Veranstaltungsreihe Impulse: Programm 2016

Veranstaltungsankündigungen

Vortrag

16.12.2016, 19:00 Uhr im BIS-Saal

Dr. Klaus-Stephan Otto

Aus Ökosystemen der Natur für Gesellschaft und Organisationen lernen

Beschreibung:

Seit einiger Zeit wird in der Wirtschaft und in Organisationen immer mehr vom Ökosystem gesprochen. Die alte Sicht „Unser Unternehmen, unsere Produkte“ reicht nicht mehr aus. Erfolgreiche Organisationen sind gut in ihrem Ökosystem vernetzt und achten nicht nur auf ihren Erfolg, sondern auch auf eine gute und nachhaltige Entwicklung ihres Ökosystems. Wie können wir Ökosysteme verstehen? Wie können wir erfolgreich in unserem Ökosystem agieren? Dazu erfahren Sie mehr im Vortrag von Dr. Klaus-Stephan Otto: „Aus Ökosystemen der Natur für Gesellschaft und Organisationen lernen“.

Dr. Klaus-Stephan Otto ist Diplompsychologe und Geschäftsführer der EVOCO GmbH und besitzt eine über 30jährige Erfahrung in der Begleitung von komplexen Veränderungsprozessen in Wirtschaft, Verwaltung und Non-Profit-Organisationen. Klaus-Stephan Otto hat den Managementansatz Evolutionsmanagement entwickelt. Im Evolutionsmanagement werden Prozesse der Natur auf das Handeln in der Wirtschaft übertragen. Seine Schwerpunkte liegen in der Organisations-, Innovations- und Personalentwicklung und der Steuerung von großen Projekten.

Anmeldung erforderlich: Zum Anmeldeformular

Eintritt:
10 € regulär
5 € erm. für Studenten
8 € erm. für aktuelle & ehemalige Teilnehmende der Weiterbildungen des C3L

Ihre Wünsche und Anliegen

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impulse(at)uni-oldenburg.de

Bislang stattgefundene Veranstaltungen

Workshop

12.11.2016, 10:00 – 17:30 Uhr im BIS-Saal

Dr. Susanne Wittorf

Umgang mit krankheitsspezifischen Ängsten im Kontext der Psychotherapie am Beispiel von Krebserkrankungen

Beschreibung:

Dr. Susanne Wittorf, Psychologische Psychotherapeutin, sowohl in psychotherapeutischer Praxis als auch im Rahmen von Weiterbildungen und Supervision langjährig psychoonkologisch tätig. Mit schweren körperlichen Erkrankungen wie z. B. einer Krebserkrankung gehen häufig massive Belastungen einher, die verbunden sind mit objektiver und subjektiver Lebensbedrohung sowie ausgeprägten emotionalen und sozialen Auswirkungen. Angst vor Hilflosigkeit und Kontrollverlust, krankheits- und therapiebedingten Beeinträchtigungen oder dauerhaften Einschränkungen können ‚im Raum stehen‘. Angst vor Siechtum, Sterben und Tod oder existentieller Einsamkeit können im Hintergrund ‚rumoren‘.  Angst in allen ihren Facetten von der krankheitsbezogenen Realangst bis zur lebensgeschichtlich gespeisten neurotischen Angst ist damit wesentliches Thema supportiver Psychotherapie.

Zudem kann die Eigendynamik einer schweren körperlichen Erkrankung auch den behandelnden Psychotherapeuten mit existentiellen Ängsten konfrontieren, die besondere Fürsorge und Selbstfürsorge erfordern.

In diesem Workshop wird Raum sein, die notwendigen Modifizierungen von Zielsetzung, Beziehungsgestaltung und Technik sowie therapeutischer Haltung in der Arbeit mit schwer körperlich erkrankten Menschen mit Hilfe praxisorientierter Übungen sowie am Beispiel eigener Erfahrungen (selbst- und fallbezogen) zu reflektieren.

