Dezernat 1 Personal/Organisation

Leistungen der Pflegeversicherung

Wenn der Medizinische Dienst eine Pflegebedürftigkeit der Pflegestufe I, II oder III festgestellt hat, hängt die Höhe der Geldleistungen auch noch davon ab, ob die Pflegebedürftigen von einer privaten Pflegeperson oder von einem ambulanten Pflegedienst versorgt wird, oder von beiden. Die aktuellen Beträge ändern sich zum 1.1.2012. Genaue Informationen finden sich auf den Pflege-Webseiten des Bundesgesundheitsministeriums unter www.bmg.bund.de/pflege

Pflegepersonen im Sinne der Sozialgesetzgebung sind Personen, die nicht erwerbsmäßig Pflegebedürftige in ihrer häuslichen Umgebung pflegen. Leistungen aus der Pflegeversicherung erhält als Pflegeperson nur, wer mindestens 14 Stunden in der Woche eine Angehörige oder einen Angehörige pflegt und bei der Pflegekasse einen Antrag als Pflegeperson gestellt hat.

Bei Urlaub oder Krankheit kann die Pflegeperson bei der Pflegekasse eine Pflegevertretung/Verhinderungspflege beantragen. Diese wird bis zu 28 Tage und bis zu 1.510,00 € pro Jahr (gültig für 2011) bewilligt, vorausgesetzt, die/der Pflegebedürftige wurde bereits seit sechs Monaten gepflegt und Pflegegeld in Anspruch genommen.

Bei Pflegebedürftigen mit Demenz werden wegen des erheblichen Betreuungsbedarfes von der Pflegekasse jährlich von 1.200,00 € bis zu 2.400,00 € zusätzlich für eine niedrigschwellige Versorgung im Rahmen der Erstattung gezahlt. Auch Menschen, die keine Pflegestufe bewilligt bekommen haben, bei denen aber eine Demenz vom MDK diagnostiziert ist, haben einen Anspruch auf diese Leistungen.

Pflegebedürftige Personen mit einer geistigen Behinderung oder einer psychiatrischen Erkrankung haben, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen, ebenfalls Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen.

Weitere Unterstützungs-/ Entlastungsmöglichkeiten: Kurzzeitpflege, Tagespflege und Nachtpflege. Von den Pflegekassen werden kostenlose Pflegekurse angeboten. Außerdem können Zuschüsse zu Pflegehilfsmitteln und zur Wohnungsanpassung beantragt werden.

Bei entsprechenden finanziellen Verhältnissen der zu Pflegenden können o. g. Hilfen auch beim zuständigen Sozialhilfeträger beantragt werden, auch wenn eine Pflegeeinstufung abgelehnt wurde.

Weitere hilfreiche Informationen über die Pflegeversicherung und Versorgungsmöglichkeiten u. a mit Erläuterungen zu den Konzepten von ambulanter Pflege, von niedrigschwelliger Betreuung und der Tagespflege finden sie auf den Webseiten der Alzheimer Gesellschaft Oldenburg unter „Versorgung“:

www.alzheimer-oldenburg.de