Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Rechtsinformatik

Rechtsinformatik-Stiftung mit Sitz in Oldenburg

Vorsitzender ist der Oldenburger Rechtsinformatiker Prof. Dr. Jürgen Taeger

Oldenburg. Die Ende 2004 gegründete Deutsche Stiftung für Recht und Informatik (DSRI) hat ihre Tätigkeit in Oldenburg aufgenommen. Zweck der Stiftung ist die Förderung der universitären und beruflichen Ausbildung von Juristen und Informatikern, die sich mit Fragen des Informationsrechts und der Rechtsinformatik befassen. Dazu gehören Förderung und Organisation von wissenschaftlichen Veranstaltungen und Fortbildungsseminaren, die Vergabe von Stipendien, Preisen, Beihilfen oder ähnlichen Zuwendungen sowie die Mitwirkung an Aus- und Weiterbildungsangeboten von Hochschulen.

Zu den Stiftern gehören bedeutende Unternehmen wie die DaimlerChrysler AG aus Stuttgart und der Anbieter juristischer Datenbanken, die LexisNexis GmbH aus Münster. Die bundesweit engagierte Stiftung hat sich für Oldenburg als Sitz entschieden, weil die Rechtsinformatik an der Universität Oldenburg einen bedeutenden Schwerpunkt bildet und ihr in der Oldenburger Innenstadt eine Immobilie für Büro- und Seminarräume gestiftet wurde. Auch die Entwicklung der Stadt zu einem bedeutenden Standort für IT-Unternehmen hat ein günstiges Klima für die Entscheidung zugunsten Oldenburgs bereitet.

Vorsitzender der Stiftung ist Prof. Dr. Jürgen Taeger, Direktor des Instituts für Rechtswissenschaften an der Oldenburger Universität, dem prod. Dr. Benedikt Buchner (Universität Bremen), der Justiziar Rechtsanwalt Dr. Matthias Baumgärtel (EWE TEL GmbH, Oldenburg) und Rechtsanwältin Dr. Irini Vassilaki (Athen) zur Seite stehen. Dem Stiftungsrat steht Prof. Dr. Alfred Büllesbach (Konzerndatenschutzbeauftragter der vormaligen DaimlerChrysler AG i.R) vor; weitere Mitglieder sind Prof. Jörg Menno Harms (HewlettPackard GmbH), Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ulrich Sieber (Max-Planck-Institut Freiburg) und die Rechtsanwälte Prof. Dr. Jochen Schneider (München) und Dr. Ursula Widmer (Bern/Schweiz).

Erstmals öffentlich aufgetreten ist die Stiftung auf der Computer-Messe CeBIT im März 2005 in Hannover, wo sie mit dem Heise Zeitschriftenverlag Podiumsdiskussionen über die „Zukunft der Privatkopie“ und „Softwarepatente“ veranstaltete. Die über das Internet zugänglichen Filmaufnahmen wurden bereits über eine Million Mal abgerufen.

Die Stiftung hat den DSRI-Wissenschaftspreis und den DSRI-Nachwuchspreis ausgelobt, der herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Rechtsinformatik auszeichnet. Zu den Themen gehören IT-Recht, EDV-Vertragsrecht, Rechtsschutz von Soft- und Hardware, Telekommunikations- und Medienrecht, Internet- und E-Commerce-Recht, arbeitsrechtliche Aspekte, Computerkriminalität sowie Datenschutzrecht.


Auf dem Bild (v. l): Die Stifter Prof. Dr. Jürgen Taeger (DSRI-Vorsitzender), Dr. Andreas Bock (LexisNexis GmbH), Prof. Friedrich Portheine, Prof. Alfred Büllesbach (DaimlerChrysler AG). Foto: DSRI

Ansprechpartner:
Homepage:
Prof. Dr. Jürgen Taeger
www.dsri.deLink nach aussen