Prof. Dr. Barbara Paul

Arbeitsschwerpunkte

Kunst, Kunsttheorie und Kunstbetrieb des 19.-21. Jahrhunderts; Geschichte und Theorie der Kunstgeschichte; kunstwissenschaftliche Gender Studies, Postcolonial Studies und Queer Studies

Beruflicher Werdegang

  • Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaft in München, Wien und Berlin

  • 1990 Promotion an der Freien Universität Berlin mit einer Untersuchung zur Wissenschaftsgeschichte und Kunstpolitik um 1900

  • 1991-94 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin im Forschungsprojekt "Wilhelm von Bode"

  • 1994-2001 Wissenschaftliche Assistentin an der Philipps-Universität Marburg

  • 1998/99 Forschungsaufenthalte u.a. in Paris und New York im Rahmen eines DFG-Habilitandinnenstipendium

  • 2001 Habilitation an der Philipps-Universität Marburg mit einer Untersuchung zur Rezeptionsgeschichte feministischer Kunst der 1960er bis 1980er Jahre

  • Zwischen 2001 und 2003 Vertretungsprofessorin an der Universität Marburg (2001, 2002) sowie Gastprofessorin für Gender Studies an der Universität Saarbrücken (2002) und Gastprofessorin im Graduiertenkolleg "Identität und Differenz. Geschlechterkonstruktion und Interkulturalität 18.-21. Jahrhundert" an der Universität Trier (2003)

  • 2003-08 Professorin für Kunstgeschichte und Kunsttheorie/Gender Studies der Kunstuniversität Linz, Austria

  • Seit Oktober 2008 Professorin für Kunstgeschichte, mit Schwerpunkt Moderne und Gender, Institut für Kunst und visuelle Kultur der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

  • Sprecherin des eingerichteten Helene-Lange-Kollegs "Queer Studies und Intermedialität: Kunst - Musik - Medienkultur" (2013-16)

Wichtigste Veröffentlichungen der letzten Jahre

Monographien/Hg.schaften

  • Queer as ... – Kritische Heteronormativitätsforschung aus interdisziplinärer Perspektive, Bielefeld: transcript 2016 (Studien Interdisziplinäre Geschlechterforschung Bd. 9), hg. zusammen mit Lüder Tietz. | mehr

  • un/verblümt. Queere Politiken in Ästhetik und Theorie, Berlin: Revolver 2014, hg. zusammen mit Josch Hoenes. | mehr

  • Wanderungen. Migrationen und Transformationen aus geschlechterwissenschaftlichen Perspektiven, Bielefeld: transcript 2013 (Studien Interdisziplinäre Geschlechterforschung Bd. 8), hg. zusammen mit Annika McPherson, Sylvia Pritsch, Melanie Unseld und Silke Wenk. | mehr

  • Mehr(wert) queer. Visuelle Kultur, Kunst und Gender-Politiken / Queer Added (Value). Visual Culture, Art, and Gender Politics, Bielefeld: transcript 2009 (Studien zu visuellen Kulturen Bd. 11), hg. zusammen mit Johanna Schaffer. | mehr
  • FormatWechsel. Kunst, populäre Medien und Gender-Politiken / FormatChange. Art, Popular Media and Gender Politics, Wien: Sonderzahl 2008 (Linzer Augen. Schriftenreihe des Instituts für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz, Bd. 2). | mehr

  • Wir machen Kunst, weil es die feministische/politische/gesellschaftliche/meine Situation erfordert, Katalogobjekt zur Ausstellung, Linz: Kunstuniversität, 2007, zusammen mit Johanna Schaffer.

 Aufsätze

  • Un/Möglichkeiten queerer Politiken in Wissenschaft und Kunst – oder: Zum Umgang mit visuellen Archiven und Wissen, in: Barbara Paul und Lüder Tietz (Hg.), Queer as ... – Kritische Heteronormativitätsforschung aus interdisziplinärer Perspektive Bielefeld: transcript 2016, S. 25-51.
  • Queer as ...: Verhandlungen von Praxen, Wissen und Politiken, in: Barbara Paul und Lüder Tietz (Hg.), Queer as ... – Kritische Heteronormativitätsforschung aus interdisziplinärer Perspektive, Bielefeld: transcript 2016, S. 7-24 (zusammen mit Lüder Tietz).

  • Between "Bodies without Bodies" and Body Landscapes: Queer Artistic Negotiations, in: Christiane Erharter u.a. (Hg.), Pink Labor on Golden Streets. Queer Art Practices, Berlin: Sternberg Press 2015, S. 238-249.

