Ultraschnelle Nano-Optik

News-Archiv

31.03.2015

Nachwuchsforschergruppe von Martin Silies

In unserer Arbeitsgruppe nimmt am 01.04.2015 die Nachwuchsforschergruppe von Martin Silies ihre Arbeit auf. Diese vom BMBF im Rahmen des Nachwuchswettbewerbs "NanoMatFutur" auf der Grundlage des "Rahmenprogramms "Werkstoffinnovation für Industrie und Gesellschaft" geförderte Gruppe beschäftigt sich in den nächsten vier Jahren mit der Wechselwirkung von ultrakurzen Laserpulsen mit plasmonischen Nanostrukturen. Ziel des Projektes ist dabei die Entwicklung von ultraschnellen, auf Plasmon-Exziton-Wechselwirkung basierenden optischen Transistoren.

Pressemitteilung der Universität

Nachwuchsforschergruppe

12.12.2014

Cover des "Laserlab Forum"

Unsere Arbeiten zur Energieumwandlung in organischen Solarzellen werden nun auch auf dem Cover des "Laserlab Forum" gezeigt. Im zugehörigen Artikel von Giulio Cerullo werden die Ergebnisse aus der Kooperation mit den italienischen Forschungsgruppen um Cerullo und Elisa Molinari noch einmal anschaulich erklärt. 

Dezember-Ausgabe des Laserlab Forum

Link zur Internetseite von Laserlab Europe

25.11.2014

Preis der Lehre für Petra Groß und Christoph Lienau

Petra Groß und Christoph Lienau wurden nun von der Universität Oldenburg mit dem Preis der Lehre ausgezeichnet. Dieser alljährlich vergebene Preis wurde den beiden in der Kategorie Beste Lehrveranstaltung für ihr überzeugendes didaktisches Konzept in der Experimentalphysikvorlesung Elektrodynamik und Optik verliehen.

Link

06.06.2014

Die Arbeiten zur Ladungstransfer in organischen Solarzellen werden nun auch bei ProPhysik erwähnt.

http://www.pro-physik.de/details/news/6235851/Umwandlung_von_Licht_in_organischer_Solarzelle_erstmals_gefilmt.html

Die Pressemitteilung der Universität zu der Veröffentlichung finden Sie hier.

30.05.2014

Ergebnisse unserer Arbeit zum Ladungstransfer in organischen Solarzellen mit dem Titel „Coherent ultrafast charge transfer in an organic photovoltaic blend” von Sarah Falke et al. wurden jetzt im Science Magazine veröffentlicht. Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema.

25.01.2013

Experimentelle Ergebnisse zu Ultraschnellen Rabi-oszillationen in "nature photoncs" publiziert

Am 25. Januar 2013 wurden in Nature Photonics experimentelle Ergebnisse zu ultraschnellen kohärenten Rabi-Oszillationen veröffentlicht. Die beobachtete Kopplung von Exzitonen und Oberflächen-Plasmon-Polaritonen auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden kann als wichtiger Schritt hin zu optischen Computern gesehen werden. Ein Link zu dieser Arbeit findet sich unter Publikationen.

