Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung

Ankündigungen

Auf dieser Seite informieren wir sie über aktuelle Veranstaltungen mit Gender-Bezug im Raum Oldenburg, sowie über Tagungen, Call for Papers oder Stellenausschreibungen in Deutschland. Unter "Sonstiges" finden Sie Beiträge zu Veröffentlichungen, Homepages, Gruppengründungen oder weiterem.

Diese Infos sind Bestandteil des Infoletters des ZFG. Wenn Sie also regelmäßig informiert werden wollen, beantragen Sie eine Mitgliedschaft.

Publikationen

FKW //Zeitschrift für Geschlechterforschung und Visuelle Kultur: Nr. 62 (2017), „Visual Fat Studies“ (Hg. Von Anja Herrmann und Kea Wienand)

Dr. Anja Hermann und Dr. Kea Wienand, Lehrende im Institut für Kunst und Visuelle Kultur, haben gemeinsam die neue Ausgabe der FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und Visuelle Kultur zum Thema „Visual Fat Studies“ herausgegeben.

FKW wendet die Fat Studies visuell und fragt danach, inwiefern im öffentlichen Diskurs der fette Körper beständig stigmatisiert wird und wie Kunst und visuelle Kultur an diesen Diskursen mitarbeiten, diese durchkreuzen und Gegenbilder entwerfen. Die Artikel dieses Heftes untersuchen aus geschlechtertheoretischen, kunst- und medienwissenschaftlichen sowie kulturhistorischen Perspektiven Bilderpolitiken der Frühen Neuzeit, des Reality TV und zeitgenössischer fat positiver Malbücher sowie künstlerischer Arbeiten von Haley Morris-Cafiero und Jenny Saville. Alle Beiträge sind in englischer Sprache und von internationalen Autorinnen verfasst. Dies ist sowohl Resultat unseres Calls im Sommer 2016 als auch symptomatisch für die Position, die die Fat Studies bislang in Deutschland einnehmen. Obwohl auch hier vereinzelt Forscher_innen zu diesem Gebiet arbeiten, bleibt eine institutionalisierte, systematische Vernetzung ein Desiderat. Die Edition zur Ausgabe wurde von Doris Uhlich gestaltet: In Form einer Fetttanz-CD motiviert sie zum Fleischtanz. Die CD kann auf Anforderung käuflich erworben werden.

Die Ausgabe ist in einzelnen Kapiteln und als Volltext (pdf) auf der Homepage verfügbar. 

Broschüre: „Gender Raus: Zwölf Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender-Kritik“

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine neue Broschüre, von der Autorin Franziska Schutzbach, herausgegeben: „Gender Raus: Zwölf Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender-Kritik“. Es werden zwölf gängige antifeministischen Positionen (Wie z.B. „Die Gender-Ideologie will die Ehe und die Kernfamilie abschaffen“) Richtigstellungen gegenüber gestellt und Hintergrundinformationen gegeben. Die Broschüre liefert Argumente, z.B. gegen überkommene und national-konservative Vorstellungen von Familie und der Rolle und vermeintlichen Zuständigkeiten von Frauen für Kindererziehung oder dagegen, Geflüchtete als «Gefahr von außen» darzustellen und damit rassistische Ausgrenzungen zu legitimieren.

Die Broschüre kann auf der Homepage bestellt oder als pdf heruntergeladen werden.

Bpb: APUZ 30-31/2017: „Familienpolitik“

Die von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebene Zeitschrift APUZ Aus Politik und Zeitgeschichte hat aktuell eine Ausgabe zum Thema Familienpolitik veröffentlicht.

Über kaum ein Politikfeld wird so leidenschaftlich gestritten wie über Familienpolitik. Dies zeigt nicht nur die jüngste Diskussion um die "Ehe für alle", sondern betrifft auch die "klassischen" familienpolitischen Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Kinderbetreuung sowie Geschlechtergerechtigkeit.

