Semester: Wintersemester 2017/2018

4.03.323 Sozialontologie und kollektive Intentionalität - N.N.


Veranstaltungstermin

  • Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich

Beschreibung

Viele Handlungen lassen sich nicht sinnvoll nur als Handlungen einzelner beschreiben oder erklären. Sie setzen vielmehr voraus, dass Situationsdeutungen geteilt und/oder Handlungen mit Blick auf gemeinsame oder aber auch verschiedene Handlungsziele koordiniert oder sogar kooperativ vollzogen werden. Dies wirft die Frage auf, ob das vermeintlich gemeinsame Handeln auf die Koinzidenz je einzelnen Handelns zurückzuführen ist oder ob es ein genuin kollektives Handeln gibt. Die Beantwortung dieser Frage und d.h. die Auseinandersetzung damit, ob es soziales Handeln und vielleicht sogar Sozialität im engeren Sinn sowie daraus resultierende normative und nicht-normative Verpflichtungen gibt, ist für unterschiedliche Bereiche der Philosophie wichtig. Es ist daher wenig überraschend, dass in der Diskussion Beiträge aus der Handlungstheorie, der Rationalitätstheorie, der Sozialphilosophie und der politischen Philosophie zusammenkommen und unterschiedliche Themen von intersubjektiven Wahrheitsbedingungen über kollektive Verantwortung und eine Naturgeschichte der Moralität bis hin zur Wirklichkeit von Institutionen erörtert werden.
In diesem Seminar soll die aktuelle philosophische Diskussion zur kollektiven Intentionalität und zur Sozialontologie in einigen von ihren wichtigen Positionen (u.a. M. Gilbert, Ph. Pettit, J. Searle) nachvollzogen und kritisch analysiert werden.

DozentIn

Lehrsprache
deutsch

empfohlenes Fachsemester
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