  • ‚I get a queer feeling when I look at it' - Strategien des queering im Film, in: Claudia Reiche (Hg.), quite queer, Bremen: thealit 2014, S. 119-132 (zusammen mit Barbara Reumüller).

  • un/verblümt – Geschlecht, Sexualität und Begehren. Queere Politiken in Kunst und Wissenschaft, in: Josch Hoenes und Barbara Paul (Hg.), un/verblümt. Queere Politiken in Ästhetik und Theorie, Berlin: Revolver 2014, S. 12-37 (zusammen mit Josch Hoenes).

  • Who or What Is Actually the Object? (Non-heteronormative) Desire and Power in the Context  of Art and Postcolonialism, in: The Challenge of the Object. 33rd congress of the International Committee of the History of Art, Nuremberg, 15th - 20th July 2012 = Die Herausforderung des Objekts. 33. Internationaler Kunsthistoriker-Kongress/ CIHA 2012, Nürnberg. Germanisches Nationalmuseum, hg. von Georg Ulrich Großmann und Petra Krutisch, 4 Bde., Nürnberg: Verlag des Germanischen Nationalmuseums 2013, Bd. 2, S. 518-521.

  • Wanderungen von Menschen, Dingen und Konzepten aus geschlechterwissenschaftlichen Perspektiven, in: Wanderungen. Migrationen und Transformationen aus geschlechterwissenschaftlichen Perspektiven, hg. von Annika McPherson u.a., Bielefeld: transcript 2013, S. 7-16 (zusammen mit Annika McPherson, Sylvia Pritsch, Melanie Unseld und Silke Wenk).

  • Queer als Konzept, queere Abstraktion? „Rosa Arbeit auf goldener Straße“ in den Ausstellungsräumen XHIBIT der Akademie der bildenden Künste Wien, in: Texte zur Kunst, Jg. 23, Heft 89, März 2013, S. 205-207.

  • XXY oder: Die Kunst, Theorien zu durchque(e)ren, in: Sehen – Macht – Wissen. ReSaVoir. Bilder im Spannungsfeld von Kultur, Politik und Erinnerung, hg. von Angelika Bartl, Josch Hoenes, Patricia Mühr und Kea Wienand, Bielefeld: transcript 2011, S. 187-204.

  • FormatWechsel, Bilderzirkulation und visuelle queere Politiken. Iké Udé und das strukturelle Paradox des Cover Girls, in: FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur, Juni 2011, Heft 51, S. 60-72.

  • Territorialisierungsprozesse im Kontext von Landschaft, Körper und Geschlecht. Niki de Saint Phalles Hon/Sie (1966), in: Landschaftlichkeit zwischen Kunst, Architektur und Theorie, hg. von Irene Nierhaus u.a., Berlin: Reimer 2010, S. 113-125.

  • „Un/an/geeignete Andere“. Temporalität als ‚Altern’ in der Gegenwartskunst, in: »Für Dein Alter siehst Du gut aus!« Von der Un/Sichtbarkeit des alternden Körpers im Horizont des demographischen Wandels. Multidisziplinäre Perspektiven, hg. von Sabine Mehlmann und Sigrid Ruby, Bielefeld: transcript 2010, S. 197-213.

  • Nach dem Kanon ist vor dem Kanon? Aktuelle queer-feministische Debatten in Kunst und Wissenschaft, in: FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur, Heft 48, Dezember 2009, Schwerpunktthema: Kanones?, S. 14-25.

  • Kunstgeschichte, Feminismus und Gender Studies, in: Kunstgeschichte. Eine Einführung, hg. von Hans Belting, Heinrich Dilly u.a., 7., überarb. und erw. Aufl., Berlin: Reimer 2008, S. 297-336.

  • Text-(Ver)Ortungen. Zu Renate Herters transmedialen Rauminstallationen, in: Renate Herter. Das Gedächtnis der Dinge, hg. von Renate Herter, Linz: Kunstuniversität 2008, S. 5-13.

  • Gewaltstrukturen - Arbeitsverhältnisse. Feministische Kunst als feministische Politik in den 1960er Jahren und heute, in: Kunst und Politik. Jahrbuch der Guernica-Gesellschaft, Bd. 9/2007 Schwerpunkt: Politische Kunst heute, hg. von Ursula Frohne und Jutta Held, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2008, S. 87-102.

