Stipendien

Deutschland Stipendium

Seit 2011 fördert das Deutschland-Stipendium leistungsstarke und engagierte Studierende. Die Förderung umfasst monatlich € 300,- und wird zur einen Hälfte vom Bund, zur anderen Hälfte von privaten Mittelgebern übernommen. Das Stipendium soll dem Fachkräftemangel entgegenwirken und den Wissens- und Wirtschaftsstandort Deutschland fördern. Das Stipendium kann für mindestens zwei Semester, maximal für die gesamte Regelstudienzeit bewilligt werden. Alle an einer deutschen Hochschule Immatrikulierten können sich auf das Stipendium bewerben, sofern die jeweilige Universität an dem Programm teilnimmt. Voraussetzung sind neben guten Leistungen gesellschaftliches Engagement oder besondere persönliche Leistungen (wie z.B. die Überwindung von Hürden in der Bildungsbiographie).

Stiftungen

Filosofia Italiana-Stiftung

Die in Oldenburg ansässige Stiftung verschreibt sich der Förderung von wissenschaftlicher Forschung über neue italienische Philosophie sowie von wissenschaftlichen Kontakten zu italienischen Philosophen. Ihr langfristiges Ziel ist die Errichtung einer Forschungsstelle für neue italienische Philosophie. Sie fördert insbesondere Gastprofessuren und Gastvorträge, unterstützt zum Thema passende Tagungen und gewährt Stipendien wie auch Reise- und Sachkosten.

 

Friedrich-Ebert-Stiftung

Die 1925 gegründete Friedrich-Ebert-Stiftung verpflichtet sich mit ihrem Namenspatron den Grundwerten sozialer Demokratie und setzt sich das Ziel, gesellschaftspolitische Bildung, Demokratie und Pluralismus im Sinne einer Weiterentwicklung der Europäischen Union zu fördern. In diesem Rahmen vergibt die Stiftung Studien- und Promotionsstipendien, insbesondere an Frauen, Erststudierende in Familien, sowie auch an Studierende mit Migrationshintergrund. Förderungsvoraussetzungen sind in allen Fällen fachliche Exzellenz, der Bezug der Arbeit zu sozialdemokratischen Werten und ein ausgeprägtes politisches Engagement in entsprechenden Organisationen.

 

Friedrich-Naumann-Stiftung

Dies 1958 gegründete Friedrich Naumann Stiftung engagiert sich bürgerschaftlich für das Modell eines liberalen Rechtsstaats. Der Fokus ihrer inhaltlichen Arbeit liegt auf der Frage, welchen Beitrag liberale Ideen - so z.B. eine Reduktion der (wirtschaftlichen) Rolle des Staates - zur Gestaltung der Zukunft leisten können. Durch Förderung staatsbürgerlicher Bildung möchte sie Menschen für die Demokratie gewinnen und zur Verantwortungsübernahme bewegen. Die Stiftung vergibt Stipendien an begabte junge Menschen, die eine liberale Lebenseinstellung aufweisen. Dabei sind die Studienförderungen familienabhängig, die Promotionsstipendien nicht. Ihre Höhe hängt vom Promovierendenstatus ab. Über gute Leistungen hinaus wird Engagement in liberalen Einrichtungen sowie die regelmäßige Teilnahme an von der Stiftung angebotenen Seminaren erwartet.

 

Hans-Böckler-Stiftung

Die Hans-Böckler-Stiftung ist das Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des DGB. Seit 1977 fördert es theoretische und praktische Projekte zur Mitbestimmung als Gestaltungsprinzip einer demokratischen Gesellschaft, insbesondere in den Themenfeldern Strukturpolitik, Arbeitsgesellschaft, Sozialstaat, Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Tarifpolitik. Die Stiftung vergibt Stipendien für Studierende und Promovierende und unterstützt zudem Menschen auf dem zweiten Bildungsweg. Zielgruppe ist wissenschaftlich besonders begabter Nachwuchs, der sein Studium zügig abgeschlossen hat und gewerkschaftlich oder gesellschaftspolitisch engagiert ist. Das Promotionsthema sollte dementsprechend eine gesellschaftspolitische Bedeutung haben.

