Didaktik und Geschichte der Physik

Aktuelles aus der Abteilung Didaktik und Geschichte der Physik 

2017

Unter dem Motto „Ursache – Strömung – Wirkung“ stellen Doktoranden und Studierende der Universität Oldenburg bis zum 14. Juli physikalische Exponate im Nationalparkhaus Dangast aus. Am Donnerstag, 13. Juli, laden die Akteure ab 14.00 Uhr zu einem „Tag der Offenen Tür der Strömungsexperimente“ ein – mit diversen Sonderaktionen rund um das Thema Strömungen (Nationalparkhaus, Zum Jadebusen 179). Die Kooperation zwischen Physikdidaktik und Nationalparkhaus wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU gefördert und soll das regionale Bildungsangebot erweitern. Gleichzeitig dient der Weiterentwicklung der Angebote des Nationalparkhauses.

Hier der Flyer zur Veranstaltung.

2016

Die Arbeitsgruppe freut sich sehr Josefine Hofmann als neue Doktorandin zu begrüßen.

2016

Vortrag im Bremen-Oldenburg-Kolloquium zur Didaktik der Naturwissenschaften am 30.8.16 um 18:00 Uhr

Prof. Dr. Dimitrios Stavrou Professor of Science Education, University of Crete, Faculty of Education: Bildungsnetzwerke aus Schulen, Lehrerbildung, Forschungsinstituten und Science Centern – wie komplex dürfen und müssen sie sein?

Ein Trend im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht und in der MINT-Lehrerbildung geht dahin, außerschulische Lerngelegenheiten im Schülerlabor und z.B. in Science Centern als Bereicherung oder Ausgleich eigener Angebotsdefizite zu integrieren. Als zusätzliche Akteure widmen sich auch Forschungsinstitute der Bildungsarbeit, u.a. um die Akzeptanz ihrer Forschung zu erhöhen und dabei den Wissenstransfer in die Allgemeinbevölkerung zu fördern. Die komplexen Interaktionen erfordern einen hohen Aufwand der Koordination, bieten aber viele Chancen für Unterricht und Lehrerbildung. Im Rahmen des EU-Projekts IRRESISTIBLE bildete sich in Griechenland ein solches Netzwerk mit dem Ziel, eine community of learners zu sein. Lehrkräfte der MINT-Fächer, Fachdidaktiker/innen, Ausstellungsfachleute aus Museen und Science Centern sowie Fachwissenschaftler/innen wirken bei IRRESISTIBLE mit.
In einer ersten Projektphase wurde ein Unterrichtsmodul zur Nanotechnologie entwickelt und an fünf Schulen implementiert; das Modul führte in die fachlichen Grundlagen der Nanoscience ein und umfasste auch Fragen zur Verantwortung fachwissenschaftlicher Forschung und Entwicklung (responsible research and innovation) (entwickelt vom griechischen Partner). In der zweiten, disseminierenden Projektphase betreuten die Lehrkräfte der ersten Phase weitere Lerngemeinschaften mit Lernkräften aus elf Grundschulen und 21 Schulen mit den Sekundarstufen I und II. In dieser Phase wurden zusätzlich Module zu den Themen Plastik – Fluch der Meere (vom deutschen Partner) sowie Gesundheit im Alter (vom niederländischen Partner) entwickelt und erprobt.
Im Vortrag wird berichtet, wie die teilnehmenden Schüler/innen und Lehrkräfte mit den Forschungsinstituten und Science Centern zusammenarbeiten, wie die Schüler/innen selbst erarbeitete Ergebnisse im Rahmen einer Ausstellung im Science Center einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen und welche Rolle in diesem Bildungsnetzwerk Lehr-Lern-Labore an der Universität für Lehramtsstudierende spielen.
ORT: Campus Wechloy, Raum W2-1-143
ZEIT: Dienstag, 30.8.2016, 18:00 Uhr (zuvor ab 17 Uhr Sektempfang und Kuchen in den Räumen der Physikdidaktik)

2016

physiXS on tour - Studierende entwickeln Experimentierangebot für Flüchtlingskinder

Für die geflüchteten Kinder der Unterkunft in Tweelbäke gestalten Oldenburger Lehramtsstudierende der Physik einen Experimentiernachmittag zum Bau von kleinen Seegelbooten. „Es geht darum, den Kindern im Flüchtlingsheim in den Schulferien eine physikalische Anregung zu bieten und darum, dass wir unsere Experimentierkonzepte ausprobieren können. Mit den Verständigungsproblemen müssen wir natürlich umgehen.“, erklären die zukünftigen Physiklehrerinnen Meike Kröger und Tanja Richter.

