Didaktisches Zentrum

Mittwoch: Thementag - Motivierendes Umfeld für Lehrkräfte gestalten

Der Mittwoch hat den Themenschwerpunkt „Motivierendes Umfeld für Lehrkräfte gestalten“. Auch Lehrkräfte sollen motiviert zum Unterricht kommen, Lehr- und Lernprozesse mit ihren SchülerInnen motiviert wie auch motivierend gestalten und im kollegialen Miteinander aktiv und konstruktiv zusammenwirken. Ziele, die durch vielfältige, individuelle, interaktive wie auch systemische Anforderungen erschwert werden können.
In diesem Themenschwerpunkt werden Veranstaltungen zu verschiedenen Aspekten zu dieser Thematik angeboten.

09:00 Uhr: Impulsvortrag
„Schulentwicklung – Partizipation als Motivationsmotor"

Barbara Stockmeier, Evangelische Schule Berlin Zentrum

Veranstaltungs-Nr.: 3.1.01, Angebotsformat: Impulsvortrag

Beschreibung: Schulentwicklung gehört zur Schule wie das tägliche Lernen in ihren Räumlichkeiten. Doch wie kann Schulentwicklung als Motivationsmotor wirksam werden, ohne dabei wie ein schwerer Klotz der Mehrbelastung dem Kollegium am Bein zu hängen? Welche Voraussetzungen und Handlungsschritte sind notwendig, damit Schulentwicklungsprozesse freudvoll und erfolgreich durchgeführt werden können?
Die Referentin wird am Beispiel der Weiterentwicklung der Gymnasialen Oberstufe die Partizipationskultur an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum vorstellen und deren Wirkung auf die Lehrkräfte zeigen. Bezugnehmend auf die umfangreichen Erfahrungen aus dem erfolgreichen Schulentwicklungsprozess wird sie exemplarisch einen Blick auf entscheidende Faktoren in der Schulentwicklungsarbeit werfen, die für alle Schulstufen und -arten gleichermaßen Gültigkeit besitzen und auch Höhen und Durststrecken des Entwicklungsprozesses darstellen.

Wahlangebote 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr, zum Ansehen bitte anklicken

Hausaufgaben - Nein Danke!

Armin Himmelrath, Medienbüro Köln, Köln

Veranstaltungsnummer: 3.2.01, Diskussionsforum
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte

Beschreibung: Hausaufgaben gibt es in der Schule seit über einem halben Jahrtausend – doch sie sind, das hat die Forschung der vergangenen Jahrzehnte immer wieder gezeigt, sozial ungerecht, pädagogisch fragwürdig und persönlich belastend – und obendrein ein Motivationskiller: Ihre Wirkung auf den Lernprozess wird völlig überschätzt. Doch obwohl sich Lehrkräfte, Eltern und SchülerInnen regelmäßig über Hausaufgaben ärgern, sind sie immer noch fest im Standardrepertoire schulischen Handelns verankert.
Dabei gibt es genügend Gründe, auf sie zu verzichten. LehrerInnen beklagen sich regelmäßig, dass vor allem die SchülerInnen ihre Aufgaben machen, die es nicht wirklich nötig haben; diejenigen dagegen, die mehr üben müssten, machen sie dagegen tendenziell eher nicht. Und weil nicht alle Elternhäuser die gleiche Unterstützung bei den Hausaufgaben anbieten können, wirken sie sozial selektie-rend: Wer als SchülerIn Probleme und nicht die richtige Hilfe im Hintergrund hat, verliert durch die Hausaufgaben und nicht etwa trotz der Aufgaben schnell den An-schluss an die Unterrichtsinhalte, wie Forschungen des Wissenschaftszentrums Berlin zeigen. Außerdem hat sich in der Pädagogik längst der Trend zu einem möglichst individuellen Lernen entwickelt und diesem Ansatz widersprechen Hausaufgaben mit ihren gleichmacherischen Methoden völlig.
Es wird also höchste Zeit, sich von diesem veralteten Instrument zu lösen und stattdessen echte „Schulaufgaben“ im besten Sinne des Wortes zu entwickeln und einzusetzen. Wie kann Schule ohne Hausaufgaben aussehen? Darum geht es in diesem Diskussionsforum.