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Teilnahmegebühren:
100 €
80 €  erm. für aktuelle & ehemalige Teilnehmende der Weiterbildungen des C3L
50 € erm. für Student/innen

Filmabend

27.10.2016, 19:00 Uhr, A14 Hörsaalzentrum (Hörsaal 1)

Was bleibt
Dr. med. Andree Weitzel 

Der Filmabend findet in Kooperation mit der Karl-Jaspers-Klinik sowie dem Bündnis Depression Weser-Ems statt und ist Teil der Woche der seelischen Gesundheit.

Beschreibung:

Dr. med. Andree Weitzel ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, ärztlicher Direktor der Rehaklinik für psychisch Kranke (RPK) Oldenburg sowie der zentegra gGmbH. Des Weiteren ist er Referent für das „Bündnis gegen Depression Weser-Ems“.

Im Rahmen unseres Filmabends wird Dr. med. Andree Weitzel den Film Was bleibt aus dem Jahr 2012 begleiten und tiefenpsychologisch fundiert aufbereiten. Mit einem Ensemble hochkarätiger Schauspieler erzählt Regisseur Hans-Christian Schmid in Was bleibt, wie eine Familie innerhalb weniger Tage auseinander bricht und neu zueinander findet.

Auf Wunsch seiner Mutter Gitte fährt Marko (Lars Eidinger), der seit Jahren in Berlin lebt, zu seinen Eltern (Corinna Harfouch, Ernst Stötzner) aufs Land. Seine Hoffnung auf ein ruhiges Wochenende im Kreis der Familie erfüllt sich nicht. Unerwartet für alle offenbart Gitte, dass es ihr nach langer psychischer Krankheit wieder gut geht. Als einziger entspricht Marko ihrer Bitte, sie von nun an als vollwertiges Mitglied der Familie zu behandeln, und bringt damit nicht nur die vermeintlich gut eingespielte Beziehung seiner Eltern aus dem Gleichgewicht. (Quelle: Pandora Film Verleih)

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Eintritt: 
kostenfrei

Vortrag

18.08.2016, 19:30 Uhr im BIS-Saal

Dr. Eike von Watzdorf

Pilgern und das Wander-Retreat - Transformation und Wandlung durch das Gehen langer Strecken

Beschreibung:

Lange Strecken zu gehen, das ist wie das Leben zu verlangsamen, zu vereinfachen, zu reinigen und zu leeren. Es ermöglicht eine Öffnung für das, was uns umgibt, fördert Wohlbefinden und geistige Kreativität. Der Vortrag gibt Einblicke in das Massenphänomen des Pilgerns, beleuchtet psychophysikalische Wirkungsaspekte und gibt einen Überblick über mögliche Gestaltungselemente mehrtägiger Pilgerprojekte bzw. Wander-Retreats.

Dr. Eike von Watzdorf arbeitet als selbständiger Berater, Trainer, Coach und Pilgerwegbegleiter. Gemeinschaftsbildung, die Förderung einer kreativen und lebendigen Organisationskultur sowie der Umgang mit Stress / Burnout und integrale Ansätze zur Persönlichkeitsentwicklung stehen im Zentrum seiner Arbeit.

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Eintritt:
10 € regulär
5 € erm. für Studenten
8 € erm. für aktuelle & ehemalige Teilnehmende der Weiterbildungen des C3L

Vortrag

12.08.2016, 19:00 Uhr im BIS-Saal

Dennis Dexheimer

Zur Wirkung der Beobachtung von Fehlverhalten bei Führungskräften

Beschreibung:

Dennis Dexheimer ist Diplom-Kaufmann, systemischer Familientherapeut, Berater und Supervisor. Er lebt in Heidelberg und arbeitet im Bereich Führungskräfte- und Teamcoaching, Training sowie Begleitung von Veränderungsprozessen im organisationalen Kontext. Außerdem ist er interner Berater beim Deutsche Bahn Konzern, DB Training, Learning und Consulting mit dem Schwerpunkt Changemanagement. Seit 2013 nimmt er an verschiedenen Forschungsprojekten zur Wirkung der Beobachtung von Fehlverhalten bei Führungskräften und in Organisationen im Rahmen seines Promotionsvorhabens teil.