  • "Happy Few" und "Blue Hour" oder: (un-)mögliche Perspektiven in der Rede über Kunst, in: Durch die Formate. Wie die Gegenwartskunst in den Medien erscheint, konzipiert von Tom Holert und Maribel Königer, MUMOK Museum moderner Kunst, Wien 23.-24.11.2007, unter  http://www.mumok.at/programm/archiv/vortraege/vortraege-2007/durch-die-forma te/

  • Kuratoren und andere(s). documenta und Männlichkeitskonstruktionen, in: k60 Kunstuniversität Linz, hg. vom Forum - Freunde und AbsolventInnen der Kunstuniversität Linz, Red. Manfred Lechner u.a., Linz: Kunstuniversität 2007, S. 132-147. PDF

  • Povijest umjetnosti, feminizam i Gender Studies, in: Uvod u Povijet umjetnosti, hg. von Hans Belting u.a., Zagreb: Fraktura 2007, S. 271-298.

  • Über_Format. Monstrosität, Whiteness und Gender in Kunst und Medien heute, in: Frauen Kunst Wissenschaft, Heft 43, Juni 2007: Körperfarben - Hautdiskurse. Ethnizität und Gender in den medialen Techniken der Gegenwartskunst, S. 70-82.

  • Gender Studies und Feminismus: Dynamiken im Umfeld von Institutionalisierungen und Machtverhältnissen, in: Katalogobjekt zur Ausstellung Wir machen Kunst, weil es die feministische/politische/gesellschaftliche/meine Situation erfordert, hg. von Johanna Schaffer und Barbara Paul, Linz: Kunstuniversität 2007, o. Sz.

  • Feministische Interventionen in der Kunst und im Kunstbetrieb, in: Geschichte der bildenden Kunst in Deutschland, Bd. 8: Vom Expressionismus bis heute, hg. von Barbara Lange, München: Prestel 2006, S. 480-497.

  • Media Art Sciences & Feminist Theories: New Alliances?, in: Refresh! First International Conference on the Histories of Media Art, Science and Technology, The Banff New Media Institute, Banff/Alberta, Canada [2006], unter  http://banffcentre.ca/ bnmi/programms/archives/2005refresh/conference_docs.asp

  • Rezension: Viktoria Schmidt-Linsenhoff / Karl Hölz / Herbert Uerlings (Hg.), Weiße Blicke. Geschlechtermythen des Kolonialismus, Marburg: Jonas Verlag 2005, in: sehepunkte, Jg. 6, 2006, Nr. 11 [15.11.2006]. |  mehr...

  • Verhandlungssache Grenze(n). Doing gender und doing mixed culture als translokale künstlerische Praxis, in: Ausst.-Booklet Fliegender Teppich. Ein grenzüberschreitendes Frauenprojekt, Koordination Beatrix Eitel, München Kunstarkaden 2006, S. 5-7.

  • Kunstgeschichte, Geschlechterpolitik und Transkulturalität. Gabriele Spindler im Gespräch mit Barbara Paul, in: Kunstgeschichte aktuell. Mitteilungen des Verbandes österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker, Jg. XXII, 2005, Nr. 1, S. 1-2.

  • Männlichkeitskonstruktionen am Bauhaus. Der Künstler als (Mit-)Konstrukteur einer neuen Gesellschaft: László Moholy-Nagy, in: Kunst, Geschlecht, Politik. Männlichkeitskonstruktionen und Kunst im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, hg. von Martina Kessel, Frankfurt am Main und New York: Campus 2005, S. 103-122.

  • Die Kunst der Parodie. Rassismus und Sexismus in Faith Ringgolds Story Quilts und Kara Walkers Scherenschnitte, in: Die Freiheit der Anderen. Festschrift für Viktoria Schmidt-Linsenhoff zum 60. Geburtstag, hg. von Annegret Friedrich, Marburg: Jonas 2004, S. 231-245.

  • Niki de Saint Phalle und die Kubakrise. Politik und der Handlungsraum von Künstlerinnen in den frühen 1960er Jahren, in: Mythen - Symbole - Metamorphosen in der Kunst seit 1800. Festschrift für Christa Lichtenstern zum 60. Geburtstag, hg. von J.A. Schmoll gen. Eisenwerth u.a., Berlin: Deutscher Kunstverlag 2004, S. 502-520.

  • Schöne heile Welt(ordnung). Zum Umgang der Kunstgeschichte in der frühen Bundesrepublik Deutschland mit außereuropäischer Gegenwartskunst, in: Kunst der Welt oder Weltkunst? Die Kunst in der Globalisierungsdebatte, hg. von Detlef Hoffmann, Rehberg-Loccum 2003 (Loccumer Protokolle 21/02), S. 27-60 und in: kritische berichte, Jg. 31, 2003, Heft 2, S. 5-27.