Es werden Experimente zum Bau von Segelbooten entworfen, über die sich die Studierenden und die Flüchtlingskinder im Alter von 9-13 Jahre ohne viele Worte austauschen. Im Vordergrund steht die Freude am Ausprobieren, Testen und Weiterentwickeln im Sinne des Forschenden Lernens. Gemeinsam mit den Studierenden bauen die Kinder aus Styrodurplatten und Resten von Segeltuch ihre eigenen Segelboote, die in einem anschließenden Rennen gegen die Boote der anderen antreten. Ein drei m2 großes Wasserbassin kommt zum Einsatz, in dem die Boote der Kinder mit Hilfe von großen Ventilatoren angetrieben werden. „Es ist schön, die Kinder beim Konstruieren und Erproben ihrer Segelboote zu begleiten. Alle haben einen riesen Spaß und es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Obwohl man unterschiedliche Sprachen nutzt, versteht man sich und es werden Grenzen überschritten.“, beschreibt Doktorandin Christin Sajons den Experimentiernachmittag im Juli. Da das Angebot von den Kindern sehr gut angenommen wird, sind ähnliche Aktivitäten angedacht.

„Auch die Deutsche Physikalische Gesellschaft DPG unterstützt derartige Angebote seit der Jahreswende unter dem Motto ‚Physik für alle‘. Lernen, Lehren und gesellschaftliche Verpflichtung kommen hier zusammen.“ erklärt Prof. Dr. Michael Komorek, Leiter der Physikdidaktik, der die Studierenden zusammen mit Frau Sajons betreut.

Christin Marie Sajons, Doktorandin der Physikdidaktik, erhält Auszeichnung

Christin Marie Sajons, Doktorandin der Physikdidaktik, erhält für ihre Masterarbeit mit dem Titel „Konstruktion und Erprobung eines Epochenunterrichts zur Ambivalenz von Kunststoffen – Schwerpunkt: Entwicklung einer Lehrerhandreichung“ eine Auszeichnung der Fakultät V, die im Rahmen einer Feierstunde des Didaktischen Zentrums Ende Juni  übergeben wird.

Die Arbeit ist angesiedelt in einem von der DBU geförderten Kooperationsprojekt mit der Hermann Lietz-Schule und dem Umweltbildungszentrum Wittbülten, beide auf Spiekeroog. Frau Sajons hat im Jahr 2015 in hervorragender Weise zusammen mit anderen Studierenden und Lehrkräften der Hermann Lietz Schule einen fächerübergreifenden Unterricht entwickelt und ihn in einem dreitägigen Projekt erprobt. Inhaltlich geht es um die Ambivalenz von Kunststoffen, ihren hohen Nutzen für Medizin, Technik und Alltag und ihren Schaden für Mensch und Natur durch Makro- und Mikromüll. Der Unterricht hat unterschiedliche disziplinäre Perspektiven auf ein komplexes Problemfeld zusammengebracht und das Thema für SchülerInnen der 5.-7. Klassen adressatengerecht didaktisch rekonstruiert. In der schriftlichen Fassung der Arbeit gelingt es Frau Sajons vorbildlich, den Unterricht mit dem UNESCO-Bildungskonzept der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung BNE zusammenzuführen und zudem ein innovatives Konzept für eine hypertextorientierte Lehrerhandreichung zu entwickeln. Die Didaktiken der Fakultät V sind sich einig, dass die Arbeit auf höchsten Niveaus verfasst ist und die verschiedenen Ansätze der Fächer der Fakultät, BNE in Schule und Lehrerbildung zu verankern, hervorragend repräsentiert.

