EINBLICKE NR.26 OKTOBER 1997
 
FORSCHUNGSMAGAZIN DER CARL VON OSSIETZKY UNIVERSITÄT OLDENBURG
 

Nachrichten der Universitätsgesellschaft

Technologiezentrum muß gebaut werden

Auf die Dringlichkeit der Errichtung eines Technologiezentrums für Oldenburg hat noch einmal der Vorsitzende der Universitätsgesellschaft, Peter Waskönig, hingewiesen. Es sei unbedingt erforderlich, daß für WissenschaftlerInnen und HochschulabsolventInnen, die sich selbständig machen wollten, Arbeitsbedingungen geschaffen würden, die einen erfolgreichen Start als UnternehmerIn ermöglichten.

Technologiezentren sind bereits an vielen Universitäten mit großem Erfolg entstanden. Sie beherbergen in der Regel Firmengründungen von jungen WissenschaftlerInnen oder AbsolventInnen, denen besondere Konditionen eingeräumt werden, und Firmen, die besonders eng mit Instituten der Hochschule zusammenarbeiten wollen. In Oldenburg laufen Verhandlungen über ein Technologiezentrum bereits seit zwei Jahren.

Waskönig plädiert für einen Bau, dessen Miete unter 10 Mark pro Quadratmeter und Monat liegt. Es sei wichtig, die Hemmschwelle für "Unternehmenswillige" so niedrig wie möglich zu halten. "Es ist im Interesse der Region, gerade junge unternehmenswillige Menschen hier zu halten. Ein Technologiezentrum kann dafür wichtige Dienste leisten", betonte der Präsident der Universitätsgesellschaft, der optimistisch der Realisierung des Projektes entgegensieht.

 

In den Jahren 96/97 42 Projekte gefördert

42 Projekte hat die Universitätsgesellschaft Oldenburg in den Jahren 1996 und 1997 gefördert. In der Regel handelt es sich dabei um Unterstützungen von Tagungen, Exkursionen und Forschungsreisen. Die Zuschüsse liegen zwischen 250 und 2000 Mark. Im Rahmen des Wolfgang-Schulenberg-Stipendienprogramms, das ebenfalls von der Universitätsgesellschaft finanziert wird, wurden 1996/97 17 Studierende unterstützt, die so an Kongressen und Tagungen im Ausland teilnehmen konnten. Hier liegen die Zuschüsse zwischen 200 Mark für Teilnahme an einem Kongreß in Mell (Österreich) und 1800 Mark für die Mitwirkung an einer Konferenz in Honkong.

 

Zusammenarbeit mit anderen Vereinen

Die Universitätsgesellschaft will mit anderen kulturell und wirtschaftlich orientierten Vereinen und Verbänden in der Region zusammenarbeiten. Dabei geht es vor allem um die Abstimmung von Terminen, aber auch um die Organisation gemeinsamer Veranstaltungen. Absprachen sind deshalb sinnvoll, weil sowohl inhaltliche Doppelungen als auch zeitliche Überschneidungen vermieden werden.

 

Verleihung des Wachsmann-Preises

Am 13. November findet nach der ordentlichen Mitgliederversammlung die Übergabe des Gerhard Wachsmann-Preises der Universitätsgesellschaft statt. 10 Arbeiten von Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern liegen der Jury vor.

 

Firmenbesuch

Mit einem Besuch der Firma Hüppe (Bad Zwischenahn) am 24. September setzte die Universitätsgesellschaft ihre Reihe fort, Wissenschaft und Wirtschaft stärker zum gegenseitigen Verständnis zusammenzuführen.

 

484 Mitglieder

484 Mitglieder hat die Universitätsgesellschaft inzwischen. Nach Ansicht des Vorsitzenden Peter Waskönig zu wenig. "Leider wissen noch immer viele nicht, welche Bedeutung die Universität für die Region hat, sonst würden wir mehr Mitglieder haben. Die Universität ist unser Hoffnungsträger der Region", sagte Waskönig.