Semester: Wintersemester 2017/2018

3.01.298 Klassiker im Literaturunterricht - und Alternativen?


Veranstaltungstermin

  • Dienstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich

Beschreibung

Trotz immer noch weit verbreiteter Kritik an der Praxis in unseren Schulen, im Deutschunterricht immer wieder auf 'bewährte' literarische Texte zurück zu greifen und damit Alternativen, seien es 'vergessene' ältere Texte und vor allem auch neue, gar nicht erst in den Blick zu nehmen, scheint derzeit der Prozess der Kanonisierung von Schullektüren voran zu schreiten, besonders in der Sek. I und Sek. II. Ob dies auch bereits die Grundschulen betrifft, bleibt anhand der Textauswahl in Unterrichtslehrwerken sowie aktueller Ganzschriftenlektüren zu überprüfen.
Das Seminar, das sich an Lehramtsstudierende aller Schultypen des Masterstudiengangs richtet, will dieses Phänomen theoretisch wie praktisch vertiefen, wobei der Fokus auf den damit verbundenen Zieldimensionen des Literaturunterrichts liegen soll; methodische Entscheidungen unter Einschluss einer intensiven Reflexion von Verstehensanforderungen von Texten wie Aufgabenstellungen gehören in diesem Kontext diskutiert. Ein kurzer Blick in die Geschichte des Deutschunterrichts soll grundsätzlich für solche Phänomene und die dahinter liegenden bildungspolitischen Prozesse sensibilisieren; dazu gehören auch die aktuellen Kompetenzdebatten. Die Ergebnisse empirischer Studien sollen diskutiert werden; in den Fokus gerückt werden sollen auch die aktuellen Auseinandersetzungen um sprachsensible Zugänge zur Literatur, z.B. anhand vereinfachter Klassikerausgaben.
Ziel der didaktischen Begründungsversuche im Detail, auch an selbstgewählten Beispielen, ist ein reflektierter Umgang mit der Textauswahl.

Prüfungsform: Hausarbeit (im Zusammenhang mit der Vorlesung)

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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