Sich selbst motivieren – Drei Schlüssel für die praktische Umsetzung

Dr. phil. Rolf Wartenberg, Psychologischer Beratungs-Service der Universität und des Studentenwerks Oldenburg, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 3.2.02, Vortrag
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte

Beschreibung: Selbst wenn wir mit einer Aufgabe, einem Projekt oder unserem Beruf hoch identifiziert sind – jeder kennt Phasen, in denen es schwerfällt, sich zu Aktivität und praktischem Einsatz aufzuraffen. Wir sprechen dann davon, uns neu einstellen oder „motivieren“ zu müssen. Die drei hauptsächlichen Schlüssel, die uns überhaupt erlauben, das zu bewerkstelligen, werden in diesem Vortrag anhand von Beispielen beschrieben: Fokusbildung, Kontextdeutung und Embodiment. Jeder nutzt diese Möglichkeiten mehr oder weniger bewusst. Mit dem Wissen um die Funktionen und die Nutzung der drei zentralen Schlüssel kann jeder individuell die eigene Selbstmotivation intensivieren und gezielt trainieren. Das lässt sich intensivieren und üben, wenn verstanden ist, wie die drei Schlüssel funktionieren.



Sich motivieren durch kollegiale Beratung, Supervision und kollegiales Coaching

Astrid Dahnken, BBS Wechloy in Oldenburg / Studienseminar Oldenburg, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 3.2.03, Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte

Beschreibung: Sich selbst ein motivierendes Umfeld gestalten? Im hektischen Schulalltag entsteht manchmal der Eindruck, in festen und teils ungünstigen Rand- und Rahmenbedingungen gefangen zu sein. Die einzelne Lehrkraft wird getrieben von Klassenarbeits-, Zeugnis- und sonstigen Terminen und häufig auch aufgerieben von den vielen Anspruchsgruppen (SchülerInnen, Eltern, Kollegen, Schulleitung, nachfolgende Schulen, AusbilderInnen, …). Sie soll unterrichten, beraten, diagnostizieren und vieles mehr. Dabei soll sie freundlich sein, aber sich nicht auf der Nase herumtanzen lassen, fachlich kompetent, schülerorientiert und handlungsorientiert zugleich. Wie kann in diesem Bedingungsfeld Motivation entstehen und/oder erhalten bleiben?
Ausgehend von der These, dass die Quelle der Macht darin liegt, Eigenverantwortung zu übernehmen, soll gezeigt werden, auf welche Weise KOBESU (Kollegiale Beratung und Supervision ) und kollegiales Coaching die Autonomie der betroffenen Personen stärken und dabei helfen können, mehr Handlungsoptionen zu schaffen.
Nach einer kurzen Erläuterung, was KOBESU und kollegiales Coaching sind, wird hergeleitet, warum durch die in diesen Prozessen angestoßene Selbstklärung mehr Motivation und Arbeitszufriedenheit im Schulalltag entstehen können.
Gerahmt von einem kurzen Impulsvortrag werden kleinere Übungen zum kommunikativen Handwerkszeug der vorgestellten Verfahren im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen.



Sketchnotes – visuelle Notizen für den Unterricht

Andrea Reil, Andrea Reil Visualisierungen, Westerstede

Veranstaltungsnummer: 3.2.04, Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte

Beschreibung: Sketchnotes wird dem aktuellen Trend-Thema „Visual Thinking“ zugeordnet. Sketchnotes sind visuelle Notizen aus Seminaren, Schulstunden, Vorlesungen oder anderen Veranstaltungen. Dabei werden kleine „Symbole“ skizziert (engl. to sketch) um z.B. die Inhalte eines Unterrichtsgesprächs festzuhalten.
In diesem interaktiven Vortrag werden die Grundlagen von Sketchnotes vermittelt, seine Wirkung auf das Gehirn erläutert und Möglichkeiten dargestellt, wie diese Methode im Schulleben eingesetzt werden kann. Mit praktischen Übungen und durch Experten-Tipps werden Sie schon in der Veranstaltung in der Lage sein, Ihre ersten Sketchnotes anzufertigen. Ferner wird die Erstellung von digitalen Sketchnotes mit einem Tablet kurz vorgestellt, sowie die Einsatzmöglichkeiten von Sketchnotes in den Social Media dargestellt.
Bei Sketchnotes geht es nicht um ein künstlerisch wertvolles Endergebnis, sondern um den Spaß während der Erstellung und den Mehrwert an schnell verfügbaren Informationen. Auch Personen, die von sich selbst behaupten „Ich kann ja gar nicht malen“ können sehr erfolgreich Sketchnotes lernen.



Beziehungsqualität als Motivationsmotor

Barbara Stockmeier, Neue Oberstufe Berlin, Evangelische Schule Berlin Zentrum, Berlin

Veranstaltungsnummer: 3.2.05, Workshop
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte

Beschreibung: Die Qualität der Beziehung ist die Grundlage für Lern- und Entwicklungsprozesse. Beziehungslernen ist Ausdruck von Achtsamkeit und Wertschätzung. Lehrende wie Lernende werden über Beziehungslernen wirksam. Wo wir uns gesehen fühlen, entwickeln wir Freude und entfalten unsere Potenziale. Autonomie, Partizipation und eine positive Feedbackkultur spielen für motiviertes Lernen eine entscheidende Rolle. Die Rolle der Lehrperson wandelt sich unter dieser Voraussetzung vom Wissenskontrolleur und -vermittler zur Lehrperson als Lernbegleiter, Wegbereiter, Zuhörer, Inspirationsquelle und Gestalter von Lern- und Achtsamkeitsräumen, die den Jugendlichen die vielseitige Ausbildung von fachlich-methodischen, sozial-kommunikativen, perönlichen und demokratischen Kompetenzen gleichermaßen ermöglicht.
Der Workshop nähert sich verschiedenen Möglichkeiten, wie Lehrkräfte für sich und für Jugendliche ein motivierendes Umfeld schaffen können, welches die Freude am Lernen und Lehren aufrechterhält und fördert.



Gesunder Umgang mit Stress und negativen Emotionen

Marcus Eckert, Institut LernGesundheit, Lüneburg, Lüneburg

Veranstaltungsnummer: 3.2.06, Workshop
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte, TeilnehmerInnenzahl: 50

Beschreibung: Stress und negative Emotionen gehören – genau wie angenehme Gefühle auch – zum Schulalltag. Ohne sie ist Schule nicht denkbar. Allerdings führen dauerhafter und überdosierter Stress sowie andauernd anhaltende negative Emotionen zu Beeinträchtigungen der Gesundheit sowie der Arbeits- und Lebensqualität.
Die Grundidee dieses Workshops besteht darin, dass Stress und unangenehme Emotionen in der richtigen Dosis für viele Situationen nicht nur sehr hilfreich sind – vielmehr machen sie auch die Würze des Lebens aus.
In diesem Workshop lernen die TeilnehmerInnen, Stress und negative Emotionen erstens zu regulieren (die richtige Dosis zu finden) und zweitens für problematische Situationen zu nutzen. Um das Gelernte nachhaltig in ihrem Alltag zu verankern, erhalten die BesucherInnen im Anschluss einen Zugang zum dreiwöchigen Online-Training „Stark im Stress“.