Familienpolitik kann und sollte Familien ihren eigenen Wünschen gemäß unterstützen. Dass dies gelingen kann, zeigt die Einführung der Elternzeit vor zehn Jahren: Damals umstritten, gilt sie heute parteiübergreifend als Erfolg, auch wenn die Beteiligung der Väter nach wie vor ausbaufähig ist. Dieses Beispiel verdeutlicht jedoch auch: Manche Bereiche entziehen sich politischer Regulierung, vieles wird eher innerfamiliär sowie zwischen Eltern und ihren Arbeitgebern ausgehandelt.

Auf der Homepage kann die Ausgabe bestellt oder als pdf heruntergeladen werden.

Brasilicum #245: Eine Frage des Geschlechts. Gender und Diversität in Brasilien

Die aktuelle Ausgabe #245 der Zeitschrift Brasilicum beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Ausgrenzungen aufgrund von geschlechtlicher Zugehörigkeit bzw. Zuordnungen. Diese können dabei nicht losgelöst von anderen Diskriminierungsursachen wie Rassismus oder sozioökonomischen Rahmenbedingungen betrachtet werden. Deshalb wurde in dem vorliegenden Heft auch unterschiedliche Schwerpunkte rund um das Thema der Geschlechterverhältnisse in Brasilien gesetzt.

Das Heft kann bei Kooperation Brasilien bestellt werden (Heft 5 € (zzgl. Versandkosten, 1,50 € innerhalb Deutschlands, PDF 5 €). Eine Tagung zum Thema ist für November geplant, siehe unten unter „Kassel: RTB 17“.

Veranstaltungen

TERRE DES FEMMES: Aufruf zu Aktionen zum internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ (25.11.2017)

Terre des Femmes ruft auf, anlässlich des internationalen Tages „NEIN zu Gewalt an Frauen“ mit dem Schwerpunkt "Mädchen schützen! Weibliche Genitalverstümmelung gemeinsam überwinden" eigene Aktionen zu organisieren – wie Informationsabende, öffentliche Aktionen, Flagge zeigen… 

Mehr als 7.500 TERRE DES FEMMES „frei leben – ohne Gewalt“-Fahnen und Banner werden jährlich zum 25. November, dem internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, weltweit gehisst. Dieser Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen den Diktator Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet. Der Mut der drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Seit dem 25. November 2001 lässt TERRE DES FEMMES gemeinsam mit unzähligen Unterstützer*innen die Fahnen wehen. In alle Teile Deutschlands und in die unterschiedlichsten Ecken der Welt haben wir in den letzten 16 Jahren Fahnen und Banner gesendet. Solidarisch demonstrieren Frauen und Männer von Berlin über Honduras bis nach Burkina Faso gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. Sie alle zeigen mit ihrem Engagement, dass dieses Thema keine Grenzen kennt und setzen mit der „frei leben – ohne Gewalt“-Fahne ein weithin sichtbares Zeichen.

Ideen zu Mitmachaktionen finden Sie im Flyer im Anhang oder auf der Homepage von TERRE DES FEMMES. Dort gibt es auch einen Online-Shop mit Flaggen etc.

Tagungen

Berlin: Tagung: „Entgelt(un)gleichheit und Entgelttransparenz in der praktischen Anwendung: Die Klage einer Journalistin gegen das ZDF“, 11.09.17

Die Universität Kassel, des Harriet Taylor Mill Instituts an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) und der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) organisiert am 11. September 2017 eine Tagung zum Thema „Entgelt(un)gleichheit und Entgelttransparenz in der praktischen Anwendung: Die Klage einer Journalistin gegen das ZDF“ in Berlin.

Das Problem der Entgeltungleichheit von Frauen und Männern in Deutschland ist seit langem bekannt. Lohndiskriminierung von Frauen wurde bereits im Parlamentarischen Rat 1948/49 skandalisiert und einstimmig dem Schutzauftrag des Grundrechts auf Gleichberechtigung von Frauen und Männern zugeordnet. Ein „Entgeltgleichheitsgesetz“ fehlt jedoch bis heute; die Wirksamkeit des 2017 beschlossenen „Entgelttransparenzgesetzes“ (EntTranspG) wird bezweifelt. Deutlich konkreter wird die Entgeltgleichheit von Frauen und Männern unionsrechtlich gefordert, insbesondere vom EuGH. Trotz dieser klaren Vorgaben gestaltet sich die gerichtliche Durchsetzung der Entgeltgleichheit schwierig. So wirft die kürzlich ergangene Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin über die Klage einer Journalistin gegen das ZDF zahlreiche Fragen auf. Diese Rechtsfragen sollen auf der Tagung näher beleuchtet und diskutiert werden. Neben unionsrechtlichen Vorgaben wird auch analysiert, wie sich das neue EntTranspG in Zukunft auf vergleichbare Fälle auswirken würde.

