Anerkennung von vorangehenden Leistungen

Ordnungsrechtliche Grundlagen

Zentrale Motivation für hochausgebildete Migrantinnen und Migranten ist es einen anerkannten Studienabschluss in Deutschland zu erlangen und gleichzeitig ihre bisherigen Fachkenntnisse in das Studium einzubringen. Dabei kann es bei den unterschiedlichen Lebensläufen der Migrantinnen und Migranten notwendig sein, Kenntnisse entsprechend aufzufrischen, zu aktualisieren und zu ergänzen. Die Prüfungsordnung des B.Sc. Informatik sieht dazu Regelungen vor, nach denen Leistungen, die an ausländischen Hochschulen erbracht wurden, anerkannt werden: „Für die Feststellung der Gleichwertigkeit eines ausländischen Studienganges sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen oder andere zwischenstaatliche Vereinbarungen maßgebend. Soweit Vereinbarungen nicht vorliegen oder eine weitergehende Anrechnung beantragt wird, entscheidet der Prüfungsausschuss über die Gleichwertigkeit. Zur Aufklärung der Sach- und Rechtslage kann eine Stellungnahme der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen eingeholt werden“. Eine Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen wird schon heute erfolgreich praktiziert, z.B. bei Studierenden, die ein Auslandssemester wahrnehmen. Darüber hinaus erlaubt die Prüfungsordnung die Anerkennung von „außerhalb des Studiums abgeleistete berufspraktische Tätigkeiten“.

Individuelle Anerkennung von Vorkenntnissen

Im Rahmen der Beratung vor Aufnahme in das Studienprogramm, werden die individuellen fachlichen Leistungen geprüft und ein individueller Vorschlag für die Anerkennung von vorangehenden Leistungen für den B.Sc. oder M.Sc. entwickelt. Nach Einschreibung und Aufnahme in das Studienprogramm wird dann dem Prüfungsausschuss zur Entscheidung vorgelegt. Dieser kann die Leistungen entsprechend anerkennen und ggf. Nachprüfungen ansetzen. Die Studierenden schreiben sich zunächst in das erste Fachsemester des B.Sc. bzw. M.Sc. ein. Nach einer Anerkennung werden die Studierenden in das entsprechende Fachsemester hochgestuft.