In Dexheimers Vortrag werden die Auswirkungen der Beobachtung von Fehlverhalten bei Führungskräften bzw. in Organisationen auf die Einstellungen sowie das Arbeitsverhalten von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vorgestellt. In seiner Promotion hat er die Konsequenzen der Beobachtung von Fehlverhalten anhand spezifischer Messverfahren in drei explorativen Studien im Rahmen eines größeren Forschungsprojektes wissenschaftlich bearbeitet – mit interessanten Ergebnissen.

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Eintritt:
10 € regulär
5 € erm. für Studenten
8 € erm. für aktuelle & ehemalige Teilnehmende der Weiterbildungen des C3L

Vortrag

28.04.2016, 19:00 Uhr im Hörsaal 3, Gebäude A14

Prof. Dr. med. Alexandra Philipsen

Entwicklung und Evaluation neuer Psychotherapieverfahren zur Behand­lung
der Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter

Beschreibung:

Prof. Dr. med. Alexandra Philipsen ist Klinikdirektorin und Leiterin der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften in der Karl-Jaspers-Klinik. Sie beschäftigt sich insbesondere mit den klinischen Schwerpunkten Borderline Persönlichkeitsstörung, ADHS im Erwachsenenalter, Affektive Störungen und Krisenintervention.
Frau Prof. Dr. med. Alexandra Philipsen ist Supervisorin für Verhaltenstherapie sowie für Dialektisch Behavoriale Therapie (DBT) und als Dozentin an mehreren Ausbildungsinstituten für Verhaltenstherapie tätig. 2012 hat sie den Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN-Preis) für Ärztliche Psychotherapie sowie den saarländischen ADHS-Forschungspreis verliehen bekommen.
Frau Prof. Dr. med. Alexandra Philipsen ist Herausgeberin der Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie, Attention Deficit Hyperactivity Disorder (ADHD, Editorial Board), Borderline Personality and Emotion Dysregulation (Editorial Board) und ISRN Psychiatry (Editorial Board).

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Eintritt:
10 € regulär
5 € erm. für Studenten
8 € erm. für aktuelle & ehemalige Teilnehmende der Weiterbildungen des C3L

Workshop

16.04.2016, 09:30 – 17:00 Uhr, Gebäude V04 Raum 0-033

Dr. disc. pol. Ibrahim Özkan

Transkulturelle Sensibilisierung in der Arbeit mit Menschen mit Migrationsgeschichte

Beschreibung:

In Deutschland leben mittlerweile 16,4 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund, die Zahl der Asylanträge war mit 476.649 im Jahr 2015 so hoch wie nie zuvor. Studien zeigen, dass in dieser Bevölkerungsgruppe seelische Erkrankungen und Störungen signifikant häufiger auftreten als in der deutschen Bevölkerung. Gleichzeitig sind die Betroffenen hinsichtlich Versorgung und auch Stigmatisierung in einer fremden Gesellschaft in einer besonders schwierigen Situation.

Nach aktueller klinischer Erfahrung sind Symptomatiken meist kulturübergreifend. Was aber z.B. die jeweiligen Symptome bedeuten und wie man mit ihnen umgeht, das kann durchaus kulturgebunden, wie auch durch Lebensgeschichte oder Persönlichkeit geformt sein. Es hat sich als hilfreich erwiesen, religiöse bzw. kulturelle Vorstellungen und Strategien im Kontext als Möglichkeiten der Bewältigung einer Krise einzubeziehen. In der Arbeit mit MigrantInnen ist für eine besonders sensible Betrachtung zum Beispiel der familiären Situation (Sozialisation), der Affekte und der körperlichen Konstitution Sorge zu tragen. Ebenso gilt es dabei die eigene Kultur zu reflektieren um einen gemeinsamen Begegnungsraum mit dem Fremden zu schaffen.

