Landscape Ecology

Projekte des Arbeitskreis Floristik

 
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Artenreiche Laubwälder

Laubwälder basen- und nährstoffreicher Standorte weisen in Nordwestdeutschland trotz ihrer geringen Flächenausdehnung eine beachtliche Biodiversität hinsichtlich der höheren Pflanzen auf, darunter auch eine große Anzahl landesweit gefährdeter Arten. Die entsprechenden Bestände stocken dabei in der Regel auf mehr oder weniger stark stau- bzw. grundwasserbeeinflussten Böden, oft in Bachauen oder in Senkenlagen. Waren solche Standorte bereits in der Naturlandschaft nur mehr oder weniger punktuell aufgetreten, so ist heute eine besonders ausgeprägte Verinselung der Flächen festzustellen, welche vor allem durch die menschliche Rodungstätigkeit in den vergangenen Jahrhunderten bedingt ist. Hinzu kommt, dass durch umfangreiche Entwässerungsmaßnahmen feuchtere, basen- und nährstoffreiche Standorte auch innerhalb größerer Waldgebiete vielerorts auf geringe Reste zusammengeschrumpft bzw. gänzlich verschwunden sind. Dies verschärft die Isolation der Biotope zusätzlich.
Das Projekt Waldkartierung widmet sich speziell der Gefäßpflanzenflora dieser artenreichen Laubwälder. Wir wollen den kompletten Artbestand der von weniger als 1000 qm bis zu mehreren ha umfassenden Flächen in ausgewählten Waldgebieten des Ammerlandes erfassen. In Verbindung mit Messungen von Umweltfaktoren in den Flächen (Licht, Nährstoffe), aber auch mit Informationen zu Isolation und Bestandesgeschichte soll dann versucht werden, wichtige Einflussfaktoren für den Artbestand (Artenreichtum, Anzahl von Arten spezieller ökologisch/soziologischer oder funktioneller Gruppen, Auftreten spezieller interessanter Arten) zu ermitteln. Diese Analysen werden vor allem auch von Studierenden der Universität Oldenburg (BSc. Umweltwissenschaften, MSc Landschaftsökologie) im Rahmen von Abschlussarbeiten durchgeführt.

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Oligotrophe Stillgewässer

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