Fakultät III - Sprach- und Kulturwissenschaften

12.05.2017 – Fakultät III

Unterschriftenaktion zur Präsenz
(Nachricht von Dekan und Studiendekanin)

Sehr geehrte Studierende und Lehrende der FK Sprach- und Kulturwissenschaften,

derzeit liegen Unterschriftslisten des AStA zur Dokumentation von „Anwesenheitskontrollen“ in der Mensa aus; darüber hinaus werden Plakate ausgehängt.

Mit dieser flächendeckenden Aktion wird suggeriert, dass Anwesenheitskontrollen „unrechtmäßig“ seien. Wir können natürlich nicht ausschließen, dass irgendwo in der Gesamtuniversität möglicherweise zu Unrecht kontrolliert wird - so haben nicht alle Fakultäten ihre Prüfungsordnungen (bzw. die BPO-Anlagen) in Hinblick auf Präsenzregelungen überarbeitet.

Dies ist in der FK III aber ausdrücklich nicht der Fall. Vielmehr wurden bei  uns in einem langen demokratischen Prozess die Ziele unterschiedlicher  Lehrformate (wie etwa die stufenweise Entwicklung wissenschaftlicher  Artikulationsfähigkeit und Diskussionskultur in Seminaren) in Bezug zur  kontinuierlichen Präsenz der Mitglieder einer Lehr- und Lerngruppe  diskutiert und daraus differenzierte Regelungen zur „aktiven Teilnahme“  abgeleitet. Diese Regelungen sind Bestandteil von Ordnungen bzw. fachspezifischen Anlagen, die unter Zustimmung aller studentischen Vertreter_innen“ von den zuständigen Gremien der FK III verabschiedet wurden. Die Konformität der auf dieser Grundlage erfolgende „Anwesenheitskontrollen“  mit dem NHG war durch die Rechtsberatung bestätigt worden.

Vor diesem Hintergrund hat sich eine Kollegin in einem Schreiben an das  Studiendekanat wie folgt geäußert:

"Gestern habe ich neben meiner Türe das Plakat »Anwesenheitskontrolle  melden!« des AStA entdeckt. Was vielleicht zunächst als begrüßenswerte  Aktivierung von Studierenden durch Studierende daherkommen mag, empfinde  ich letztlich als eine Machtprobe mit deutlich denunziatorischem  Charakter, der sich nur schwerlich mit einer auf Dialog oder auch Streit  setzenden Universitätskultur verträgt. Insbesondere vor dem Hintergrund  des siebenjährigen Prozesses der Einigung zur Aktiven Teilnahme und den  Bemühungen von Seiten Herrn Hausmanns, die Entscheidungsfindung und Regeln  transparent zu machen, finde ich den Stil besorgniserregend bis  alarmierend.“

Diese Position können wir nur bekräftigen! Zugleich bitten wir darum, Studierende (und neue Kolleg*innen), die von diesem Prozess, vorbereitet und begleitet durch Runde Tische, moderiert im Tandem von jeweils eine*m gewählten Studierendenvertreter*in mit der/dem Studiendekan*in, nichts wissen, darüber zu informieren und verkürzenden oder gar falschen Informationen entgegen zu treten. 1

Prof. Dr. Karen Ellwanger                                          Prof Dr. Albrecht Hausmann

Studiendekanin                                                        Dekan / stellvertretender Studiendekan

 

1Die Ergebnisse der Runden Tische sind übrigens auf der Homepage der Fakultät unter folgendem Link nachzulesen: https://www.uni-oldenburg.de/fk3/studium-und-lehre/praesenzregelungen-und-runde-tische