Mit Frau Sajons wird eine aufstrebende, vielseitig interessierte und talentierte Jungwissenschaftlerin ausgezeichnet.

Die Arbeitsgruppe gratuliert Frau Sajons!

Berichterstattung über das Schülerlabor physiXS

Im Onlinemagazin der Deutschen Telekom Stiftung wird das Oldenburger Schülerlabor physiXS sowie die Promotionsprojekte von Marko Mansholt und Steffen Smoor vorgestellt.

MINT-Lehrerbildung neu denken!

Land fördert Graduierten-Programm zum Thema "MINT-Lernen in informellen Räumen"

 

Insgesamt 43 Anträge der Hochschulen waren beim Niedersächsischen Wissenschaftsministerium (MWK) eingegangen, wovon zwölf landesweit gefördert werden. Die Universität Oldenburg koordiniert davon künftig drei neue Promotionsprogramme zu den Themenbereichen Meeresanalytik, Migrationsgesellschaft und zum außerschulischen naturwissenschaftlich-technischen Lernen, vgl. http://www.mwk.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/niedersachsen-foerdert-den-wissenschaftlichen-nachwuchs-141623.html
Wissenserwerb in den MINT-Disziplinen steht im Mittelpunkt des Programms, das die Universität in Kooperation mit den Universitäten Hannover, Vechta, Odense (Dänemark) und Rethymno (Griechenland) sowie rund 15 außerschulischen Bildungseinrichtungen auflegt. 12 Lichtenberg-Stipendien des Landes werden im Programm vergeben, eine wird der Oldenburger Physikdidaktik zugeordnet, die das Programm mit koordiniert. Insgesamt beträgt die Fördersumme über 800.000 Euro. Wie das Lernen in Nationalparkhäusern, Science Centern, Schülerlaboren oder Umweltzentren abläuft, inwieweit dort Prozesse forschenden Lernens erfolgreich initiiert und wie regionale Angebote sinnvoll aufeinander bezogen werden können, sollen Nachwuchswissenschaftler in diesem Programm untersuchen und dabei abgestimmte Lehr-Lern-Konzepte zu entwickeln helfen.
Die vierjährige Laufzeit des Projekts geht von Oktober 2016 bis September 2020.

 

DBU-Projekt "Klimawandel und die physikalische Dynamik des Wattenmeeres" bewilligt worden

 

Sich gesellschaftlich herausfordernden Bildungsthemen wie dem Klimawandel oder dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu widmen, ist in der Physikdidaktik noch wenig im Fokus. Das mit rund 230.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt thematisiert die physikalischen Mechanismen im Watt und in den küstennahen Meeren. Für Schulen und außerschulische Lernorte sollen Lernmaterialien und Exponate erstellt und in der Praxis erprobt werden. Zudem soll die Kombination aus Unterricht vor Ort, etwa auf der Insel Spiekeroog, und dem Lernen im Schülerlabor physiXS einen bislang weißen Fleck in der Umweltbildung ausfüllen. Im Projekt sollen Aspekte der Meeres- und Küstendynamik vor dem Hintergrund des Klimawandels fachlich analysiert, didaktisch aufbereitet und insbesondere in die Nationalparkhäuser Niedersachsens Eingang finden. Die zu entwickelnden Materialien und Fortbildungskonzepte für Lehrer sollen dabei die Perspektiven weiterer Naturwissenschaften und der Schulpädagogik einschließen.
Zu den Kooperationspartnern zählen die Hermann Lietz Schule und das Nationalparkhaus auf Spiekeroog sowie der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Klaus Zierer. Die Laufzeit des Projekts ist von Mitte 2016 bis Mitte 2019. Zwei DoktorandInnen werden in dieser Zeit die Oldenburger Physikdidaktik verstärken.

Die NWZ berichtet hier über das Projekt der Physikdidaktik und weiterer Fachdidaktiken der Uni Oldenburg

Experimentierangebot im Schülerlabor physiXS in den Osterferien.

