Semester: Sommersemester 2017

4.03.166 Hannah Arendt – Einführung in ihr Denken


Veranstaltungstermine

  • Do , 24.08.2017 09:00 - 18:00
  • Fr , 25.08.2017 09:00 - 18:00
  • Sa , 26.08.2017 09:00 - 15:00

Beschreibung

Hannah Arendt (1906-1975) gilt als eine der wichtigsten Philosophinnen im 20. Jahrhundert. Als politische Philosophin machte Arendt sich mit Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft (1951) früh einen Namen. Einer größeren Öffentlichkeit wurde sie mit dem bis heute umstrittenen Werk Eichmann in Jerusalem. Report über die Banalität des Bösen (1964) bekannt. Die Herausforderung, unabhängige Geschichtsschreibung zu ermöglichen, unterstrich aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen in dem großen Essay über „Wahrheit und Politik“. Ihre eigene Geschichte der gescheiterten Assimilation als Deutsche jüdischer Herkunft beschrieb Arendt schon am Ende der Weimarer Republik in Rahel Varnhagen. Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin aus der Romantik, bevor sie 1933 ins französische und später ins amerikanische Exil ging. Vor dem Hintergrund der amerikanischen Geschichte entwickelte Arendt in Über die Revolution (1962) die Idee einer revolutionären Demokratie, die auch basisdemokratische Elemente berücksichtigt. Ihre Vorstellung einer pluralistischen Gesellschaft, in der mündige Bürger gefordert sind, ihre eigene Meinung im öffentlichen Diskurs zu vertreten, entfaltete sie im besonderen Blick auf Sokrates und Lessing.
Pro Sitzung wird für die Vorbereitung ein Lektüreumfang von 15-30 Seiten vorausgesetzt. In einer Abendveranstaltung wird der Film „Hannah Arendt“ diskutiert. Die Ausschnitte aus den Büchern und die Essays werden bis zum Semesterende unter Stud.IP zur Verfügung gestellt.

Für die Benotung ist eine kurze Einführung in einer Sitzung und deren anschließende Ausarbeitung (4-6 Seiten) notwendig.

DozentIn

Studienmodule

  • phi120 Grundlagen der Praktischen Philosophie und ihre Vermittlung