Didaktisches Zentrum

MINT-Lernen in informellen Räumen (GINT)

Die Mitwirkenden

Kurzbeschreibung GINT

Nach einem erfolgreichen Antrag beim niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) ist am 1. Oktober 2016 das Promotionsprogramm "MINT-Lernen in informellen Räumen - Untersuchung von Prozessen Forschenden Lernens an außerschulischen MINT-Lernorten und ihrer Einbettung in regionale Lernkontexte" gestartet und steht damit am Anfang seiner vierjährigen Laufzeit. Sprecher sind Prof. Dr. Michael Komorek (Didaktik und Geschichte der Physik) und Prof. Dr. Peter Röben (Technische Bildung). Die Programmkoordination ist am diz verortet. Das Programm wird von der Universität Oldenburg in Kooperation mit den Universitäten Hannover, Vechta, Odense (Dänemark) und Rethymno (Griechenland) sowie rund 15 außerschulischen Bildungseinrichtungen (insbesondere Regionalen Umweltbildungszentren, Wattenmeerhäusern, Energiebildungszentren und Küstenforschungsinstituten) durchgeführt.

Insgesamt werden 12 „Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien“ vergeben, d. h. Doktorandinnen und Doktoranden aus den Fachdidaktiken der Geographie, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Technik (GINT) sowie aus der pädagogischen Disziplin der Bildungswissenschaften und der geisteswissenschaftlichen Disziplin der Philosophiedidaktik werden ihre Forschungsfragen angehen. Vier weitere Doktorandinnen und Doktoranden, jeweils zwei aus der Physikdidaktik und aus der Technischen Bildung, werden das Programm mit ihren thematisch passenden Arbeiten flankieren.

Die Promovierenden werden sich mit der Entwicklung außerschulischer fachlicher Lernangebote in den beteiligten Disziplinen befassen. Untersucht wird, wie Lernen an außerschulischen Lernorten im Detail und wie die Entwicklung regionaler Bildungslandschaften einschließlich der Integration außerschulischer Bildungsangebote in den Schulunterricht abläuft.

Aktuelles

Universitätsöffentlicher Vortrag „Fächerübergreifendes naturwissenschaftliches Lehren und Lernen in schulischen und außerschulischen Kontexten“

Am Mittwoch, 01. November 2017 von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr findet der universitätsöffentliche Vortrag „Fächerübergreifendes naturwissenschaftliches Lehren und Lernen in schulischen und außerschulischen Kontexten“ von Prof. Dr. Peter Labudde, Zentrum Naturwissenschafts- und Technikdidaktik, Fachhochschule Nordwestschweiz Basel, im Bibliothekssaal der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt. Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen.

Weitere Informationen

Beschreibung:

Definitionen, Kategorien und Beispiele fächerübergreifenden Unterrichts gibt es viele. Doch wie lassen sie sich auf außerschulische Kontexte übertragen?
Prof. Dr. Peter Labudde ist ausgewiesener Naturwissenschaftsdidaktiker, der seit Jahrzehnten die fachdidaktische Forschung und Lehre in der Schweiz prägt und europaweit als Forscher und Gutachter anerkannt ist.
Sein Vortrag verfolgt drei Ziele:

  • Anhand von Beispielen aus der Schweiz und aus Deutschland schafft er eine begriffliche Klarheit der Facetten fächerübergreifenden Unterrichts.
  • Er schält Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen einem Fachunterricht und einem fächerübergreifenden Unterricht heraus.
  • Und drittens lässt er sich auf die Herausforderung ein, schulische und außerschulische Lernorte unter der Perspektive fächerübergreifenden Unterrichts zu vergleichen.

Der Blick über den Tellerrand in die Schweiz ist gewollt, denn hier herrscht eine lange Tradition fächerübergreifenden Unterrichts, zumindest in den Naturwissenschaften. Bis in das neunte Schuljahr hinein wird in Fächern wie "Natur ‑ Mensch ‑ Mitwelt" fächerübergreifend unterrichtet. Wie sich diese Erfahrungen auf das Lernen und auf das Lehren an außerschulischen Lernorten übertragen lässt, erkundet Peter Labudde in seinem Vortrag, der in eine Diskussion mit den ZuhörerInnen münden wird.

 

Save the Date: Das Promotionsprogramm „MINT-Lernen in informellen Räumen (GINT) plant in Kooperation mit der PH Luzern die „GINT-Tagung zur Forschung und Entwicklung an außerschulischen Lernorten“ am Do, 30.08. und Fr, 31.08.2018 in Oldenburg mit einem Vorprogramm am Mi, 29.08.18.

Diese Tagung, die quasi die 6. Tagung in der Reihe der Luzerner Tagungen zu außerschulischen Lernorten darstellt und die erste sein wird, die in Deutschland stattfinden wird, hat folgende Themen im Fokus:

  • Forschung zu Lernprozessen und zur Entwicklungsdynamik an außerschulischen Lernorten
  • MINT-Disziplinen, Geographie, Sprachen, geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen
  • Außerschulisches Lernen zur Berufsorientierung und Berufsbildung
  • Komplementäre Vernetzung außerschulischer Lernangebote

Die Anmeldungen sollen ab Januar 2018 möglich sein.

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