Didaktisches Zentrum

  • Fachtag: Schulische Inklusion - Jugendhilfe als Kooperationspartnerin und Unterstützungsstruktur

    Fachtag/Fortbildung für Lehrende und in der Lehrerausbildung Beteiligte

    4. Februar 2016 - 9.00 bis 16.00 Uhr

  • Weitere Informationen

Workshops

Workshop I: Kooperation von Jugendhilfe und Schule im Ganztag: Synergie Effekte
Anja von Bülow, Kindertagesstätten und Beratungsverband (KIB) e.V.

In den letzten Jahren werden in Niedersachsen zunehmend Formate der Ganztag-Schulen eingerichtet. Charakteristisch für die Oldenburger Ganztagsschulen ist die Kooperation zwischen Schule und einem Träger der Jugendhilfe. In gemeinsamen Arbeitsprozessen werden Konzepte entwickelt, die darauf zielen, für Kinder aus unterschiedlichsten Lebenslagen Räume der Bildung, Erziehung und Betreuung zu gestalten. Im Zentrum des Workshops stehen die Erfahrungen, die der KIB als großer Träger der Jugendhilfe in der Stadt Oldenburg in der Kooperation mit Grundschulen macht. Wie genau sehen Formate der Kooperation aus? Welche Leistungen erbringen die beteiligten Akteure? Welche Anforderungen bringt eine Kooperation der verschiedenen Berufsgruppen mit sich? Und in welcher Weise kann die professionelle Vernetzung von Jugendhilfe und Schule dazu beitragen, schulische Inklusion zu unterstützen? Im Workshop sollen diese Fragen und die Antworten Grundlage einer gemeinsamen Diskussion mit einem in Oldenburg erfahrenen Jugendhilfe-Trägers sein.

Workshop II: "Schulsozialarbeit und schulische Inklusion"
Jutta Anton, C.v.O. Universität Oldenburg

Welche Unterstützung kann Schulsozialarbeit bieten um den schulischen Inklusionsauftrag zu stützen? In diesem Workshop werden Kernleistungen und Ziele der Schulsozialarbeit dargestellt und mit Hilfe von Beispielen aus der Praxis zum schulischen Inklusionsauftrag in Beziehung gesetzt. Hier ist es möglich, genaue Kenntnis zu erhalten zu dem, was Schulsozialarbeit ausmacht, und wie konkrete Arbeitskontexte aussehen. Dabei werden mit Blick auf die aktuelle Debatte vor allem Aspekte von multiprofessioneller Kooperation, Anschlussfähigkeit und Schulentwicklung erörtert.
Anhand von mehreren Fällen werden die Teilnehmer_innen Einblicke in die Praxis von Schulsozialarbeit erhalten und dabei Chancen wie auch Stolpersteine im Hinblick auf Unterstützungsleistungen im inklusiven schulischen Kontext diskutieren können.

Workshop III: "Einzelfallhilfe in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialdienst (ASD)"
Olaf Meyer-Helfers

Im Zentrum des Workshops steht ein Modellprojekt als exemplarisches Beispiel für die Verzahnung der Einzelfallhilfe mit Schulen im Rahmen schulischer Inklusion.
Mit der Einführung der inklusiven Beschulung in Niedersachsen ist auf Seiten der Jugendhilfe die Zahl von zu bewilligenden Schulbegleitungen massiv gestiegen. Unter Umständen kommt es vor, dass in einer Klasse mehrere Inklusionshelfer_innen anzutreffen sind. Diese Ausgangssituation führte zu der Überlegung, bestehende Kooperationsprojekte von Jugendhilfe und Förderschule weiter zu entwickeln und einen anderen Umgang mit Kindern der Einzelfallhilfe zu ermöglichen.
Das Ziel ist die Abkehr von der reinen Einzelunterstützung eines Kindes hin zu einer gemeinsamen Arbeit mit der gesamten Klasse. Dadurch soll das Verhalten aller Kinder dieser Klassengemeinschaft verbessert werden und im Idealfall eine Einzelhilfe überflüssig werden. Ein entsprechendes Modellprojekt wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Mobilen Dienst der Heinz-Neukäter-Schule (öffentliche Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung) entwickelt und seit Herbst 2015 umgesetzt. Es sieht vor, sozialpädagogische Fachkräfte der Jugendhilfe und der Schule zu bündeln und in Verantwortungsgemeinschaft gezielte Hilfestellungen zur Erhöhung der gesellschaftlichen Teilhabe bedürftiger Kinder im Klassenverband zu leisten. Durch unterschiedlichste Methoden (z.B. gezielte Lehrerfortbildung, Soziales Training, Klassenräte und Projektarbeiten und auch phasenweise Schulbegleitung) sollen das Klassenzugehörigkeitsgefühl gesteigert und die soziale Akzeptanz und das Verständnis füreinander erhöht werden. So soll die Akzeptanz für die Verhaltensoriginalitäten erhöht und eine drohende Stigmatisierung durch eine stetige päd. Einzelzuwendung vermindert werden.
Der Workshop stellt das Modellprojekt vor und bietet die Möglichkeit für ausführliche Fallbeispiele und gemeinsame Diskussion des Ansatzes.

Workshop IV: Schulsozialarbeit - Qualitätsstandards & Inklusion
N.N., Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit Niedersachsen

Inhalte werden zeitnah bereitgestellt.