Es bedarf seitens des Therapeuten manchmal mehr Zeit in der Behandlung und Wissen über Zusammenhänge, Rituale und Traditionen in der Kultur des Patienten. Diese stellen multiple Erwartungen an die behandelnde Institution sowie an die gewählte Behandlungsmethode und ihre Theorie. Eine kultursensitive, interdisziplinäre und achtsame Annäherung und Durchführung ist Bedingung im Umgang mit Erwartungen und Problematiken von Menschen mit einer Migrationsgeschichte.

Durch Übungen, Fallbeispiele (gerne von Seiten der TeilnehmerInnen) und ggf. praxisnahe Rollenspiele wird eine aktive Auseinandersetzung ermöglicht.

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Teilnahmegebühren:
100 €
80 €  erm. für aktuelle & ehemalige Teilnehmende der Weiterbildungen des C3L
50 € erm. für Student/innen

Vortrag

18.02.2016, 19:00 Uhr im BIS-Saal

Hans Jürgen Heinecke

Zur Struktur von Irrtümern in Organisationen

Beschreibung:

Hans Jürgen Heinecke kennt beide Seiten der Beratung – als Manager und als Berater. Seit 1978 begleitet er Prozesse des Wandels und alle Herausforderungen, die daraus entstehen. Für den einzelnen Menschen, für Teams und für Unternehmen. Seit 1995 arbeitet er als Coach. Zusatzausbildungen in den Bereichen Gesprächstherapie, Gestalttherapie, Gruppendynamik, Systemaufstellung und Organisationsberatung bilden sein fachliches Fundament.Des Weiteren veröffentlichte Hans Jürgen Heinecke bereits mehrere Bücher zu seinen Fachbereichen. Derzeit arbeitet er an einer Publikation zum Thema Cheftypen und ihre Verhaltensmuster. Auch die Erfahrungen in diesem Bereich wird er in seinen Vortrag einfließen lassen.Mit seiner 1985 gegründeten TPO Consulting berät er namhafte Unternehmen in ganz Deutschland. Seine jahrelange Erfahrung sowie seine innovativen Ansätze machen ihn dabei zum geschätzten Ansprechpartner.Es erwartet Sie bei uns ein unterhaltsamer und humorvoller Vortrag „Zur Struktur von Irrtümern in Organisationen“, basierend auf jahrelangen Beobachtungen und Erfahrungen als Manager und Berater.

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Eintritt:
10 € regulär
5 € erm. für Studenten
8 € erm. für aktuelle & ehemalige Teilnehmende der Weiterbildungen des C3L

Vortrag

08.10.2015 | 19:00 Uhr im BIS-Saal

Prof. Dr. Udo Rauchfleisch, Basel

Junge Liebe – Anregungen zum Umgang mit Homosexualität von Jugendlichen

Beschreibung:

Obwohl sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte hinsichtlich einer Enttabuisierung der gleichgeschlechtlichen Orientierungen und Lebensformen viel verändert hat, ist das Coming Out für Jugendliche heute nach wie vor eine schwierige Entwicklungsphase. Hier stellen sich für Eltern und Professionelle im psychologischen und pädagogischen Bereich besondere Aufgaben. Im Vortrag werden charakteristische „Klippen“ im Coming Out von Jugendlichen und Strategien des Umfelds, ihnen bei deren Überwindung behilflich zu sein, dargestellt.

Anmeldung erforderlich unter: impulse(at)uni-oldenburg.de

Eintritt:
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5 € erm. für Studenten
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Vortrag

18.09.2015, 19:00 Uhr im BIS-Saal

Dr. Felix Wendenburg, MBA,
Europauniversität Viadrina, Frankfurt (Oder)

„Der Fluch des Erfolgs - ein Beratungsmodell für Organisationen, die am Erfolg zu scheitern drohen“

Beschreibung:

Das Modell der Pfadabhängigkeit, das in den Wirtschaftswissenschaften mittlerweile einige Popularität erlangt hat, beschreibt, wie sich eine Vielfalt an Handlungsmöglichkeiten dadurch nachhaltig reduziert, dass eine Organisation mit einem Produkt oder einer Dienstleistung Erfolg hat: Wer im Feld A der Beste ist, verliert die Felder B, C, D und E schnell aus dem Blick.

