Abfallreduktion im Lebensmitteleinzelhandel

14. September 2017, 14:15

Veranstalter:  Larissa Janssen, Jade Hochschule
Ort:  A06 0-001

Mit dem Sustainable Development Goal 12.3 hat sich die Bundesregierung verpflichtet, Lebensmittelver-
schwendung entlang der Nahrungskette bis zum Jahr 2030 um 50% zu reduzieren. Die vorliegende Arbeit
greift dieses Thema auf und setzt als Ziel die Minimierung von Abfällen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH)
unter Beachtung der Gesamtkosten. Eine häufige Ursache für Lebensmittelabfälle ist die hohe Füllrate der
Frischware in Filialen unter dem Einfluss einer stochastischen Nachfrage.
Der in der Arbeit vorgestellte Ansatz zur Abfallreduktion besteht aus zwei Alternativen. Die erste Alternative
beinhaltet eine kostenminimale mathematische Optimierung von Bestellmengen einschließlich dem Beliefe-
rungsintervall (Bestellmengen-Belieferungs-Modell). Die zweite Alternative schließt zusätzlich die Waren-
umverteilung zwischen Filialen einer Lebensmittelkette ein. Je nachdem wie die Logistik eines LEH-
Unternehmens aufgebaut ist, kommt die erste oder die zweite Alternative eher in Frage. Die Optimierung
erfolgt bei den beiden Alternativen nicht wie gewöhnlich in Tagen, sondern in Mikroperioden (Zeitscheiben)
wie Vormittag, Mittag, Nachmittag und Abend. Auch die Transportkosten eines Regionallagers, welches die
Filialen beliefert, werden berücksichtigt. Das Bestellmengen- und die Warenumverteilungs-Modelle werden
per Simulationsmethodik evaluiert. Die Testdaten für die Simulation sind valide, da sie im Wesentlichen aus
den amtlichen statistischen Daten des Handels und aus den praktischen wissenschaftlichen Fallstudien des
Lebensmitteleinzelhandels gewonnen werden.
Betreuer: Apl.Prof.Dr. Jürgen Sauer