handel sowie die weitreichenden Sozialkonktakte der lokalen Elite ermöglichten der Stadt nicht nur eine Unabhängigkeit trotz der offiziellen Zugehörigkeit zum römischen Reich, sondern auch zunehmend militärische Macht. Mit der Gefangennahme des römischen Kaisers Valerian kam Palmyra eine wichtige Rolle im Schutz gegen die Sassaniden zu.
Die militärische Macht der Oasenstadt gipfelte im 3. Jh. n. Chr. in der Eroberung Ägyptens durch Zenobia und ihre Truppen sowie der Ausbildung des so genannten palmyrenischen Teilreichs. Der römische Kaiser Aurelian gliederte Palmyra und die von den palmyrenischen Truppen eroberten Gebiete wieder in das Reich ein. Nach einem erneuten Widerstand gegen die römische Herrschaft wurde die Stadt durch die Römer zerstört.
Das Seminar widmet sich anhand antiker Quellen und archäologischen Materials der Kultur, der Geschichte und der Stadtentwicklung Palmyras. Besonders im Fokus werden die Rolle Palmyras für den römischen Orient-Handel und die dadurch bedingten Auswirkungen auf die Oasenstadt stehen.

DozentIn

Studienmodule

  • ges112 Geschichte des Altertums
  • ges113 Geschichte des Altertums
  • ges114 Geschichte des antiken Mittelmeerraumes

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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