Elektronen aus Spitzen

Oldenburg. Wenn Licht in Strom oder chemische Energie umgewandelt wird – in Solarzellen zum Beispiel oder in Pflanzenzellen bei der Photosynthese – dann deshalb, weil die einfallenden Lichtstrahlen die Elektronen in den Materialien gezielt in Bewegung versetzen. Diese Elektronenbewegungen finden auf extrem kurzen Längenskalen von wenigen Nanometern (ein Nanometer ist der Milliardste Teil eines Meters) und auf ultraschnellen Zeitskalen von wenigen Femtosekunden (eine Femtosekunde ist der Billiardste Teil einer Sekunde) statt. Diese Vorgänge sind so komplex, dass sie sich selbst mit den bislang besten verfügbaren Mikroskopen nicht detailliert verfolgen lassen. Weltweit arbeiten daher Forscher intensiv an der Entwicklung neuer Techniken, um diese Prozesse sichtbar zu machen.
Physiker der Universität Oldenburg ist dabei ein entscheidender Durchbruch gelungen. In einem Artikel, der jetzt in der renommierten Fachzeitschrift "Nature Photonics" erschienen ist, berichten die Forscher der Arbeitsgruppe "Ultraschnelle Nano-Optik" unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Lienau erstmals über Experimente zur gezielten Beschleunigung von Elektronen aus einzelnen Goldspitzen durch ultrakurze Laserimpulse.
"Zusammen mit Partnern aus der Mailänder Forschergruppe von Prof. Dr. Giulio Cerullo haben wir einen speziellen Laser aufgebaut, der es uns erlaubt, extrem kurze Laserimpulse mit exakt einstellbarer zeitlicher Form des elektrischen Feldes zu erzeugen", erklärt Dr. Petra Groß, die das Projekt am Oldenburger Institut für Physik leitet. "Mit diesen so genannten phasen-kontrollierten Impulsen gelingt es uns, Elektronen aus einer wenige Nanometer großen Goldspitze herauszuschlagen und mit genau dosierter Kraft in eine durch das Lichtfeld vorgegebene Richtung zu beschleunigen." Dabei gehe es den Wissenschaftlern inzwischen wie einem erfahrenen Golfer, der die Flugbahn des Balles durch einen gefühlvollen Abschlag kontrolliere. Allerdings seien die Beschleunigungen um ein Vielfaches höher: Während beim Golfen etwa das Hundertfache der Erdbeschleunigung erreicht wird, werden die Elektronen mit einer trillionenfach höheren Beschleunigung von zehn hoch zwanzig auf etwa ein Hundertstel der Lichtgeschwindigkeit gebracht.

"Die Goldspitzen dienen uns als besonders gut definierter Abschlagpunkt für die Elektronen. Sie sind so einfach struktuBildriert, dass wir unsere experimentellen Ergebnisse gut mit Modellrechnungen vergleichen können. Wir lernen", so Lienau, "wie sich Elektronen auf solch kurzen Zeit- und Längenskalen bewegen." Dieses Wissen ist von zentraler Bedeutung für das Verständnis der noch komplexeren Elektronenbewegungen in technologisch relevanten Bauelementen wie Solarzellen. Die Oldenburger Wissenschaftler arbeiten daher intensiv daran, die neu entwickelten experimentellen Techniken zur Aufklärung von Energiewandlungsprozessen in Solarzellen und biologischen Nanostrukturen zu nutzen.

Den in der  Fachzeitschrift erschienenen Artikel finden Sie hier.

Auf dem Bild ist die gemessene Energieverteilung der Elektronen der aus den Elektronen herausgeschlagenen Elektronen dargestellt.

Publikation zur erzeugung von fs-elektronenpulsen in "Physical Review Letters"erschienen

Unsere Gruppe konnte nun Ergebnisse zur Erzeugung von ultrakurzen Elektronenpulsen in "Phyiscal Review Letters" veröffentlichen. In der Arbeit werden die Trajektorien von Elektronen, die aus einer nm-großen Metallspitze durch ultrakurze Laserpulse emittiert weden, experimentell untersucht und mit Simulationen verglichen. Die bei der Erzeugung dieser Elektronenpulse vorherrschenden physikalischen Prozesse konnten so bestimmt werden. Ein Link zu dieser Publikation findet sich in Publikationen

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links: Björn Piglosiewicz bei der Justage des Lasersystems, mit dem ultakurze Elektronenpulse erzeugt werden. rechts: Prof. Dr. Christoph Lienau und Dr. Petra Groß haben das Experiment betreut.

Publikation in Nature Photonics

Am 25. Januar 2013 wurden in Nature Photonics experimentelle Ergebnisse zu ultraschnellen kohärenten Rabi-Oszillationen veröffentlicht. Die beobachtete Kopplung von Exzitonen und Oberflächen-Plasmon-Polaritonen auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden kann als wichtiger Schritt hin zu optischen Computern gesehen werden. Ein Link zu dieser Artbeit findet sich unter  Publikationen.

Am 08.02.2013 gab Christoph Lienau zu diesem Thema ein Radiointerview im Wissenschaftsmagazin "Logo" auf NDR Info. Der Link zum Podcast der Sendung finden Sie hier, ein Audiomitschnitt des Interviews können Sie sich hier herunterladen.

