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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät III - Sprach- und Kulturwissenschaften
Institut für Materielle Kultur
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

M.A. Kulturanalysen

"Kulturanalysen": Lust, empirisch zu forschen

Der Masterstudiengang „Kulturanalysen“  ist forschungsorientiert. Er steht in der Tradition der an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg gut verankerten kulturwissenschaftlichen und Geschlechterforschung. Er befasst sich mit der Materialität und Medialität von Gegenwarts- und Alltagskultur sowie deren historischer Fundierung. Er stellt sich aktuellen Problemen der Transkulturalität, Migration und Globalisierung. Studienziel ist es, fachübergreifend sozio-kulturelle Probleme wahrzunehmen, theoretische Fragestellungen zu entwickeln und selbständig wissenschaftlich mit vielfältigen und manchmal ungewöhnlichen Methoden bearbeiten zu lernen. Ausgangspunkt sind sozial markierte, vergeschlechtlichte und ethnisierte Körperbilder und -praxen, Einkleidungen und Lebensstile – im Alltag wie in öffentlichen, nationalen und transnationalen Institutionen.

Insgesamt geht es um den Austausch kultur- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen mit der Geschlechterforschung, die Verschränkung praktischer und theoretischer Erkenntnisweisen, um Wechselwirkungen zwischen den Repräsentations- und Performativitätsdimensionen des Körpers und schließlich die Verknüpfung von Kultur-, Politik- und Gesellschaftsanalyse. Der Studiengang ist am Institut für Materielle Kultur verortet und bündelt darüberhinaus die kulturanalytische Expertise weiterer kooperierender Fächer. Die Lehrenden, mit denen Sie arbeiten, kommen aus den Bereichen (Europäische) Ethnologie und Museumsstudien, Kunst- und Medienwissenschaften, Sportsoziologie und Körpertheorie, Migrationsforschung, Ästhetik und Kulturvermittlung, Politikwissenschaft sowie Gender Studies. Je nach Projekt werden auswärtige oder internationale Kooperationspartner/ -innen hinzugezogen.

Der Studiengang wurde zum WiSe 13/14 überarbeitet und ist jetzt stärker ethnologisch orientiert; zugleich können nach Wahl die aus dem Institut für Materielle Kultur stammenden Perspektiven auf Kultur und ihre Materialität aus den Bereichen Kulturvermittlung, Migration, Museum, Design, Szenografie und Nachhaltigkeit vertieft werden.

 

Transdisziplinäre Kompetenzen

Der Masterstudiengang vermittelt Wissen und Analyseinstrumente in der kulturwissenschaftlichen Theorie und Methodik. Sie lernen, fachübergreifende theoretische Fragestellungen selbständig mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. In kleineren Forschungsvorhaben erlangen Sie darüber hinaus Planungs-, Projekt- und Vermittlungskompetenzen.

Anstelle von eingegrenzten disziplinären Fragestellungen werden Sie dazu befähigt, auf einer Metaebene disziplinenübergreifend über die Perspektiven, Implikationen und Effekte Ihrer Analyse zu reflektieren. Sie werden ermutigt, kulturwissenschaftliche Forschungsinstrumente sowie Verfahren zur wissenschaftlichen und künstlerischen Vermittlung, die an aktuellen gesellschaftlichen Fragen orientiert sind, zu erkunden.

 

Zielgruppe

Der Masterstudiengang richtet sich an Absolvent/-innen kultur- und sozialwissenschaftlicher Studiengänge, der Gender Studies und verwandter Fächer, die Lust am genauen Hinschauen und Denken sowie eine ausgeprägte Bereitschaft zum transdisziplinären wissenschaftlichen Arbeiten mitbringen. Sie weder Angst vor empirischen noch vor künstlerischen Verfahren haben, auch wenn sie da oder dort Neulinge sind, und über gute Kenntnisse des Englischen (Fachliteratur, auswärtige Gastdozent/innen und internationale Studierende) verfügen und gern selbstorganisiert und projektbasiert studieren.

 

Ansprechpersonen

Prof. Dr. Karen Ellwanger, Empirische Kulturwissenschaftlerin/Europäische Ethnologin (Leitung)

Lüder Tietz, Ethnologe (Fachstudienberatung)

Weitere Kolleginnen des Instituts für Materielle Kultur



in Kooperation mit

Prof. Dr. Thomas Alkemeyer, Sportsoziologe / Institut für Sportwissenschaft

und

Prof. Dr. Silke Wenk, Kunstwissenschaftlerin / Institut für Kunst und Visuelle Kultur