Ressourcenorientierte Schulentwicklung gesund gestalten – Zukunftswerkstatt als Methode für Entwicklungsprozesse

Tom Bohmfalk, Arbeitsstelle Schulentwicklung, Didaktisches Zentrum der Universität Oldenburg, Leer

Veranstaltungsnummer: 3.2.07, Workshop
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte, TeilnehmerInnenzahl: 20

Beschreibung: In diesem Workshop wird die Arbeitsmethode „Zukunftswerkstatt“ zum Thema „Ressourcenorientierte Schulentwicklung“ unter dem Aspekt der LehrerInnengesundheit vorgestellt. Im Rahmen dieser schulinternen Lehrerfortbildungen hat sich gezeigt, dass die erarbeiteten Vereinbarungen eine ganze Reihe von Belastunsgfaktoren im Sinne der Salutogenese positiv und motivierend verändern können.
Diese Veranstaltung ist ein Angebot der Arbeitsstelle Schulentwicklung, die am Didaktischen Zentrum der Universität Oldenburg angesiedelt ist und nach Bedarf Unterstützungsmöglichkeiten für Schulen im Rahmen von Entwicklungsprozessen anbietet. Vor Ort werden diese Angebote eingehend vorgestellt und mit Beispielen aus der Schulpraxis anschaulich erläutert.
Info für TeilnehmerInnen: Die TeilnehmerInnen sollten bitte einen USB-Stick mitbringen.



NEXT ENERGY – Einblicke in die Forschung für die Energiesysteme von morgen

Anne-Katrin Faasch, NEXT ENERGY - EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie, Oldenburg
Thomas Poppinga, NEXT ENERGY - EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 3.2.08, Fachlicher Exkurs
Zielgruppe: Sek II, TeilnehmerInnenzahl: 25

Beschreibung: Das EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY ist ein unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut mit der Zielsetzung, die Energiewende aktiv mitzugestalten. Mit seinem Forschungsportfolio – bestehend aus den Bereichen Energiesystemanalyse, Energiesysteme & Speicher, Brennstoffzellen und Photovoltaik – verfügt NEXT ENERGY über umfangreiche Kompetenzen, die beim Wandel hin zu einer dezentralen Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien von entscheidender Bedeutung sind.
Mit seinen über 100 Mitarbeitern unterstützt NEXT ENERGY seine Kooperationspartner aus Industrie und Forschung bei der Entwicklung innovativer Lösungen von der Materialforschung über die Komponentenentwicklung bis hin zur Systemintegration. Die fachliche Breite des Instituts ermöglicht hierbei die Bewertung technologischer Detaillösungen vor dem Hintergrund des übergeordneten energiewirtschaftlichen Wandels.
In der Veranstaltung lernen die TeilnehmerInnen das Forschungszentrum NEXT ENERGY kennen, erfahren, wie die Forschungsbereiche zusammenwirken und können Anregungen für einen energiebewussten Unterricht mitnehmen.
Info für TeilnehmerInnen: Bitte planen Sie einen Fußweg von ca. 10 Minuten ein. Die Adresse ist Carl-von-Ossietzky-Straße 15, 26129 Oldenburg.



Wahlangebote 13:45 Uhr bis 15:15 Uhr, zum Ansehen bitte anklicken

Lernziel Wohlbefinden – Glück als Zielkategorie pädagogischen Handelns

Dr. Ernst Fritz-Schubert, Fritz-Schubert-Institut für Persönlichkeitsentwicklung, Heidelberg

Veranstaltungsnummer: 3.3.01, Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte

Beschreibung: Die Forderung nach Glück in der Schule klingt exotisch. Kein Wunder, dass das „Schulfach Glück“ bei seiner Einführung im Jahre 2007 von einigen Schulaufsichtsbeamten argwöhnisch beäugt wurde. In einem Bildungssystem, das sich an messbaren Exzellenzkriterien orientiert und dessen pädagogische Praxis auf Effektivität ausgerichtet ist, bleibt wenig Raum für das „vita beata“, das gute Leben, wie es Seneca in seinem Traktat „Vom glückseligen Leben“ beschreibt.
Wie wichtig Glück und Wohlbefinden ist, betont auch die WHO-Verfassung von 1946. Sie definiert Gesundheit als „Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“ als Aufgabe aller Institutionen. In diesem Sinne sollen auch Lehrkräfte aller Unterrichtsfächer die seelische Gesundheit bzw. das Flourishing als gutes Gedeihen und Aufblühen fördern.
Wohlbefinden umfasst einerseits die individuellen kognitiven und affektiven Erfahrungen, andererseits aber insbesondere auch die dafür begünstigenden Ressourcen, wie z.B. Selbstkompetenz, Selbstkonzept, Selbstwert, Achtsamkeit, soziale Beziehungen und Reflexionsfähigkeit. Ausgehend von diesen Zielgrößen wurde für das „Schulfach Glück“ ein Curriculum geschaffen, das mit geeigneten Methoden und durch praktische Erfahrungen Kindern und Jugendlichen helfen möchte, ihre Persönlichkeit zu stärken. Der themengeleitete und handlungsorientierte Unterricht soll die Grundlage dafür sein, dass SchülerInnen eigene Werte und Haltungen entwickeln, die sie zur Übernahme von Verantwortung für sich selbst und andere befähigen.
Der interaktive Vortrag beschreibt die Hintergründe des Faches, gibt einen Einblick in das Curriculum und seine Methodenvielfalt sowie in die Unterrichtsgestaltung. Dabei werden pädagogische Bezüge aufgezeigt, die anschlussfähig für Lehrkräfte aller Fächer sind.



Was lernen Lehrkräfte in Lerngemeinschaften?

Prof. Dr. Kathrin Fussangel, Institut für Bildungsforschung, Bergische Universität Wuppertal, Wuppertal

Veranstaltungsnummer: 3.3.02, Vortrag
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte

Beschreibung: In vielen empirischen Studien wurde untersucht, welche Arten und Intensitäten von Kooperation in der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräfte vorliegen. Im Hinblick auf diese Kooperationen stellten sich u.a. Fragen danach, welche Potenziale in unterschiedlichen Kooperationsarten liegen und wie sie förderlich wirken. Hierbei sind gerade die Lerngemeinschaften von Lehrkräften besonders interessant: Was reizt die Lehrkräfte, hier mitzuwirken? Welchen Nutzen ziehen sie aus der Zusammenarbeit? Was erfordert die Arbeit in einer Lerngemenschaft von allen Beteiligten? Welche Kenntnisse über Gelingensbedingungen lassen sich für den Aufbau wie auch die Erhaltung aktiver Lerngemeinsachften nutzen?
Im diesem Vortrag wird zunächst beschrieben, was aus einer bildungswissenschaftlichen Perspektive unter Lerngemeinschaften von Lehrkräften verstanden wird und welche Formen und Zusammensetzungen sich differenzieren lassen.
Des Weiteren werden verschiedene Einsatzmöglichkeiten und die damit verbundene Arbeit in der Lerngemeinschaft näher beschrieben. Zuletzt werden empirische Befunde berichtet, die Hinweise auf Gelingensbedingungen geben und einen Nutzen des Arbeitens in einer solchen Lerngemeinschaft aufzeigen.



Motivation erhalten im Spannungsfeld zwischen Anforderung und Realität: Methoden zum Umgang mit Vielfalt für mich als Lehrkraft

Dr. Jörg Schulte-Pelkum, Niedersächsische Landesschulbehörde Osnabrück, Regionalabteilung Oldenburg, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 3.3.03, Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte

Beschreibung: In diesem Vortrag werden verschiedene psychologische Ansätze dargestellt, die sich in der Praxis der Schulpsychologie bei der Beratung von Lehrkräften im Umgang mit herausfordernden und belastenden Situationen als motivational hilfreich erwiesen haben. Die wachsende Heterogenität der Schülerschaft, aktuell verstärkt durch den Zuzug von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung, stellt Lehrkräfte vor große Herausforderungen, wollen sie dem Anspruch auf bestmögliche Bildung für alle gerecht werden. Neue Aufgaben, wie z.B. die Integration von möglicherweise traumatisierten Kindern in die Schule, die über nicht ausreichende Sprachkenntnisse in Deutsch verfügen, können schnell zu Gefühlen von Überforderung und Machtlosigkeit führen. Die Begegnung mit Neuem, Unbekanntem führt insbesondere im institutionellen Kontext zu Unsicherheit und Ängsten. Mit dem Wertequadrat und dem Inneren Team (beide nach Schulz von Thun) werden zwei psychologische Methoden in Grundzügen vorgestellt, die als Werkzeug zur Selbstklärung und Selbstreflexion hilfreich sind. Ferner kann das Wertequadrat in der interkulturellen Erweiterung zur Klärung von interkulturellen Missverständnissen beitragen. Die positive motivationale Wirkung dieser Methoden liegt in dem Potenzial, neue, für sich individuell stimmige Positionen und Handlungsoptionen zu identifizieren, die trotz ungünstiger äußerer schulischer Rahmenbedingungen die wahrgenommene Selbstwirksamkeit der Lehrkräfte erhöhen. Ebenfalls in den Blick genommen werden systemische Aspekte, wie etwa kollegiale Unterstützung und Beratung, sowie externe Unterstützungsangebote im schulischen Rahmen positiv motivierende Wirkung erzielen können.
Ergänzt werden die Ausführungen durch ausgewählte Beispiele aus der persönlichen Migrationsbiographie des Referenten, um einzelne Aspekte beispielhaft zu veranschaulichen.



Mit entlastender Rhythmisierung zum Klimawechsel in der Schule

Hermann Städtler, Bewegte Schule, Hannover

Veranstaltungsnummer: 3.3.04, Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte

Beschreibung: Rhythmisierung und Schulklima. Wie passt das zusammen? In der Wechselbeziehung zwischen Rhythmisierung und Schulklima entsteht die Chance, den Schulalltag mit ausreichend großen Zeitfenstern für das Lernen und Leben auszustatten.
Dies ist wichtig für uns PädagogInen, denn wir gehen äußerst fahrlässig mit unserer Gesundheit um, indem wir pausenlos durch den Schultag hasten. Meist begleitet vom Gefühl nicht alles zu schaffen: „Nie werde ich fertig“. Diesem demotivierenden und krankmachenden Gefühl kann durch entsprechende Rhythmisierung erfolgreich begegnet werden. Eine gute Schule nimmt den Umgang mit Lebenszeit ernst und wechselt den ganzen Tag zwischen Lern- und Freizeit, An- und Entspannung, Produktivität und Ruhephase. In dieser Veranstaltung werden Lösungsvorschläge unter Einbezug der TeilnehmerInnen entwickelt.



Mit Zuversicht, Freude und Gelassenheit – Motivation und Selbstmanagement für Lehrkräfte

Markus Wetzer, Markus Wetzer - Supervision & Coaching, Buchholz/Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 3.3.05, Workshop
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte, TeilnehmerInnenzahl: 30

Beschreibung: LehrerInnen stehen täglich vor unterschiedlichsten Herausforderungen. Die wirksame und ausgeglichene Bewältigung dieser vielfältigen Herausforderungen ist das Thema des Workshops.
Konsequent an Ressourcen orientiert kann Selbstmanagement ausgesprochen lustvoll sein. In dem Workshop lernen die TeilnehmerInnen das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) kennen, eine äußerst wirksame Methode, um die eigenen Potenziale zu entwickeln. Es verbindet bewährte psychologische Modelle und aktuelle neurowissenschaftliche Befunde zu einem konsequent positiven, Ressourcen-aktivierenden Verfahren.
Der Workshop gibt Einblick in die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcenmodell (ZRM). Die TeilnehmerInnen setzen sich motivierende persönliche Ziele und entwickeln persönliche Ressourcen zur Umsetzung. Sie erhalten Anregungen, wie mit Hilfe des ZRM der Alltag pro-aktiv gestaltet und dabei die Motivation nachhaltig erhalten werden kann. Auch der Umgang mit Überforderungssituationen, Stress und Krisen wird Thema sein.



