Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten

Die ZSB-Lernwerkstatt bietet allen Studierenden Beratung und Hilfe in Form von Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten an.

Workshops aus folgenden Themenbereichen werden angeboten:

Sie analysieren und bewerten die Bedeutung wesentlicher Themen und Konzepte und wenden adäquate Strategien und Methoden zur Bearbeitung fachrelevanter Fragestellungen an. Sie setzen sich mit grundlegenden und speziellen theoretischen Erkenntnissen sowie neueren Entwicklungen bzw. forschungsbezogenen Fragen auseinander. Die Aufgaben werden eigenständig und selbstverantwortlich in Kleingruppen bearbeitet und von den Dozenten intensiv begleitet.

Flyer Lernwerkstatt Wintersemester 2014/2015 [pdf]

Referate und Hausarbeiten

Referate umfassen, falls Lehrende keine weiteren Kriterien in den Veranstaltungen festlegen, in der Regel folgende Leistungen:

Dauer und Umfang des Vortrags werden vom Lehrenden festgelegt bzw. sind in den fachspezifischen Anlagen der Fächer festgelegt. Richtwerde hierzu können Sie auch der o. g. Handreichung entnehmen. In Absprache mit den Lehrenden können die Veranstaltungen durch die Referentinnen und Referenten vorbereitet und geleitet werden.

Der Vortrag sollte mit eigenen Worten frei referiert werden, es sollten keine zu ausführlichen Zitate wiedergegeben werden und Zitate müssen stets als solche gekennzeichnet werden. Die Vorbereitung eines Thesenpapiers und der Einsatz von Medien während des Vortrags sollte als Standard angenommen werden.

Ein Referat soll das Thema, z. B. die Thesen einer Autorin oder eines Autors bzw. die Kontroversen über ein Thema oder das Wissen über einen Gegenstand anhand der Studien möglichst genau darstellen und kritisch refklektieren. Die Darstellung des Themas sollte sich deutlich von eigener Kritik und individueller Einschätzung abgrenzen.

Hausarbeiten sollen i. d. R. eine selbst gewählte oder vom Lehrenden vorgegebene Fragestellung aus dem Themenbereich der Lehrveranstaltung anhand wissenschaftlicher Literatur (Literaturverzeichnis - weiterführende Literatur angeben) untersuchen. Gegenstand der Hausarbeiten sind die Untersuchungsergebnisse und die Gründe, die zu Schlussfolgerungen kommen lassen, nicht jedoch eigene Arbeits- und Erkenntnisprozesse. Auch für Hausarbeiten kann die o. g. Handreichung Richtwerte geben.

Grundsätzlich sollten schriftliche Arbeiten wie folgt aufgebaut sein:

1. Einleitung

  • Relevanz der Thematik
  • Zielsetzung der Ausarbeitung
  • Vorgehensweise zur Erreichung der Zielsetzung

2. Hauptteil

  • Begriffsklärung
  • Jedem Kapitel Struktur geben
  • Bezug zur Zielsetzung
  • Bedeutung des Kapitels für die Thematik
  • Abfolge der einzelnen Abschnitte im Kapitel

3. Schluss

  • Zusammenfassung
  • Wertung + Ausblick

Zur Fragestellung

Die Fragestellung ist der zentrale Punkt einer gelungenen wissenschaftlichen Arbeit. Ein Untersuchungsgegenstand hat vielfach aufgrund der Komplexität der Wirklichkeit und der ständigen Weiterentwicklung der politischen Erkenntnisse und Entscheidungen sehr viele Aspekte. Die Fragestellung sollte sich auf bestimmte Aspekte konzentrieren und damit ev. andere vernachlässigen, die ggf. auch wichtig und untersuchenswert sein könnten. Die Fragestellung gibt an, welcher Aspekt bearbeitet werden soll.

Zum Design einer Untersuchung

Auf der Grundlage einer Fragestellung sollte geklärt werden, wie dem aufgeworfenen Problem nachgegangen werden und in welchen Schritten die Argumentation folgen soll.

Zum Theoriebezug

Erkenntnisse können z. B. durch die Wechselwirkung von Theorie und Empirie entstehen. Theorien sind Konstruktionen (z.B. Modelle, allgemeine Zusammenhänge), die helfen können, empirische Beobachtungen zu ordnen, zu systematisieren und zu erklären. Innerhalb einer wissenschaftlichen Arbeit können Theorie und Empirie einander auf unterschiedliche Weise zugeordnet sein. Klarheit sollte darüber bestehen, welches Gewicht von Theorie und Empirie der Arbeit zukommen soll.

Zum Vorgehen

Wenn Fragestellung, Design der Arbeit und die Art des Theoriebezugs festgelegt sind, sollte entschieden werden, in welcher Abfolge und Relevanz die Argumentation folgen soll. Daraus ergibt sich dann die Gliederung der Arbeit. Alle Einzelschritte sollten einem 'roten Faden' folgen und in Bezug zueinander stehen.