22.05.2015 Lesung mit Lutz van Dijk "Endlich den Mut" - Briefe von Stefan T. Kosinski (1925 - 2003)
19 Uhr | Bibliothekssaal

Stefan ist 17 Jahre, als er 1942 wegen eines Liebesbriefes an einen jungen deutschen Soldaten im besetzten Polen zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt wird. Den Zweiten Weltkrieg, die Jahre der Folter, Gefangenschaft und Erniedrigung bis Mai 1946 überlebt der Junge Pole nur knapp.

Mit 65 Jahren begegnet er dem 30 Jahre jüngeren  Deutsch-Niederländer Lutz van Dijk und verfasst mit ihm zusammen das Jugendbuch "Verdammt starke Liebe", bis heute das einzige Jugendbuch zur Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit weltweit und seitdem in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Gut zwölf Jahre korrespondierten beide - bis kurz vor Stefans Tod 2003. Seine erst nun veröffentlichten Brief dokumentieren die spannende Bewusstwerdung eines ehemals verfolgten schwulen Mannes, sein beinah rauschhaftes Coming-Out aus seiner ersten Lesereise in die USA bis hin zu den erneut aufkommenden tiefen Ängsten zum Ende seines Lebens.

 

Lutz van Dijk, Dr. phil., geboren in Berlin, zuerst Lehrer in Hamburg, später Mitarbeiter der Anne Frank Stiftung in Amsterdam. Seit 2001 als Mitbegründer der Stiftung HOKSIA für von AIDS betroffene Kinder und Jugendliche in Kapstadt. Seine Bücher für Erwachsene und Jugendliche wurden in viele Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Jugendliteraturpreis von Namibia 1997 und dem Gustav-Heinemann Friedenspreis 2001.

2003 erhielt er für sein Engagement für die Rechte von Homosexuellen den Rosa Courage Preis von Gay in MAy, Osnabrück. 2009 wurde ihm die Poetik-Ehrenprofessur der Universität Oldenburg verleihen. Er lebt und arbeitet heute in Kapstadt.








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