Weitere Informationen im Flyer

Frankfurt: „100 Jahre Frauenwahlrecht. Kampf, Kontext, Wirkung“. 13.-15.09.17

Anlässlich der 100 jährigen „Jubiläums“ des Frauenwahlrechts in Deutschlands im kommenden Jahr 2018 wird in Vorbereitung auf die Sonderausstellung (30. August 2018 bis 20. Januar 2019) „Damenwahl! 1918/19 - Frauen in die Politik“ im historischen Museum Frankfurt die Konferenz „100 Jahre Frauenwahlrecht. Kampf, Kontext, Wirkung“ vom 13. – 15. September 2017 in Frankfurt stattfinden.

Die Tagung fragt danach, welche Rolle das Frauenwahlrecht auf dem Weg zur Gleichberechtigung gespielt hat. Auch geht es um die Frage, was das Wahlrecht in der Folge für den Lebensalltag der Frauen, aber auch für die Frauenbewegung bedeutet hat. Schließlich soll untersucht werden, wie das Frauenwahlrecht konkret durchgesetzt wurde und warum es nach dem Ersten Weltkrieg relativ viele Staaten umgesetzt haben.

Programm und weitere Informationen im Flyer sowie der Homepage.

Köln: „Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung“, 28.-30.09.17

Die Fachgesellschaft Geschlechterstudien (Gender e.V.) organisiert vom 28. Bis 30. September 2017 eine Konferenz zum Thema „Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung“.

Weltumspannende Konfliktlagen und das beständige Ringen höchst unterschiedlicher Akteur_innen darum, vielfältige verletzbare Lebensformen in ihren Differenzen gleichberechtigt zu stützen, fordern ‚Wissenschaft‘ als an diesen Weltverhältnissen beteiligte, spezifische Praxis heraus. Anliegen der Tagung ist es, Fragen der globalen Ungleichheiten, der kulturalisierten und ethnisierten Konflikte, der Fluchtmigration, der Belastung ökologischer Ressourcen und deren technologischer Gestaltung, von Krieg und gewaltförmigen Auseinandersetzungen sowie der Diskriminierung und Anerkennung körperlicher und sexueller Vielfalt von Seiten der Geschlechterforschung aufzugreifen. Als Raum von inter-, trans- und disziplinärer, international vernetzter und multiperspektivischer Wissensproduktion führt sie Denkströmungen und Praktiken zusammen, die universalisierte Kategorien in Hinblick auf Dominanzverhältnisse und Exklusionen, auf ihre Historizität und Kontingenz erkennbar machen. Sie kann Prozesse der Dezentrierung von Wissen forcieren, die Ermöglichung von Teilhabe vorantreiben und die Handlungsfähigkeit erweitern. Die erste internationale Konferenz zur Geschlechterforschung, die unter Kooperation von drei Fachgesellschaften für Geschlechterforschung/-studien (D-ACH) konzipiert wurde, versteht sich als Raum, angesichts komplexer Problemfelder und Wandlungsprozesse Zeitdiagnosen,  Theoriebildungen und Methodenfragen in ihren unterschiedlichen Akzentuierungen zu verhandeln und Fragen der Allianzen zwischen Akademie und Aktivismus (erneut) zu stellen.

Start der elektronischen Anmeldung ab 1. April 2017. Die Tarife zur Anmeldung sind zeitlich gestaffelt.

Das Programm und weitere Informationen finden Sie in der pdf.

Köln: „15. Arbeitstagung der Konferenz der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung (KEG)“, 27.-28.09.17

Vom 27.-28. September 2017 findet an der Universität zu Köln die 15. Arbeitstagung der Konferenz der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung (KEG) statt.

