Das Verfahren der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie

Die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie basiert auf der Grundannahme, dass jeder Mensch über ein dynamisches Unbewusstes verfügt und dass ungelöste intrapsychische und interpersonelle Konflikte eine Ursache für Störungen und Symptome darstellen (Psychodynamik).

Im psychotherapeutischen Prozess richtet sich der Fokus auf aktuell wirksame neurotische Konflikte, die in der therapeutischen Beziehung bearbeitet werden. Die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie arbeitet konfliktzentriert, ressourcenorientiert und fokussiert. Sie zeichnet sich durch aufdeckende und verändernde Arbeit an den zentralen unbewussten und vorbewussten Konflikten und Beziehungsmustern aus.

Die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gehört seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes neben der Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse zu den wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Behandlungsverfahren. Im Jahr 2008 erhielt auch die Systemische Therapie in Deutschland die Anerkennung als wissenschaftliches Therapieverfahren.