Ähnlich wie der Erfolg verführt der Konflikt zum Scheuklappendenken: Je eskalierter die Situation, desto geringer die Bereitschaft von Konfliktparteien, sich auf kreative Lösungen einzulassen.

Mediation will Streitparteien dazu verhelfen, ihre Handlungsmöglichkeiten bei der Konfliktlösung zu erweitern. Am Abend des 18.9.2015 soll es darum gehen, wie erfolgreiche Organisationen, die sich mit Scheuklappen auf dem Weg in die Sackgasse befinden, die Methodik der Mediation nutzen können, um dem „Fluch des Erfolgs“ zu entgehen.

Anmeldung erforderlich unter: impulse(at)uni-oldenburg.de

Eintritt:
10 € regulär
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Vortrag

09.07.2015 | 19:00 Uhr, Hochschulambulanzen, Uhlhornsweg 99c, Raum S3

Audris Alexander Muraitis, Dipl. rer. soc., Brandenburgische Technische Universität Cottbus – Senftenberg

Emotionen in Familienunternehmen

Eine systemtheoretische Rekonstruktion eines gescheiterten Joint Ventures

Beschreibung:

Wie kam es während des Joint Ventures eines global agierenden Bierkonzerns mit einer familiengeführten Brauerei zu negativen Emotionen und schließlich zum Scheitern des rational geplanten Vorhabens? Was können wir über die Arbeit in und mit Familienunternehmen, Mergers & Acquisitions Prozessen und Emotionen in Organisationen lernen?

Mit Hilfe der Systemtheorie wird der Fall des gescheiterten Joint Ventures auf der Ebene sozialer Systeme rekonstruiert und im Workshop auf die Relevanz für die praktische Arbeit mit Familienunternehmen und mit Organisationen (als soziale Systeme) diskutiert. Im Fokus stehen dabei, dass nicht nur die inhaltliche Ausgestaltung, nutzenorientierte Kalkulation und vertragliche Regelung zum Scheitern des Joint Ventures geführt haben, sondern die Formen von Erwartungen, die die Zusammenarbeit betrafen und deren Enttäuschung emotionale Reaktionen hervorgerufen haben.

Der Vortrag lädt auch zur Diskussion im Zusammenhang mit der Beratung von Familienunternehmen ein.

Anmeldung erforderlich unter: impulse(at)uni-oldenburg.de

Eintritt:
10 € regulär
5 € erm. für Studenten
8 € erm. für aktuelle & ehemalige Teilnehmende der Weiterbildungen des C3L

Filmabend

25.06.2015 | 19:00 Uhr
Universität Oldenburg, BIS-Saal
Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg

Mediative Fachkompetenz trifft auf interessantes Filmmaterial 

Durch das Programm führt Dr. Markus Troja.

Beschreibung:

Anhand des Spielfilms "Der Gott des Gemetzels“ wollen wir mit Ihnen einen interessanten Filmabend genießen, der Impulse des Filmgeschehens aufgreift und in eine anregende Diskussion mit fachlichem Input zum Verständnis von Konflikten überleitet.

„Der Gott des Gemetzels“ beruht auf einem Theaterstück der französischen Dramatikerin Yasmin Reza, als Spielfilm 2011 meisterhaft in Szene gesetzt von Regisseur Roman Polanski, mit Jodie Foster, John C. Reilly, Kate Winslet und Christoph Waltz in den Rollen zweier Ehepaare.
Ausgangspunkt für die Handlung ist der Versuch zweier Elternpaare, sich über die Folgen eines Konfliktes zwischen ihren Kindern zu einigen. Nach und nach zeigen sich die Konfliktebenen in dieser Konstellation: zwischen den Paaren, zwischen den Ehepartnern und letztlich die Konflikte der handelnden Personen mit sich selbst. Der Film lässt unterschiedliche Betrachtungsweisen zu. Als bitterböse Gesellschaftssatire fragt er danach, ob klassische Familienkonstellationen in der modernen Lebenswelt noch funktionieren können? Als fesselndes Beziehungsdrama beleuchtet er bewusste und unbewusste Wünsche und Erwartungen aneinander. Und schließlich ist er eine philosophische Betrachtung über die Natur des Menschen. Ist dieser ein Gott des Gemetzels, egoistisch und rücksichtslos, oder doch im Grunde altruistisch und sozial?

