Betriebsarzt

Andreas Berlitz

Arzt für Arbeitsmedizin

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Arbeitsmedizinische Vorsorge

Mit dem In-Kraft-Treten der BioStoffVO am 27.01.1999 und der Realisierung von Schutzmaßnahmen des Gentechnik Gesetzes musste die Universität Oldenburg die arbeitsmedizinischen Vorsorgemaßnahmen und erforderlichen betriesbedingten Impfungen für die Mitarbeiter erheblich erweitern.

  • Dazu gehören zum einen Pflichtuntersuchungen, denen sich Berschäftigte lt. BioStoffVO unterziehen müssen und sog. Angebotsuntersuchungen, welche der Arbeitgeber den Beschäftigten anbietet. Biologische Arbeitsstoffe und Tätigkeiten, bei denen Pflichtuntersuchungen durchzuführen sind, werden im Anhang IV der BioStoffVO aufgeführt.
  • Ein weiteres Element der arbeitsmedizinischen Vorsorge ist das Angebot von Impfungen gegen Mikroorganismen, gegen die ein wirksamer Impfschutz verfügbar ist.
  • Des weiteren zählen Vorsorgeuntersuchungen für Aufenthalte in extremen Klimazonen sowie die dabei oft erforderlichen Impfungen dazu.

Um den Kostenrahmen für Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen überschaubar zu gestalten, ist es erforderlich, für die Universität eine einheitliche Regelung zu treffen. Dazu wurden vom Arbeitsschutz (ASA) folgende Verfahren festgelegt:

  1. MitarbeiterInnen können sich bei der Betriebsärztin (siehe oben) für ein Impfung oder Vorsorgeuntersuchung anmelden.
  2. Diese klärt über die Sicherheitsingenieurin mit dem Vorgesetzten des Mitarbeiters/der Mitarbeteiterin, ob eine dienstliche Notwendigkeit für die beantragte arbeitsmedizinische Vorsorge vorliegt (kurze schriftliche Stellungnahme des Vorgesetzten).
  3. Wird die dienstliche Notwendigkeit festgestellt, wird die Betriebsärztin unterrichtet und die Vorsorgemaßnahme/Impfung kann erfolgen.

Die Kosten für dienstlich notwendige Vorsorgemaßnahmen werden vom Arbeitgeber getragen.

Für Forschungsaufträge mit Forschungsaufenthalt im Ausland sind die Kosten für arbeitsmedizinische Vorsorgemaßnahmen von der jeweiligen Organisationseinheit / dem Institut / der Fakultät zu tragen.

Ähnlich verhält es sich bei Drittmittelprojekten. Erforderliche Kosten für die arbeitsmedizinische Vor- und Nachsorge sowie für notwendige Arbeitsschutzkleidungen sollten hier schon als Posten in die Drittmittelkalkulation einfließen und werden dann vom Drittmittelgeber finanziert.

Oldenburg, den 3. März 2004

gez. Walter

(Vizepräsidentin für Verwaltung und Finanzen)