  • Laborangebot 1: Alter 10-12, Freitag 18.3., 10-13 Uhr und Montag, 21.3. 10-16 Uhr inkl. Mittagessen, Titel: Auf Schatzsuche mit dem eigenen Tauchboot (hierbei geht es um Experimente zum Schweben, Schwimmen und Sinken im Wasser, mit deren Hilfe man einen Unterwasserschatz finden kann)
  • Laborangebot 2: Alter 12-14, 22.-24.3., drei Vormittage di, mi, do von 10-13 Uhr, Titel: Solar- und Windenergie: Nachhaltige Energiegewinnung mit eigenen Experimenten untersuchen (in diesem Angebot wird mit Solarzellen und Windrädern gearbeitet, um in einem Wettbewerb vorn zu liegen)
  • Laborangebot 3: Alter 11-13, 22.-24.3., drei Nachmittage di, mi, do von 14-17 Uhr, Titel: Mit dem Golfstrom auf Achterbahnfahrt - wodurch sich Wasser in Bewegung setzt (hierbei dreht es sich um die Untersuchung der Frage, wie und wodurch der Golfstrom funktioniert und wie er unser Klima beeinflusst)

Ein Vorbericht der NWZ über die Aktion findet sich (Link).

Die Aktion war ein voller Erfolg. Die Oldenburger online Zeitung berichtete (Link).

 

 

2014

Experimentieren im Physikunterricht: Neues Themenheft erschienen

Die ehemaligen AG-Mitglieder Jun.-Prof. Dr. Susanne Heinicke und Dr. Dennis Nawrath haben in der Zeitschrift "Naturwissenschaften im Unterricht - Physik" ein Themenheft mit dem Titel "Experimentieren gestalten" herausgegeben. Sebastian Peters aus unserer Arbeitsgruppe hat als Autor an drei Beiträgen mitgewirkt.

Das Heft bietet einen umfassenden Blick auf die Chancen und Grenzen des Experimentierens im Physikunterricht, wobei u.a. auch auf Möglichkeiten zur Diagnose von Experimentierkompetenz eingegangen wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

2013

Berufung von Frau Dr. Susanne Heinicke

Frau Dr. Susanne Heinicke, seit März 2012 Akademische Rätin in unserer Argbeitsgruppe, hat einen Ruf auf die Juniorprofessur am Institut für Didaktik der Physik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster erhalten. Sie hat den Ruf angenommen und wird Ihren Dienst ab dem 1. Januar 2014 antreten.

Susannes Promotion mit dem Titel "Aus Fehlern wird man klug. Eine genetisch-didaktische Rekonstruktion des 'Messfehlers'" wurde im Jahr 2012 mit dem Nachwuchspreis der GDCP ausgezeichnet.

Die Arbeitsgruppe gratuliert herzlich zu der Berufung und wünscht einen guten Start am neuen Arbeits- und Wohnort.

Sammelband "Der lange Weg zum Unterrichtsdesign" im Waxmann-Verlag erschienen

Im Waxmann-Verlag ist der Sammelband "Der lange Weg zum Unterrichtsdesign. Zur Begründung und Umsetzung fachdidaktischer Forschungs- und Entwicklungsprogramme" erschienen, an dem Dennis Nawrath, Anja Kizil und Eva-Maria Pahl aus unserer Arbeitsgruppe mit Beiträgen zu ihren Arbeiten mitgewirkt haben. Unser Arbeitsgruppenleiter Prof. Dr. Michael Komorek, der den Sammelband zusammen mit Prof. Dr. Susanne Prediger aus Dortmund herausgibt, ist zudem als Autor an mehreren Beiträgen beteiligt. Der im Rahmen der GFD-Reihe "Fachdidaktische Forschung" erschienene Band stellt die Entwicklung und Erforschung von Unterrichtsdesigns im Rahmen der Forschungsprogramme "FUNKEN" (Dortmund) sowie "ProDid" und "ProfaS" (Oldenburg) dar.