Vor allem aber ist „Der Gott des Gemetzels“ aus systemischer Sicht ein Meisterwerk, denn die Faszination des Films entsteht weniger aus der tiefenpsychologischen Erklärung der einzelnen Figuren, sondern aus ihrer Beziehungsdynamik, dem Nicht-Verstehen und der Dysfunktionalität der Beziehungen zwischen den Paaren, zwischen den Partnern und zu sich selbst.

Dr. Markus Troja iist Mediator und Ausbilder in Mediation (BM), Systemischer Coach und Teamentwickler. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der Wirtschaftsmediation (innerbetriebliche Konflikte) sowie in der Mediation im öffentlichen Bereich (Erneuerbare Energien).

Anmeldung erforderlich unter: impulse(at)uni-oldenburg.de

Teilnahmegebühr
10 € regulär
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Lesung

28.05.2015 | 19:00 Uhr

Autorenlesung in Kooperation mit der CvO Unibuch Buchhandlung,
Schlaues Haus Oldenburg, Veranstaltungsraum 2 (V2), Schlossplatz 16, 26122 Oldenburg

Priv.-Doz. PD Joseph Rieforth, Oldenburg

Tiefenpsychologie trifft Systemtherapie

Beschreibung:

Joseph Rieforth liest für Sie aus seinem Buch "Tiefenpsychologie trifft Systemtherapie. Eine besondere Begegnung" und stellt sich anschließend Ihren Fragen.
Joseph Rieforth und Gabriele Graf verschmelzen im Buch zwei anerkannte Verfahren, die Tiefenpsychologie und die systemische Therapie. Die Synthese, die psychodynamisch-systemische Therapie,
- betrachtet psychische Belastungen und Störungen im sozialen und biografischen Kontext;
- integriert bewusste und unbewusste Anteile;
- fördert die Autonomie des Patienten bzw. Klienten;
- ermöglicht die Anwendung verschiedenster Interventionsformen.
Die Autoren zeigen, wie sich mit dieser neuen Kombination in einer Halt gebenden therapeutischen Beziehung die Basis für ein verändertes Fühlen und Handeln des Patienten bzw. Klienten schaffen lässt. Durch den Aufbau »narrativer Strukturen« entwickeln sich neue Geschichten, (Be-)Deutungen und Wirklichkeitsinterpretationen. Mit viel Kreativität und Wertschätzung wird Patienten und Klienten die Möglichkeit eröffnet, ihren aktuellen psychischen Konflikt zu verstehen und zu bearbeiten.
Der Abend richtet sich an tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapeuten, systemische Therapeuten und Berater sowie Psychoanalytiker.
Priv.-Doz. Dr. Joseph Rieforth,
Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut sowie systemischer Psychotherapeut (in eigener Praxis) ist Wissenschaftlicher Leiter und Begründer der Ausbildungsstätten und Hochschulambulanzen Psychotherapie an der Universität Oldenburg (C3L) und der Abteilung Beratung und Konfliktlösung.

