Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist die Behandlung von Krankheiten in Gesprächen zwischen TherapeutIn und PatientIn. Dabei wird über die Situation des Patienten gesprochen, um Zusammenhänge neu zu verstehen und zu werten. Dabei ist der persönliche Eindruck der Patientin/ des Patienten ebenso wichtig wie die professionelle Einschätzung der Therpeutin/ des Therapeuten.

In den ersten Treffen zwischen PatientIn und TherapeutIn geht es zunächst um eine Abklärung der Problematik – und darum, ob sich PatientIn und TherapeutIn sympathisch sind. Eine vertrauensvolle Beziehung ist für eine gute Therapie wesentlich, daher müssen sich PatientInnen in den ersten Sitzungen auch noch nicht verbindlich für eine Therapie beim vorgesehenen Therapeuten entscheiden.

Nach den ersten Gesprächen einigen sich PsychotherapeutIn und PatientIn über den Rahmen der Behandlung. Die Behandlung an den Hochschulambulanzen findet als Einzelbehandlung im "Tiefenpsychologisch fundierten Verfahren" statt. Je nach Problemlage dauert eine psychotherapeutische Behandlung zwischen 15 und bis zu 120 Stunden. Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen sind auch Gespräche mit den Eltern oder anderen Erziehungsberechtigten vorgesehen.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Diese Therapierichtung geht von der Annahme aus, dass belastende Lebensereignisse und biographische Einflüsse Konflikt- und Krisensituationen auslösen und Ausgangspunkt einer Erkrankung sein können. Demnach gibt es bei jedem Menschen unbewusste Konflikte, die Ursache für Störungen und Symptome darstellen können (Psychodynamik).

In der psychotherapeutischen Behandlung geht es um Konflikte, die aktuell wirksam sind und die in der therapeutischen Beziehung bearbeitet werden. In vertrauensvoller Atmosphäre erarbeiten Sie gemeinsam mit der Therapeutin/dem Therapeuten konkrete Schritte, die Ihnen helfen, wieder aus eigenen Kräften Ihr Leben zu meistern und Entscheidungen zu treffen.