Arbeiten der Gruppe zur Lokalisierung von Licht in "Nature Photonics"veröffentlicht

Am 16. April 2012 erschien in Nature Photonics ein Artikel unserer Gruppe zur Lokalisierung von Licht. In diesem wird beschrieben, wie es erstmal gelungen ist, die Speicherung (Lokalisierung) von Licht in ungeordneten dielektrischen Medien zeit- und ortsaufgelöst zu beobachten. Ein Link zu dieser Publikation findet sich in Publikationen.


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Manfred Mascheck im Labor, in dem die Lokalisierung von Licht in ZnO unterucht wurde.

20.03.2009 - Artikel zu unseren Forschungsaktivitäten in "Neues Deutschland"

Am 14. März 2009 erschien in der Zeitung "Neues Deutschland" der Artikel "Lichtspeicher im Metall" zu unseren Untersuchungen, wie Licht und Elektronen in Nanostrukturen miteinander wechselwirken.

23.02.2009 - Neuer Übersichtsartikel in "Laser and Photonics Reviews"

Parinda Vasa and Robert Pomraenke haben kürzlich zusammen mit Claus Ropers von der Universität Göttingen einen umfassenden Übersichtsartikel in Laser and Photonics Reviews veröffentlicht. Der Artikel stellt verschiedene Forschungsthemen in der "Ultraschnellen Nano-Optik" vor, mit denen sich unsere Gruppe derzeit befasst.
Zu den Beispielen gehören Untersuchungen des ultraschnellen, nichtlinearen Verhaltens einzelner Halbleiter-Quantenpunkte, der Entwurf neuartiger, nanoskaliger Elektronenquellen und das Studium der ungewöhnlichen Effekte, die auftreten, wenn reine Metall- und Metall-Halbleiter-Hybrid-Nanostrukturen mit Licht interagieren.

19.09.2008 - Neue Artikel in "Physical Review Letters" und "Physical Review Focus"

"Coherent Exciton-Surface-Plasmon-Polariton Interaction in Hybrid Metal-Semiconductor Nanostructures" von Vasa et al., veröffentlicht in Phys. Rev. Lett.

Präsentation des PRL-Artikels von Vasa et al. in Physical Review Focus

Pressemitteilung der Universität

08.09.2008 - "Ultraschnelle Nano-Optik" wird DFG-Schwerpunktprogramm

Weitere Informationen finden Sie hier.

Stellenangebot

In der Abteilung "Ultraschnelle Nano-Optik" am Institut für Physik der Universität Oldenburg ist die Stelle einer/eines

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Wissenschaftlichen Mitarbeiters
(TV-L E14)

zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet für einen Zeitraum von zunächst drei Jahren gemäß Wissenschaftszeitvertragsgesetz zu besetzen. Die Möglichkeit zur Habilitation oder zur Erbringung äquivalenter Qualifikationsleistungen wird ausdrücklich geboten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Oldenburger Physikerin gewinnt bedeutenden Forschungspreis in Indien

Die indische Wissenschaftlerin Frau Dr. Parinda Vasa forscht gegenwärtig als Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. C. Lienau am Institut für Physik der Universität Oldenburg. Sie leitet dort ein Projekt, in dem in Zusammenarbeit mit der Gruppe von Prof. Dr. E. Runge von der TU Ilmenau die optischen Eigenschaften von neuartigen Metall-Halbleiter-Nanostrukturen untersucht werden. Es soll erforscht werden, ob sich hieraus neuartige Nanolaser entwickeln lassen.

Für dieses Projekt wurde Frau Dr. Vasa nun eine besondere Auszeichnung zuteil. Frau Vasa wurde von der indischen Akademie der Wissenschaften (INSA) die INSA-Medaille für Nachwuchswissenschaftler 2007 verliehen. Dieser Preis stellt die höchste indische Ehrung für junge Nachwuchswissenschaftler dar und wird jährlich an nur etwa 15 Forscher unter 35 Jahren aus allen Fachbereichen vergeben. Der Forschungspreis wird im Dezember 2007 durch den indischen Präsidenten in Delhi verliehen.

Das Institut für Physik gratuliert Frau Vasa zu dieser ehrenvollen Auszeichnung. Wir freuen uns, dass Frau Vasa die Universität Oldenburg für ihre Forschungsarbeiten ausgewählt hat, danken der Alexander von Humboldt-Stiftung für die großzügige finanzielle Unterstützung und wünschen Frau Vasa viel Erfolg für ihre Arbeit und viel Freude am Leben in Oldenburg.

Die Preisträgerin

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