Komorek, M. & Prediger, S. (2013): Der lange Weg zum Unterrichtsdesign. Zur Begründung und Umsetzung fachdidaktischer Forschungs- und Entwicklungsprogramme. Münster: Waxmann.

Stipendien für Studierende

1) Ina Ermeling und Stephan Christ haben jeweils ein vom Präsidium und den Fakultäten ausgeschriebenes so genanntes Mobilitätsstipendium im Umfang von einmalig 500 Euro erhalten. Sie werden das Stipendium nutzen, um im August und im September 2013 nach Kreta zur Universität von Heraklion, Standort Rethymno zu fahren. Dort werden sie Schülerinnen und Schüler im Schülerlabor der Naturwissenschaftsdidaktik beim Experimentieren beobachten und die entsprechende Lernumgebung mit gestalten. Betreut werden sie vor Ort von Prof. Dr. Dimitrios Stavrou, mit dem die AG seit Langem eine Kooperation unterhält. Die aufgenommenen Daten werden Ina und Stephan für ihre von M. Komorek betreuten Bachelorarbeiten nutzen.

2) Maike Sürken erhält ein Stipendium der Telekomstiftung, welche im Rahmen ihres Programms FundaMINT angehende MINT-Lehramtsstudierende für vier Semester mit je 800 Euro pro Monat unterstützt.

2012

Disputation von Eva-Maria Pahl

Am 27.11.2012 hat Eva-Maria Pahl aus unserer AG im Schlauen Haus in Oldenburg erfolgreich zum Thema „Vorstellungen von Lehrpersonen aus dem Sach- und Physikunterricht zum Thema Energie und dessen Vermittlung“ disputiert. Sowohl ihre Dissertation als auch die Disputation wurden mit magna cum laude bewertet.

Eva hat von 2003 bis 2009 die Fächer Mathematik und Physik mit dem Berufsziel gymnasiales Lehramt an der Universität Oldenburg studiert. Im Anschluss hat sie eine Stelle als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Energiebildung für eine nachhaltige Energieversorgung und Energienutzung" in unserer AG angetreten. Ihre Promotion fertigte sie im Rahmen des Promotionsprogrammes ProfaS an.

Eva wird zu Beginn des nächsten Jahres ihr Referendariat in Baden-Württemberg antreten. Die Arbeitsgruppe gratuliert zu der erfolgreichen Promotion und wünscht Eva einen guten Start in den Lehrerberuf.

 

Nachwuchspreis für Dr. Susanne Heinicke

Frau Dr. Susanne Heinicke, Akademische Rätin unserer AG, hat den Nachwuchspreis der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP) bekommen. Der Nachwuchspreis der GDCP würdigt besonders herausragende Dissertationen oder Habilitationsschriften auf dem Gebiet der Didaktik der Chemie oder der Didaktik der Physik. Er ist mit 1.000 Euro dotiert und wurde Susanne auf der Jahrestagung der GDCP in Hannover verliehen.

"Aus Fehlern wird man klug. Eine genetisch-didaktische Rekonstruktion des 'Messfehlers'", so das Thema ihrer Dissertation, die unser ehemaliger AG-Leiter Dr. Falk Riess betreute. In ihrer Studie untersucht Susanne die Fehlerbehandlung in der messenden Wissenschaft. Sie zeigt anhand fachlicher und historischer Analysen: Der Umgang mit der begrenzten Genauigkeit experimenteller Daten bildet bis heute eine wesentliche Grundlage der Arbeitsweise der Physik. Mithilfe von Online-Befragungen, Interviews und Videostudien hat sie auch das Verständnis und die Verarbeitung von Messfehlern durch Physikstudierende untersucht. Aus diesen Ergebnissen entwickelte sie didaktische Leitlinien zu einer alternativen Behandlung von Messunsicherheiten in der Lehre.

Susanne arbeitet seit Beginn dieses Jahres in der Arbeitsgruppe "Didaktik und Geschichte der Physik". Zuvor studierte sie Physik an den Universitäten Bonn, Kapstadt und Oldenburg. Die Dissertation ist im Logos-Verlag, Berlin erschienen (siehe hier).