Anmeldung erforderlich unter: impulse(at)uni-oldenburg.de

Eintritt frei

Workshop

18.04.2015 | 09:00 – 16:30 Uhr
Universität Oldenburg, A14 1-113
Uhlhornsweg 86, 26129 Oldenburg

Adrian Kunzmann, komet-beratung (CH-8400 Winterthur), Organisationsberater, Supervisor BSO

Umgang mit schwierigen Emotionen in Beratungs- und Therapieprozessen. Mit Doppeln wirkungsvoll intervenieren

Beschreibung:

Die Teilnehmenden lernen das Dialogisieren und Doppeln anzuwenden, um Emotionen gezielt und strukturiert in Konfliktsituationen aufzugreifen und konstruktiv in der Konfliktbearbeitung zu nutzen.
Der kürzeste Weg aus den zwischenmenschlichen Blockaden führt durch die schwierigen Gefühle hindurch. Auf diesem, manchmal bedrohlich wirkenden Weg, können die Konfliktprofis mit dem „Doppeln“ und „Dialogisieren“  die Beteiligten sorgfältig und sicher begleiten. Ziel ist, dass jeder seine subjektive Wahrheit ausdrücken kann und verstanden wird. Dies führt zu einer Klarheit, die beruhigt und zur Lösungssuche motiviert.
In diesem Workshop wird die Klärungshilfe nach Dr. Christoph Thomann vorgestellt. Inhaltliche Schwerpunkte sind das „Dialogisieren“, „Doppeln“ und die emotionspsychologischen Hintergründe.
Der Workshop richtet sich an Supervisoren, Therapeuten und Berater die in Konfliktsituationen tätig sind.

Leider ist die Veranstaltung bereits ausgebucht. Jedoch kann es immer wieder vorkommen, dass eine Teilnahme wieder storniert wird. Wir empfehlen Ihnen daher, sich per Mail in die Warteliste einzutragen. Sie bekommen dann umgehend Bescheid, sobald wieder ein Platz frei werden sollte: impulse(at)uni-oldenburg.de

Vortrag

13.02.2015, 19:00 Uhr, A07 0-030 (Hörsaal G)

Dr. Susanne Altmeyer
„Finsternis der Seele und Zärtlichkeit der Nacht – Wege in und aus der Depression“

Beschreibung:

Stellen Sie sich vor, um Sie herum und in Ihnen drin wird es immer dunkler und trüber. Die Lebendigkeit Ihrer Welt weicht einer bedrohlichen Stille, die fremd ist und Angst macht, und plötzlich ist alles anders, so als hätte Sie der Blitz getroffen, den Sie vielleicht aber gar nicht gemerkt haben und es bleibt dunkel, lange Zeit, und sie wissen nicht, wann es wieder heller wird.
So oder so ähnlich  empfinden es Menschen, die unter Depressionen leiden, und das sind nicht wenige. Depression ist ein Massenleiden. Nach Schätzungen leiden zurzeit ca. 4 bis 5 Millionen Menschen in Deutschland an einer Depression, jeder siebte macht im Laufe seines Lebens mindestens eine depressive Episode durch.
Aber was sind eigentlich Depressionen? Der Begriff "Depression" kommt aus dem lateinischen deprimere, niederdrücken. Was ist oder wird niedergedrückt? Die Lebensfreude, die Stimmung, der Antrieb - um die Ebene der Symptome anzuschauen? Ärger, Wut und Aggressionen, die sich vielleicht darunter verbergen oder, wenn wir auf die Entstehung schauen: Der Aufschrei und das Aufbegehren gegen Vernachlässigung, Gleichgültigkeit und Misshandlung in der Kindheit? Das Erwachsen sein müssen? Ist Depression ein unbewusster Versuch, ein Zuwenig der frühen Kindheit endlich doch noch zu bekommen? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen schlechter Laune, Traurigkeit und Depression? Ist Depression die klassische Zeitkrankheit der Gegenwart? Bedeutet Depression Entschleunigung unter den Bedingungen einer Beschleunigungsgesellschaft?
Ein praxisorientierter systemischer Vortrag über das Phänomen Depression.

Anmeldung erforderlich unter: impulse(at)uni-oldenburg.de

Eintritt:
10 € Externe
5 € erm. für Studenten
8 € erm. für aktuelle & ehemalige Teilnehmende der Weiterbildungen des C3L