Graduiertenschule 3GO

Details zum Termin:

Arbeit an (historischen) Dokumenten – Reflektionen auf und mit den ´Postcolonial Studies`

06. Juli 2017

 

Der Einbezug von Theorieansätzen und Modellen aus den postcolonial studies in die Arbeit mit (historischen) Dokumenten hält einige Herausforderungen bereit.

  • Wie können oder sollten postkoloniale Ansätze im Rahmen der eigenen Arbeit angewandt werden, welcher Ansatz bietet sich an und wie "weit" sollte man dabei gehen?
  • Wie und wo können z.B. "subalterne" Stimmen aufgespürt und als solche identifiziert werden, und ist dieses innerhalb der Parameter europäisch geprägter Textquellen überhaupt möglich?
  • Welche Rolle spielt das Archiv für die Produktion und Selektion rekonstruierbarer Vergangenheiten?
  • Inwiefern beeinflusst die Auseinandersetzung mit den postcolonial studies auch meine Positionierung zu meiner Arbeit, evt. in Anbetracht meiner eigenen Herkunft?

Diese (und andere) Fragen möchte der Workshop anhand von historischem Quellenmaterial, aber auch von  theoretischem Input und Diskussionen besprechen.

Vorbereitung:
TeilnehmerInnen können gerne ihr eigenes Forschungsmaterial zur Bearbeitung und Besprechung mitbringen, in diesem Fall sollte das Material eine Woche vor Workshoptermin der Referentin zur Vorbereitung zur Verfügung gestellt werden. Auch spezifische Fragen oder Probleme zum Thema können auf Wunsch gerne thematisiert werden, auch hier wird um eine Anfrage per Email gebeten.

Referentin: Annika Raapke
Historikerin und Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität Oldenburg. Dissertation zur französischen Kolonialgeschichte des 18. Jahrhunderts mit Schwerpunkt Körper und Medizin, eingereicht im Februar 2017 im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs 1608/1/2 "Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive"    

Eine Anmeldung ist ab dem 3. April möglich (max. Teilnehmende: 10).