Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Projektbeschreibung

Seit einigen Jahren wird die Qualifizierung von Fachkräften für die zukünftige Energieversorgung und -nutzung als eines der Kernbereiche der Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung diskutiert. Inzwischen ist ein - wenn auch kleines - Angebot an Studienangeboten zur ingenieurwissenschaftlichen Entwicklung und zum Management von Energiesystemen entstanden. Während damit die akademische Aus- und Weiterbildung von Fachkräften recht gut abgedeckt wird, sind nicht-akademische Qualifizierungsangebote noch Mangelware. Für die Umsetzung tragfähiger Entwürfe hin zu einer Energiewende bedarf es jedoch der Qualifizierung von Fachkräften, die auf operativer Ebene schnittstellenübergreifend zukunftsfähige Energiesysteme in der Praxis gestalten.

Das Verbundprojekt nahm sich dieser Aufgabe an und zielte dem Bedarf entsprechend auf die Fortbildung von Generalist(inn)en ab. Ziel war die Entwicklung, Erprobung, Evaluierung und Etablierung eines Fortbildungsgangs für Interessent(inn)en ohne Hochschulzugangsberechtigung zum/zur "Fachwirt/-in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (HWK)". Auf die Beförderung von Schnittstellenkompetenzen, System-Knowhow und generalistischem Verständnis ausgerichtet, wurden betriebswirtschaftliche mit technisch-gewerblichen Lerninhalten verzahnt. Methodisch-didaktisch wurden Ansätze des selbstorganisierten und arbeitsbezogenen Lernens mit Blended Learning-Ansätzen realisiert.

Im ersten Jahr des dreijährigen Vorhabens wurden empirische Erhebungen in Form von Expert(inn)en- und Abnehmer/-innen-Befragungen sowie Dokumentenanalysen durchgeführt, um Bedarfe und Qualifikationsanforderungen einer solchen Fortbildung zu erfassen. Auf dieser Basis wurden Handlungsfelder und Kompetenzziele für das Curriculum sowie die Prüfungsordnung entwickelt. Als beratende und begleitende Institution wurde ein Steuerungskreis, bestehend aus Akteur(inn)en der Berufsbildung, Wirtschaft und Kammern, eingerichtet. Im zweiten und dritten Jahr wurde die Fortbildungsmaßnahme mit 15 Fach- und Führungskräften von KMU durch das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e. V. Oldenburg umgesetzt sowie durch das Fachgebiet der Berufs- und Wirtschaftspädagogik laufend fachlich und auch methodisch-didaktisch begleitet und evaluiert. Ziel war die dauerhafte Implementierung der Fortbildung am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e. V. Oldenburg sowie der Erlass entsprechender Fortbildungsprüfungsregelungen durch die zuständige Stelle nach § 54 BBiG.

Projektleitung:

Prof. Dr. Karin Rebmann

Prof. Dr. Tobias Schlömer

Projektmitarbeiter/-in:

Daniel Feldkamp, B.A., M.Ed.

Heike Jahncke, B.A., M.Sc.

Christina Lüllau, B.A., M.Ed.