Oldenburger Lehr-Lern-Labore

Die Oldenburger Lehr-Lern-Labore (OLELA)

In den letzten Jahren entstanden zahlreiche MINT1-Schülerlabore als Serviceeinrichtungen an Universitäten, Unternehmen und Forschungszentren. Der Bundesverband der Schülerlabore, LernortLabor e.V.2, hat sich zum Ziel gesetzt, die Aktivitäten der ausgesprochen vielfältigen Schülerlaborszene zu koordinieren, zu unterstützen und u.a. im "Kursbuch 2010"3 zu dokumentieren. Studien4 zeigen, dass Schülerlabore kurzzeitig das Interesse und die Motivation der Schülerinnen und Schüler, sich mit Naturwissenschaften und Technik auseinanderzusetzen, steigern können. In vielen Fällen setzen Schülerlabore darauf, inhaltliche Ergänzungen zum Schulunterricht anzubieten oder Defizite schulischer Angebote auszugleichen. Allerdings müssen diese Maßnahmen mit dem Unterricht in der Schule verknüpft werden, um langfristige Effekte zu erzielen.

An der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat sich ein dynamisches Netzwerk von Schülerlaboren mit spezifischem Profil gebildet. Die Oldenburger Schülerlabore verfolgen als Lehr-Lern-Labore drei wichtige Ziele:

  • Sie fördern Schülerinnen und Schüler der Oldenburger Region im Bereich der naturwissenschaftlich-technischen und informatischen Kompetenz und Bildung. Hierzu setzen die Oldenburger Schülerlabore schon in der Grundschule und den unteren Jahrgängen der Sekundarstufe I an, um das Interesse an Wissenschaft und Technik zu fördern und das Lernen anzuregen. Konzepte, die mehrmalige Besuche kleinerer Schülergruppen vorsehen, um nachhaltiges Lernen zu ermöglichen, werden erprobt oder sind in Vorbereitung.
  • Den Studierenden der MINT-Lehrämter Biologie, Chemie, Informatik, Physik und Technik dienen die Schülerlabore als Rahmen, um Experimentier- und Konstruktionsmöglichkeiten zu schaffen und sie mit Schülerinnen und Schülern zu erproben. Der intensive und frühe Kontakt zu Lernenden der Grundschule und der Sekundarstufe I sowie das Beobachten von Lernprozessen, Lernschwierigkeiten und -chancen steigert die Qualität der Ausbildung.
  • Schließlich sind die Oldenburger Schülerlabore vielseitig gestaltbare Orte für fachdidaktische Forschung in Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten, in denen Lehr-Lern-Prozesse untersucht werden. Die Labore sind auch Orte für die Fortbildung von Lehrkräften einschließlich begleitender Forschung.

Die Oldenburger Lehr-Lern-Labore der MINT-Fächer sind konzeptionell und organisatorisch miteinander und in Fragen der Lehrerbildung mit dem Didaktischen Zentrum der Universität (diz) vernetzt. Für geisteswissenschaftliche Fächer und für Lehr-Lern-Labore der Erziehungswissenschaften bestehen Möglichkeiten der Anbindung. Die Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen der Fachwissenschaften gehört ebenfalls zum Vernetzungskonzept.

Eine externe Vernetzung mit außerschulischen Lernorten der Region wie dem Wattenmeerhaus oder dem Lernort für Technik und Natur in Wilhelmshaven befindet sich im Aufbau. Kooperiert wird mit Umweltbildungszentren, die Themen des Küstenraums, der Energiebildung oder der Bildung für nachhaltige Entwicklung aufgreifen, und mit zahlreichen Schulen und Studienseminare, etwa im Projekt "Lehrerbildung im Verbund - OLAW"5.

Hier können Sie unsere Informationsbroschüre herunterladen.

Kontakt: olela[at]uni-oldenburg.de

1) www.stifterverband.org/wissenschaft_und_hochschule/hochschulen_im_wettbewerb/mint_absolventen/aktuelle_mint-initiativen/index.html

2) www.lernort-labor.de

3) Dähnhardt, D., Haupt, O. J. & Pawek, C. (Hrsg.) (2010). Kursbuch 2010 - Schülerlabore in Deutschland. Marburg: Tectum

4) Engeln, K (2004). Schülerlabors: authentische, aktivierende Lernumgebungen als Möglichkeit, Interesse an Naturwissenschaften und Technik zu wecken. Berlin: Logos.

Pawek, C. (2009): Schülerlabore als interessefördernde außerschulische Lernumgebungen für Schülerinnen und Schüler aus der Mittel- und Oberstufe. Kiel: Universität Kiel.

5) www.diz.uni-oldenburg.de/47243.html