„… und so hangle ich mich von Stunde zu Stunde“ Wege zur lernwirksamen Unterrichtsplanung im naturwissenschaftlichen Unterricht mit „Backbone“

Christiane Richter, Didaktik der Physik, Universität Oldenburg, Oldenburg
Pro. Dr. Michael Komorek, Didaktik der Physik, Universität Oldenburg, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 3.3.06, Workshop
Zielgruppe: Physik-, Biologie- oder Chemielehrer und fachfremd Unterrichtende, TeilnehmerInnenzahl: 16

Beschreibung: Für junge oder fachfremd Unterrichtende ist es oft schwierig, Unterricht zu planen, der für ihre SchülerInnen lernwirksam ist und für sie selbst motivierend. Helfen kann dabei, einer Forderung der Fachdidaktiken zu folgen und bei der Unterrichtsplanung von der alleinigen Orientierung an fachlichen Strukturen und Lehrprozessen abzukehren. Vielmehr sollte man seinen Unterricht „rückwärts planen“, von den angezielten Lernwirkungen ausgehen und überlegen, was man zuvor dafür auf Lehrerseite tun muss. Die Idee der Basismodelle des Lernens nach Oser unterstützt diesen Schwenk, indem das Lernen aus Eigenerfahrung, die Begriffs- und Konzeptbildung sowie die Problemlösung als zentrale Lernmodelle des naturwissenschaftlichen Unterrichts benannt und in erfolgversprechende Lernschritte untergliedert werden. Das Instrument „Backbone“ unterstützt dabei als grafisches Planungsraster, rückwärts zu planen und die wichtigen Denk-, Lern- und Handlungsschritte der SchülerInnen in den Vordergrund zu stellen. Der Kurs verdeutlicht, wie man mit „Backbone“ selbst motivierend arbeiten kann.



Motivationsblocker? Neurowissenschaftlich basierte Selbststärkung mit praktischen Übungen und Tipps

Elisabeth von Busch, Studienrätin a. D., HP (Psychotherapie) Work-health-balance und Wingwave Coach, Braunschweig

Veranstaltungsnummer: 3.3.07, Workshop
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte, TeilnehmerInnenzahl: 50

Beschreibung: Was ist an unserem Lehrberuf anstrengend und wie drückt es unsere Motivation?
Dieser Workshop gibt einen Überblick über Abläufe in unserem Gehirn: wie Stress Motivation blockieren kann und welche Rolle Spiegelneuronen spielen.
Die TeilnehmerInnen lernen durch kurze praktische Bewegungs-, Atem- u. a. Übungen, wie sich Stresskreisläufe unterbrechen lassen. Reflektion individueller Ziele und absichtsvolles Handeln sind Basis für mühelose Motivation und Erfolg. Durch eine Selbststärkungsübung entdecken die TeilnehmerInnen ihre Potenziale und können sie stärken. Ziel ist es, ein unterstützendes Schulumfeld zu schaffen und zu genießen. Tipps zu Konfliktsituationen können ausgetauscht werden.
– Dies ist eine Verlagsveranstaltung der Westermann-Gruppe. –



Sind singende Kinder besser motiviert?

Prof. Dr. Gunter Kreutz, Systematische Musikwissenschaften, Universität Oldenburg, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 3.3.08, Fachlicher Exkurs
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte

Beschreibung: Musikalische Bildung ist ein herausragendes Beispiel für Chancenungleichheit, wie bereits Untersuchungen zur musikalischen Früherziehung belegen. Doch welche Folgen sind daraus abzuleiten? Schließlich handelt es sich beim Singen und bei der Musik nur um eine Kulturtechnik am Rande des Fächerkanons. Studien legen nahe, dass das gemeinsame Singen weithin als symbolische Praxis verstanden wird. Potenziale in Bereichen der Sprachförderung, Integration, Inklusion sowie der Initiierung kultureller Teilhaben sind hingegen weithin vernachlässigt. Der Vortrag stellt eine Reihe empirischer Studien und ihre Implikationen für den kulturellen Bildungsauftrag der Schule zur Diskussion.



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