Selbstverständnis

Carl von Ossietzky Mahnmal

Institut für Philosophie

Der kritische Anspruch, auf den sich die Carl von Ossietzky Universität mit ihrem Namenspatron verpflichtet hat, speist sich nicht zuletzt aus der philosophischen Tradition. Diese kritisch zu reflektieren ist folglich von eminenter Bedeutung, sofern jener Anspruch eingelöst werden soll.

Das Oldenburger Institut für Philosophie versucht dieser Aufgabe durch ein ausgedehntes Forschungsspektrum gerecht zu werden, das die Erörterung erkenntnistheoretischer Fragen ebenso einschließt wie die Reflexion gesellschaftlicher Prozesse vor dem Hintergrund ethischer Wertfragen. Erst auf Grundlage einer solchen Breite von zueinander vermittelten Themenkomplexen lässt sich letztlich ein Studium ermöglichen, das sowohl den sachlichen Verbindlichkeiten des Faches als auch den Ansprüchen einer Studierendenschaft gerecht wird, die zu einem übergroßen Anteil das Lehramt als Berufsziel anvisiert. Das Bemühen des Instituts, die inhaltlichen Voraussetzungen für diesen Beruf genauso zu vermitteln wie ein Bewusstsein für die damit einhergehende Verantwortung, bezeugt ein thematisch umfangreiches Curriculum, das strukturell ein in hohem Maße eigenverantwortliches Studieren erlaubt. Dies vermag angesichts einer zunehmenden Verschulung der Universität und einer Formalisierung des Lernens alternative Impulse für das Lehramtsstudium zu setzen. Dabei erlaubt der Primat einer inhaltlichen Ausbildung eine vielseitige Anknüpfung an andere Fachkulturen sowie das Angebot eines auf eine wissenschaftliche Laufbahn vorbereitenden Fachmasterstudiengangs.

 

 

 

Anschrift

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät IV - Institut für Philosophie
D-26111 Oldenburg

Tel.: +49(0)441 798-2299
Fax: +49(0)441 798-4397

institut.philosophie(at)uni-oldenburg.de

Aktuell

Ab dem Sommersemester 2016 ist das Sekretariat für Philosophie freitags nicht besetzt. In dringenden Fällen schreiben Sie bitte eine Email an timm.behrendt(at)uni-oldenburg.de.

Marc Nicolas Sommer (Basel)

Vortrag: Das Konzept einer negativen Dialektik

30.6.2016, 18-20 Uhr

Gebäude A01, Raum: 0-005.

Workshop „Negative Dialektik und die Negativität der geschichtlichen Situation“

1.7.2016, 10-14 Uhr

Gebäude A4, Raum 0-022 (Zeichensaal)

Adorno bestimmt negative Dialektik als eine Erweiterung der Philosophie, die es ermöglichen soll, an ihren Errungenschaften festzuhalten, zugleich aber auch Konsequenzen aus den Kriegs-, Herrschafts- und Vernichtungserfahrungen im 20. Jahrhundert zu ziehen. „Philosophie hielt sich am Leben, weil der Augenblick ihrer Verwirklichung versäumt ward.“ (Negative Dialektik).

In diesem Workshop sollen beide Aspekte entlang des Verhältnisses von negativer Dialektik und negativer geschichtlicher Situation diskutiert werden. Als Grundlage dienen zentrale Passagen des Buches „Das Konzept einer negativen Dialektik“ von Marc Nikolas Sommer.

Der Text für den Workshop wird nur an angemeldete Teilnehmer verschickt.

Es wird daher um vorherige Anmeldung gebeten: philip.hogh@uni-oldenburg.de