Start der elektronischen Anmeldung ab 1. April 2017.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der gender studies Köln oder der Homepage der Tagung www.genderkonferenz.eu  oder in der Programm-pdf.

Frankfurt am Main: „Feminismus und Öffentlichkeit: Kritik, Widerstand und Interventionen im medialen Wandel“ vom 4.-6.10.2017

Die Fachgruppe Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht in der DGPuK und Cornelia Goethe Centrum der Goethe-Universität Frankfurt am Main organisiert vom 4. Bis 6. Oktober 2017 die Tagung „Feminismus und Öffentlichkeit: Kritik, Widerstand und Interventionen im medialen Wandel“. Dafür ist ein Call for Papers für 15-20-minütige Vorträge und Diskussionsbeiträge sowie für Panels und innovative Diskussionsformen ausgeschrieben.  

Weitere Informationen zu den Themen und zum Tagungsablauf finden Sie in der pdf.

Koblenz: „Gender – Diversity – Intersectionality. (New) Theories in Policies in Adult Education“, 12.-14.10.17

Vom 12. bis 14. Oktober 2017 findet an der Universität Koblenz-Landau die international Konferenz „Gender – Diversity – Intersectionality. (New) Theories in Policies in Adult Education“ statt. 

Current political situations and societal developments (e.g. globalization; movement of refugees; anti-feminism; away from gender mainstreaming and towards managing diversity) require new approaches and views of gender, also in adult education. Via concepts such as diversity and intersectionality, the perspectives broaden, and not only with regard to the research questions.

Weitere Informationen auf der Homepage des ESREA.

Berlin: Konferenz: Engendering Environment. Gender Mainstreaming und Gender Impact Assessment in Umwelt- und Gesundheitsschutz, 16.10.2017

Am 16. Oktober 2017 findet im Bundespresseamt in Berlin die Konferenz der  Gleichstellungsbeauftragten des Umweltbundesamtes unter dem Titel „Engendering Environment. Gender Mainstreaming und Gender Impact Assessment in Umwelt- und Gesundheitsschutz“ statt.

Bestandsaufnahme und Zukunftsvisionen für Gender Mainstreaming und seine Instrumente am Beispiel der umwelt- und gesundheitsbezogenen Forschung, Politikberatung und der  Bundesverwaltung Gender Mainstreaming und seine Instrumente, wie die gleichstellungsorientierte Folgenabschätzung (Gender Impact Assessment) können mittlerweile auf eine über 20-jährige Geschichte zurück blicken. Die Konferenz widmet sich dem internationalen Austausch über die Umsetzungserfahrungen im Wissenschafts-Praxis-Abgleich von und mit Gender Mainstreaming. Sie sucht nach dem Mehrwert und ermöglichenden Bedingungen für den Einsatz von Gender Impact Assessment im Umwelt- und Gesundheitsbereich. Sie fragt danach, welches Wissen erforderlich ist, um exzellente Umwelt- und umweltbezogene Gesundheitsforschung zu machen? Welche innovativen Formen von umweltbezogener Politikberatung sind nötig, um die Geschlechterperspektive nutzbringend für Bürgerinnen und Bürger einzubringen? Wie blicken Bundesverwaltung, die universitäre und freie Forschung sowie Zivilgesellschaft im Umweltbereich heute auf eine mit großen Hoffnungen gestartete Strategie? Wohin sollten sich Gender Mainstreaming und Gender Impact Assessment in Deutschland, eingebettet in ein europäisches Rahmenwerk und internationale Forschungsergebnisse, entwickeln? Und welchen Beitrag können die einzelnen Akteure und Akteurinnen dazu leisten?

Anmeldung bis zum 1. Oktober auf der Homepage. Weitere Informationen auch im Flyer.

Essen: „Fremdheit. Das Eigene und das Andere. Analysen der interdisziplinären Geschlechterforschung“. 27.10.17

Die Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW findet dieses Jahr am 27. Oktober 2017  zum Thema „Fremdheit: Das Eigene und das Andere. Analysen der interdisziplinären Geschlechterforschung“ statt.

