Reference Technology Platform

Eine Reference Technology Platform (RTP), wie sie hier verstanden wird, ist ein "Werkzeugkasten" für die Entwicklung, Analyse und Test von Embedded-Systemen in verschiedenen Anwendungsdomänen. Es enthält Prozesse, Methoden, Meta-Modelle, Interoperabilitäts-Standards und interoperable Software-Werkzeuge, die den gesamten Entwicklungsprozess für kritische Embedded-Systeme beschreiben und unterstützten. Aus diesen Komponenten können dann konkrete Domain- und anwendungsspezifische Entwicklungsprozesse gebildet werden, die die branchenspezifischen Anforderungen unter Beachtung relevanter Standards und sonstiger Regulierungsvorschriften berücksichtigen.

Der RTP für die Entwicklung kritischer Systems wurde in einer langjährigen strategischen öffentlich-privaten Partnerschaft auf nationaler und europäischer Ebene aufgebaut. Beteiligt sind mehr als 25 internationale Unternehmen in den Bereichen Luft-und Raumfahrt, Automotive und Bahnsysteme sowie verschiedene Werkzeughersteller und Forschungsorganisationen mit einem Aufwand von mehr als 100 Mio Euro.

Die RTP hat zwei Rollen innerhalb von CSE. Zunächst bietet die RTP einen "Werkzeugkasten" für die Entwicklungen in den F&E-Projekten, sowohl in den drei bereits verankerten Projekten als auch in den Projekten die im Think-Tank konzipiert werden.  Darüber hinaus können relevante Ergebnisse dieser Projekte – dies können neue oder erweiterte Methoden, neue (prototypische) Werkzeuge oder sogar neue oder geänderte Prozesse sein – in die RTP eingearbeitet werden, damit sie für die Nachfolgeprojekte als auch für den Technologietransfer in die Industrie direkt zugänglich sind. Auf diese Weise dient die RTP auch als Demonstrator, mit dem neu entwickelte Werkzeuge und Methoden als Teil einer kompletten Werkzeugkette präsentiert werden. Die Integration in eine bestehende Werkzeugkette liefert eine einfache Methode zur Bewertung der neuen Techniken.

Hierdurch stellt die RTP ​für hochkarätige F&E-Projekte eine gemeinsame, von der Industrie akzeptierte Baseline zur Verfügung, die für die Partner des Forschungszentrum CSE leicht zugänglich ist. Insbesondere soll auch der Demonstrator-Service kommerziellen Werkzeug-Anbietern, vor allem KMUs, zur Verfügung gestellt werden.  Diese können dann ihre neuen Werkzeuge oder neuen Funktionen hinsichtlich der Komptabilität zum Interoperabilitätsstandard überprüfen.

 

Kontakt

projektleitung

apl. Prof. Dr. Bernhard Josko

bernhard.josko(at)offis.de