 

Heinrich-Böll-Stiftung

Die der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nahestehende Stiftung versteht sich als eine Agentur für grüne Ideen und Projekte. Ihre Arbeit gilt der Förderung einer demokratischen Zivilgesellschaft im In- und Ausland. Die Hauptanliegen bestehen in Demokratie und Menschenrechten (Chancen- und Rechtsgleichheit, unabhängig von Sexualität, Religion, Ethnie und Nation), Maßnahmen gegen Umweltzerstörung, Konfliktlösung mit zivilen Mitteln sowie die Ermöglichung sozialer Teilhabe für alle. Studierende und Promovierende, deren Arbeiten der Sache nach an diese Intentionen angelehnt sind, werden in allen Fachrichtungen gefördert. Gute Leistungen, gesellschaftliches Engagement und politisches Interesse sind dafür Voraussetzung.

 

Konrad-Adenauer-Stiftung

Die 1964 gegründete Konrad-Adenauer-Stiftung setzt sich die Grundsätze ihres Namenspatrons als Leitlinien. Dem Anspruch nach möchte sie in- und ausländische Ressourcen für Bildung im Sinne von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit erschließen, die europäische Einigung fördern und die transatlantischen Beziehungen intensivieren. Sie versteht sich als Think Tank für wissenschaftliche Grundlagen vorausschauenden politischen Handelns und als Forum für Fragen zwischen Politik, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft. Den Orientierungspunkt bildet ein christliches Menschenverständnis, dessen ethischen Prinzipien sich die Stipendiaten und Stipendiatinnen verpflichtet fühlen sollen. Darüber hinaus werden von ihnen Toleranz, Kreativität und die Bereitschaft zum Dialog mit anderen Religionen erwartet.

 

Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die eng mit der Partei DIE LINKE kooperierende Stiftung versteht sich als Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus. Seit ihrer Gründung 1992 möchte sie ein Forum für kritisches Denken und politische Alternativen bieten sowie eine Forschungsstätte für progressive Gesellschaftsentwicklung. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung setzt sich das Ziel, politische Bildung hin zu Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und Solidarität zu ermöglichen. Anvisiert wird der Ausgleich sozialer, geschlechts- und ethnisch bedingter Benachteiligung. Ein ausgeprägtes Engagement im Sinne dieser Ziele ist daher ebenso Voraussetzung für ein Studien- oder Promotionsstipendium wie hohe fachliche Leistungen. Es werden Stipendien an in- und ausländische Studierende aus allen Bereichen außer medizinische Fachrichtungen vergeben.

 

Studienstiftung des deutschen Volkes

Die Studienstiftung ist das älteste Begabtenförderungswerk der Bundesrepublik Deutschland. Es versteht sich als frei von politischen, weltanschaulichen und religiösen Vorgaben und unterstützt innovative Projekte von Studierenden und Doktoranden mit hoher wissenschaftlicher oder künstlerischer Begabung, die besondere Leistungen im Dienst der Allgemeinheit erwarten lassen. Von ihnen werden Leistungsstärke, intensiv verfolgte außerfachliche Interessen sowie soziale Verantwortung und gesellschaftliches Engagement erwartet. Inwieweit die über die finanzielle Förderung hinausgehenden Unterstützungsangebote in Anspruch genommen werden, kann von den StipendiatInnen weitgehend autonom bestimmt werden.

Stipendien-Führer

Maecenata-Stiftungsführer

Dieser Stiftungsführer stellt ein Nachschlagewerk über das gesamte deutsche Stiftungswesen dar. Es hilft Studierenden, Promovierenden und Wissenschaftlern, sich gerade über solche Stipendien zu informieren, die an unkonventionelle Interessensgruppen vergeben werden (Akademiker aus bildungsfernen Kontexten etc.) und nicht so stark in Anspruch genommen werden wie die Stipendien renommierter Stiftungen.