Fremdheit verweist auf vielfältige Prozesse, die sich zwischen dem Eigenen und dem Anderen bewegen. Zuschreibungen und Grenzziehungen, Kennenlernen und Entgegenkommen, Aneignungen und Zusammenschlüsse stehen für ein breites Spektrum an Dimensionen, denen sich die diesjährige Tagung widmet. Dabei werden vier Fragen- und Themenkomplexe diskutiert – jenseits von „Schubladendenken“ und Stereotypisierungen:

(1) Der Diskurs über das „Fremde“ zielt auf Abgrenzung als Vergewisserung. Welche Wissensbestände hat die Geschlechterforschung über Fremdheit generiert? Wie bezieht sich das „Andere“ auf das „Eigene“ und vice versa? Welche Interessen für das Funktionieren von Vergewisserungen werden in den Diskursen über das „Fremde“ sichtbar?

(2) Fremdheit scheint 2017 weniger Neugier und Interesse auszulösen, sondern Beunruhigung und Abwehr. Welche Rolle spielen Geschlechterbilder bei der Identifikation und Abwehr des „Fremden“? Welche Verhaltensweisen von Geschlechtlichkeit, von Männlichkeit und Weiblichkeit werden wann und wo als gefährlich-fremd erachtet? Wird Anderssein schon als Gewalt erfahren oder erlebt?

(3) Fremdheit wird im Alltag zugewiesen und abgewehrt. Welche Rolle spielen dabei Konstruktionen des „Normalen“ und wie sind sie in Alltagskulturen eingelassen? Wo kann man Fremdheitszuschreibungen als bewusste Strategien im Kampf um Deutungshoheit ausmachen? Welche institutionellen und sozialen Praktiken stützen und befördern das „Othering“?

(4) Das „Eigene“ und das „Fremde“ werden angeeignet und vergesellschaftet. Wie sind diese Prozesse in der „eigenen“ (Nachkriegs-)Geschichte verlaufen? Und wie werden diese Aneignungen zwischen „Eigenem“ und „Fremdem“ kulturell vermittelt?

Weitere Informationen, Programm und Link zum Anmeldeformular im Flyer und auf der Homepage

Stuttgart: Tagung „Traditionen – Tradierungen“, 26.-28.10.2017

Der AK Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit organisiert vom 26. – 28. Oktober 2017 ihre 23. Tagung zum Thema „Traditionen – Tradierungen“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Tagungszentrum Stuttgart-Hohenheim. Der Fokus liegt auf informellen wie institutionalisierten Rezeptionen und Rekonstruktionen von Geschlechterordnungen und Geschlechterdifferenzen, auf Vermittlungen autoritativer Texte, auf über lange Zeiträume gepflegte Rituale und auf Denkmuster mit langer Dauer. Die Tagungen des Arbeitskreises sollen einzelfallbezogene wie methodologisch-theoretische Debatten im Bereich der Geschlechterforschung weiterführen, intensivieren und initiieren.

Kassel: Runder Tisch Brasilien (RTB) 2017 – Kein Recht weniger! 10.-12.11.2017

Vom 10. -12. November 2017 findet in Kassel der Runder Tisch Brasilien (RTB) 2017 zum Thema „Kein Recht weniger!“ statt.

„Nenhum direito a menos – Kein Recht weniger!“ lautet ein Ruf von Menschenrechtsaktivist*innen der sozialen Bewegungen bei Protesten gegen die Regierung auf den Straßen Brasiliens – u.a. bei Generalstreiks, bei Feminist*innen und bei Kämpfen um Territorien und Landrechte.

Die Überprüfung der Menschenrechtslage stand 2017 auf der Agenda mehrerer internationaler Gerichte und Institutionen. Die brasilianische Regierung hat von der UNO fast 250 Empfehlungen zur politischen Kurskorrektur in Bezug auf Menschenrechtsfragen erhalten. Sie betreffen Themen wie Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit, Geschlechterdiskriminierung, Rechte von indigenen Völkern und Quilombolas sowie Polizeigewalt.

Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und Menschenrechtsbeobachter*innen melden alarmierende Zustände: Exekutionen in überfüllten Gefängnissen, Polizeigewalt im Strafvollzug, systematische und institutionelle Gewalt in Favelas und städtischen Peripherien, Morde an Umweltschützer*innen, Verletzung territorialer Rechte von Indigenen und anderen, zunehmende Kriminalisierung von sozialen Bewegungen – die Liste der Vorwürfe ist lang. Auf der Fachtagung Runder Tisch Brasilien werden Menschenrechtsverteidiger*innen zu Wort kommen und ihre Einschätzung zu spezifischen Menschenrechtsfragen weitergeben. Für ihren Kampf suchen sie den Austausch mit internationalen Unterstützer*innen.

Neben fachlichen Impulsen gibt es Gelegenheit für Diskussion, Vernetzung und Austausch. Die Tagung findet zweisprachig statt und wird simultan übersetzt. Eine Kinderbetreuung ist organisiert. Ein Markt der Möglichkeiten bietet Raum für eigene Angebote der Teilnehmer*innen.

Gebührenpflichtige (50-130€), verbindliche Anmeldung bis 27. Oktober 2017. Anmeldung, Programm und weitere Informationen im Flyer sowie auf der Homepage

Rumänien: QueerFemSEE – Queer and Feminist Studies in Eastern Europe International Conference

Vom 17.-19. November 2017 findet in Rumänien die erste queere feministische (rumänische) Konferenz statt: „QueerFemSEE – Queer and Feminist Studies in Eastern Europe International Conference“ – an der Universität Bukarest. Weitere Informationen auf der Homepage

Paderborn: Safe the Date: Konferenz „Struktur und Dynamik – Un/Gleichzeitigkeiten im Geschlechterdiskurs“, 16.02.2018

Am 16.2.2018 findet an der Universität Paderborn die Konferenz „Struktur und Dynamik – Un/Gleichzeitigkeiten im Geschlechterdiskurs“ statt. Sie bildet den Abschluss einer von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Reihe aufeinander folgender Workshops, in denen WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen über "Un/Gleichzeitigkeiten im Geschlechterdiskurs" intensiv zusammengearbeitet haben. Die hier erarbeiteten Thesen und Fragetellungen bilden das Thema der Konferenz. Diese wird deshalb wesentlich aus Arbeitsgruppen bestehen, in denen an jeweils einem vorher allen TeilnehmerInnen zugänglich gemachten Paper konzentriert diskutiert werden soll. Die Themen der Arbeitsgruppen sind aus den Workshops hervorgegangen. Weitere Informationen werden Ende November 2017 veröffentlicht.

Bremen: 2. Tagung des Sexualwissenschaftlichen Interdisziplinären Nachwuchses (SINa), 16.03.2018

Der sexualwissenschaftliche interdisziplinäre Nachwuchs (SINa) der Gesellschaft für Sexualwissenschaft (GSW) lädt am 16. März 2018 zur 2. Tagung des sexualwissenschaftlichen Nachwuchses in Bremen ein. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende, Fachkräfte und Forschende und möchte den Austausch über sexualwissenschaftliche Themen fördern.

Die Sexualwissenschaft ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld. Die Veranstaltung möchte diese Vielfalt aufzeigen und dafür werden Referent*innen aus verschiedenen Fachbereichen und Arbeitsfeldern, wie z. B. Gender Studies, Sozialwissenschaften, Sozialpädagogik, Sozialer Arbeit, Psychologie oder Medizin gesucht.

Weitere Informationen auf der Homepage

Sonstiges

FemRef: Programm SoSe und neue Webseite

Die neue Internetseite des autonomen feministischen referats Oldenburg ist ab sofort online. Außerdem hat das FemRef das Programm zum laufenden Sommersemester veröffentlicht: dies finden Sie hier. Dort werden die Veranstaltungen und die Angebote des FemRef-Büros angekündigt, außerdem gibt es einen Glossar zu queerfeministischen Begriffen.

