Ausbildungsseminare

Die theoretisch-praktische Ausbildung im Präsenzseminar umfasst insgesamt ca. 1.000 Seminarstunden, verteilt über 10 Semester. Seminare finden in aller Regel an den Wochenenden statt, in der Zeit zwischen 14.00 Uhr am Freitag und 18.30 Uhr am Samstag. Pro Semester besuchen Ausbildungsteilnehmende ca. 6-8 Seminare. Für die Seminarvor- und nacharbeit sowie das Literaturstudium verwenden Ausbildungs­kandi­datInnen ca. 2-3 Stunden wöchentlich, wie eine Umfrage unter den Teilnehmenden ergab. Zum Ende der Ausbildung, in Aussicht auf die Abschlussprüfung, erhöht sich der Aufwand.

Zur theoretisch-praktischen Ausbildung im Gruppenverbund gehören themenspezifische Theorieseminare, Seminare der tiefenpsychologisch fundierten Praxisreflexion sowie kasuistisch-technische Seminare.

Theorieseminare

Ausbildungsteilnehmende erhalten eine Grundausbildung über alle wissenschaftlich anerkannten Verfahren, die vertiefte Ausbildung wird im Tiefenpsychologisch fundierten Verfahren vermittelt, erweitert um die systemtheoretische Auffassung, dass die Vernetzung des Individuums mit seinen familiären, sozialen und institutionellen Systemen in den diagnostischen und therapeutischen Prozess einzubeziehen ist.

Tiefenpsychologisch fundierte Praxisreflexion

In der tiefenpsychologisch fundierten Praxisreflexion lernen Teilnehmende, die unbewussten Prozesse in der Arbeit mit PatientInnen besser wahrzunehmen. Dieser Teil der Ausbildung findet in den ersten Semestern als Begleitseminare zu den Praktika statt, die von den meisten Ausbildungsteilnehmenden in dieser Zeit absolviert werden.

Kasuistisch-technische Seminare

In den Kasuistisch-technischen Seminaren üben AusbildungskandidatInnen anhand von Fallbeispielen die Umsetzung theoretischer Grundlagen in die therapeutische Praxis. Kasuistisch-technische Seminare leiten TherapeutInnen in Ausbildung zur selbständigen therapeutischen Arbeit an. Diese Seminare werden ab dem 4. Semester angeboten.