24.05.2017 – Aktuelles

US-amerikanischer Wissenschaftspreis für Oldenburger Wissenschaftler
Fachgesellschaft würdigt herausragendes Forschungspapier über die Effekte von Länderratings

Prof. Dr. Jörg Prokop ist Professor für Finance & Banking an der Universität Oldenburg. Er ist Initiator sowie Teil der wissenschaftlichen Leitung des Masterstudiengangs Risikomanagement für Finanzdienstleister.

Die Oldenburger Finanzforscher Prof. Dr. Jörg Prokop, Dr. Haoshen Hu und Prof. Dr. Hans-Michael Trautwein erhielten auf der renommierten Jahrestagung der US-amerikanischen Fachgesellschaft „Eastern Finance Association“ einen Preis für einen herausragenden Forschungsaufsatz.

In ihrem Aufsatz „Transnational Spillover Effects of Sovereign Rating Signals on Bank Stock Returns: Evidence from the Euro Area“ untersuchten die Autoren, wie sich Veränderungen von Länderratings innerhalb der EU auf das Verhalten von Investoren am Aktienmarkt auswirken.
Basierend auf den Daten von großen Rating-Agenturen analysierten die Forscher, ob veränderte Ratings eines Landes zu einer gleichgerichteten oder entgegengesetzten Reaktion von Bankaktienkursen in anderen Ländern führen. Dabei fanden sie grenzüberschreitende Abstrahlungseffekte sowohl für positive als auch für negative Ratingsignale. In welche Richtung und wie stark der Aktienmarkt reagiert, hängt dabei vor allem davon ab, von welcher Ratingagentur das betreffende Länderrating stammt und in welchem ökonomischen Umfeld es veröffentlicht wird. Nach Ansicht des Autorenteams weisen die Ergebnisse darauf hin, dass Länderratings über die Grenzen des jeweils beurteilten Landes hinaus systematisch relevant sind.