Call for Papers

CfP: Bochum: “Demographic Change, Women’s Emancipation and Public Policy: Interrogating a Divisive Nexus – Gender and Intersectional Perspectives” (Deadline: 15.09.17)

An der Ruhr Universität Bochum schreibt das Institut für Sociology/Social Inequality and Gender zusammen mit dem Marie Jahoda Visiting Professor Programme in International Gender Studies einen Call for Paper zum Thema ”Demographic Change, Women’s Emancipation and Public Policy: Interrogating a Divisive Nexus – Gender and Intersectional Perspectives” aus. Der international Workshop findet com 18.-20. April 2017 statt, die Deadline für das Einreichen der Abstracts ist der 15. September 2017. Weitere Informationen finden Sie im CfP im Anhang.

Women have been the subject of demographic research and politics for the last 200 years. Based on the unquestioned assumption of procreation as a ‘natural fact,’ women became the primary objects of study of demography as well as – involuntarily – causal agents of demographic imbalances. Their ‘fertility behaviour’ further became the main indicator for demographic developments. Not only does this limited perspective contribute to the naturalisation of the gender order, it also implies that women’s emancipation is the cause of low reproduction rates in Western nation states. At the same time, under the surface, not all women are addressed in the same way in demography. Instead, such ‘interpellations’ are structured by race, class, ability and age.

Against this backdrop, the workshop aims to widen and strengthen the discussion about demography, gender order and public policy by developing new approaches and explanations informed by gender and intersectional perspectives as well as critically examine the epistemological and methodological foundations of current demography. Another aim is to establish a European-wide network of critical gender and intersectionality researchers with respect to these issues.

CfP: Salzburg: Interdisziplinärer Workshop „Kritische Sexarbeitsforschung“, 24.-26.11.17 (Deadline: 01.09.17)

Vom 24.-26. November 2017 organisiert das Netzwerk „Kritische Sexarbeitsforschung“ in Salzburg den interdisziplinären Workshop zu Kritischer Sexarbeitsforschung und sucht noch Teilnehmende.

Der jährlich stattfindende Workshop richtet sich insbesondere an Jungwissenschaftler*innen und Personen mit wissenschaftlichem Erkenntnisinteresse aus den verschiedensten Disziplinen, die zu „Sexarbeit“ forschen oder sich mit dem Thema beschäftigen.

Es ist ausdrücklich erwünscht, im Rahmen des Workshops nicht bereits abgeschlossene Arbeiten zu präsentieren, sondern geplante oder laufende Forschungen mit den Kolleg*innen verschiedener Fachrichtungen auf Augenhöhe zu diskutieren.

Für eine möglichst niederschwellige Konzeption des Workshops ist dieser selbstorganisiert angelegt, sodass die Teilnehmenden die inhaltliche Ausrichtung selbst gestalten können. Auch an der Organisation des Workshops kann mitgeholfen werden.

Deadline zum Einreichen der Abstracts für Projektpräsentationen ist der 1. September 2017. Infos zum Workshop in der pdf oder auf der Homepage. 

CfP: New York: “Gender and Resistance in Europe”

An der New York University, Center for European and Mediterranean Studies, sollen für nächstes Jahr Friday afternoon talks organisiert werden, um Forschungen zu diskutieren. Reisekosten können nicht übernommen werden. Weitere Infos

As is our usual practice, we are looking for speakers to discuss gender, sexuality, or women in Europe or Eurasia. For the academic year 2017-2018, we are particularly (but not only) interested in speakers addressing resistance to the many threats to gender equality and gender studies in Europe that have come as part of the rise of illiberal populism, nationalism, or the global right.  This can include resistance to “anti-genderism,” to attempts to roll back gender equality policy and practice (such as on reproductive rights and gender violence), to attacks on gender studies, and to gendered attacks on refugees and asylum seekers.

The workshop’s focus is on the postcommunist countries of East, South and Central Europe and the former Soviet Union, including the Baltic countries and Central Asia, and their relationship to Europe and the European Union. Recent workshops have included such topics as critique of law faculties in Eastern Europe, women’s protests in Poland against banning abortion completely, and anti-genderism in Germany, Moldova, Armenia, and Russia.  Recent speakers have included Dubravka Ugrešić and Katherine Verdery.

The workshop is an informal and friendly group of about 20 feminist scholars, activists, and journalists who have been meeting for more than two decades and are knowledgeable about the region. This is the perfect space to present recent theoretical and/or critical work, empirical research, and critical and scholarly reflections on your activism.

CfP: Interdisciplinary Journal of Mobility Studies: “Postcolonial Intersections of Mobility and Migration: Asia on the Move” (Deadline 01.09.2017)

Das “Transfers: Interdisciplinary Journal of Mobility Studies” schreibt einen Call for Papers für eine Ausgabe über “Postcolonial Intersections of Mobility and Migration: Asia on the Move” aus. CfP 

CfP: Graz: Creative Bodies – Creative Minds, 26.-27.03.2017, (Deadline: 30.09.2017)

Die Sociology of Gender section, Department of Sociology, University of Graz; FH JOANNEUM – University of Applied Sciences Graz und die Graz University of Technology organisieren die international, interdisziplinäre Konferenz “Creative Bodies – Creative Minds” com 26. – 27. März 2018 in Graz.

Scholarly interest in creativity as a social and gendered phenomenon coincides with renewed interest in the body, embodiment and the material, championed by, among others, feminist new materialism, the sociology of emotions, cultural sociology, and sensory methodologies in qualitative research. The CREATIVE BODIES—CREATIVE MINDS conference aims to bring these strands of inquiry together with a special emphasis on the interrogation of gender.

Deadline zum Einreichen der Abstracts ist der 31. September 2017. Weitere Informationen, wie mögliche Themenfelder, in der pdf oder auf der Homepage

Stellenausschreibungen

Graz: Universitätsassistent*in (Praedoc) Zentrum für Genderforschung (75%), ab 01.09.17 (Deadline: 20. Juli 2017)

Die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, Zentrum für Genderforschung, schreibt zum 1. September 2017 eine auf 4 Jahre befristete Stelle (75%) eine*r Universitätsassistent*in aus. Sie schließt die Erstellung einer Dissertation im Themenbereich Genderforschung ein.

Die Deadline für das Einreichen der Bewerbungsunterlagen ist der 20. Juli 2017.  Weitere Informationen finden Sie in der Ausschreibung

Innsbruck: Universitätsassistent*in, Dissertationsstelle, ab 01.10.17, Deadline: 22.07.17

An der Universität Innsbruck ist eine Dissertationsstelle als Universitätsassistent*in ab 1. Oktober 2017, befristet auf 3 Jahre, 30 Stunden/Woche für dem Fachbereich Erziehungswissenschaft mit Fokus auf „Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume - Relationen - Repräsentationen“ ausgeschrieben. Bewerbung online bis zum 22. Juli 2017.

Weitere Informationen und Stellenbeschreibung

Innsbruck: Doktorand*innen für Doktoratskolleg „Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume - Relationen - Repräsentationen“ (Deadline: 25.08.2017)

Die Universität Innsbruck sucht interessierte Doktorand*innen für das Doktoratskolleg (DK) „Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume - Relationen - Repräsentationen“. Bewerbung bis zum 25. August 2017.

Weitere Informationen

Stipendium Fonte-Stiftung: Ausschreibung von Forschungsprojekten „Französische Literatur von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart mit genderspezifischem Schwerpunkt“ (Deadline: 30.09.17)

Die FONTE Stiftung zur Förderung des geisteswissenschaftlichen Nachwuchses stellt Post-Doktorand/innen bzw. Habilitierten der Romanistik Mittel bereit für ein ein- bis zweijähriges Forschungsprojekt zur französischen Literatur von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart –

mit genderspezifischem Schwerpunkt. Gedacht wird insbesondere an eine literaturgeschichtliche Aufarbeitung des literarischen, essayistischen, philosophischen Beitrags von Autorinnen vom 18. – 21. Jahrhundert (in der Nachfolge von der von Frau Prof. Dr. Margarete Zimmermann besorgten

Literaturgeschichte der Frühen Neuzeit (Salon der Autorinnen)). Anfragen bzw. Anträge von interessierten bzw. in diesem Forschungsbereich bereits ausgewiesenen Wissenschaftler/innen sind bis Ende September 2017 zu richten an die Vorstandsvorsitzende, Frau Prof. Dr. Renate Kroll (Berlin), sh. Weitere Informationen auf der Homepage.  Bewerbungsschluss ist der 30.09.2017.