Projekt "Cascade Use"

Presse

Cascade Use has made it into the news of the Canadian autorecyclers

The automotive recyclers of Canada made a report about remanufacturing and reuse of vehicles in a changing automotive world. You can find the article here.

Recycling Magazin Ausgabe 09/2014

Link zum Magazin: Recycling magazin Ausgabe 09/14

Ruf der neuen Nachwuchsgruppe bis nach Frankreich - Wir freuen uns über die Berichterstattung der französischen Botschaft

Optimiser l’utilisation des matières premières

L’Université Carl von Ossietzky d’Oldenbourg (Basse-Saxe) a récemment lancé un nouveau groupe de recherche, baptisé « Cascade Use » [1], et dont les travaux portent sur l’amélioration de l’usage des matières premières. Mené essentiellement par de jeunes scientifiques, ce projet de recherche vise à trouver des moyens pour augmenter la durée de vie et l’utilisation des matières premières. Ceci passe notamment par l’intégration de cette problématique dans les différents cycles de vie des produits.

Les chercheurs d’Oldenbourg ont pour cela développé un outil qui évalue les différentes possibilités d’utilisation optimale des ressources naturelles, tout en minimisant l’impact sur l’environnement. Leur approche combine des données économiques et techniques (durée de vie des matériaux) à des considérations environnementales (empreinte carbone et coût des procédures de recyclage par exemple). « Une telle démarche ne présente pas uniquement des avantages environnementaux, elle ouvre aussi une large palette de potentialités économiques encore inexploitées », indique Alexandra Pehlken, directrice du groupe de recherche. Elle rappelle par exemple la collaboration entre son établissement et l’Université Jiao Tong de Shanghai, qui permettra selon elle « d’améliorer la prise en compte de ces préoccupations en Chine ».

Les principaux matériaux étudiés sont le fer, le cuivre, l’aluminium ou encore le magnésium. Des métaux précieux et des terres rares, tels que l’europium (composant employé dans les lampes à fluorescence, les néons et les écrans plasma) ou le néodyme (utilisé dans les enceintes audio, les générateurs d’éoliennes et certains moteurs électriques ou hybrides) sont également concernés.

Le programme « Cascade Use » recevra un soutien financier du Ministère fédéral allemand de l’enseignement et de la recherche (BMBF) pour une durée de quatre ans, à hauteur de 1,4 million d’euros.

[1] La dénomination complète du programme est « Cascade Use – Contribution of material cascade utilization to sustainable resource management »

Rédacteurs: Kenny Abbey, kenny.abbey(at)diplomatie.gouv.frhttp://www.science-allemagne.fr

Link: http://www.science-allemagne.fr/fr/actualites/sciences-de-la-terre-environnement/optimiser-lutilisation-des-matieres-premieres/

Neue BMBF-Nachwuchsforschergruppe: Rohstoffe besser nutzen

1,4 Millionen Euro für nachhaltiges Ressourcenmanagement

Oldenburg. Erst Autoreifen, im zweiten Leben Dämmplatte oder Schuhsohle, und im dritten Bodenbelag – wird ein Rohstoff wie Rohöl, aus dem Autoreifen heute noch größtenteils bestehen, mehrfach und über mehrere Stufen genutzt, spricht man von „Kaskadennutzung“. Genau damit beschäftigt sich eine neue Nachwuchsforschergruppe an der Universität Oldenburg. Unter der Leitung von Dr.-Ing. Alexandra Pehlken nimmt sie in diesen Tagen ihre Arbeit auf. „Kaskadennutzung von Materialien zum nachhaltigen Ressourcenmanagement“ oder kurz „Cascade Use“ heißt die interdisziplinäre Nachwuchsforschergruppe. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert sie im Programm „Globaler Wandel“ mit knapp 1,4 Millionen Euro über vier Jahre, bei Bedarf auch ein Jahr länger. Die Gruppe ist an der Fakultät für Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften angesiedelt und besteht aus fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Neben Leitung und Assistenz werden hier drei Doktoranden forschen.

Enge Kooperation mit chinesischem Recycling-Experten verspricht wertvolle Impulse

Einer der Nachwuchswissenschaftler kommt von der Shanghai Jiao Tong University. „Durch unsere enge Kooperation mit der chinesischen Universität werden wir wertvolle Impulse erhalten“, ist sich Pehlken sicher. „Wir werden dort mit Professor Chen Ming zusammenarbeiten, einem der renommiertesten chinesischen Recycling-Experten.“ Analysen von dem explodierenden Markt in Asien würden die Forschungen sehr bereichern. „Außerdem hoffen wir, gemeinsam einen Beitrag dazu leisten zu können, dem Recycling auch in China zu mehr Akzeptanz zu verhelfen.“

Ziel der „Cascade Use“-Forschungen ist es, Rohstoffe möglichst lange im Wirtschaftskreislauf zu nutzen und so Ressourcen und Umwelt zu schonen. „Darin liegt neben dem ökologischen Gewinn ein großes, bislang noch zu wenig genutztes ökonomisches Potenzial“, sagt Pehlken.

Die Gruppe beschäftigt sich mit der Frage, wie Materialien in Produktlebenszyklen eingebunden sind und wann sie wieder zur Verfügung stehen, um sie entweder wieder- oder weiterzuverwenden. Dazu entwickelt sie ein Werkzeug, das Entscheidern in Wirtschaft, Verwaltung und Politik helfen soll, die Potenziale zur optimalen Materialnutzung bei geringstmöglichem Umwelteinfluss zu erkennen und zu bewerten. Dafür setzen die Wissenschaftler auf Materialflussanalysen mit technologischem, ökologischem und ökonomischem Bezug. Sie entwickeln eine Methode zur Einschätzung der lebenszyklusübergeifenden Materialverfügbarkeit und ermitteln dafür zum Beispiel auch die CO2-Emissionen innerhalb der Recyclinghierarchie.

Besonderes Augenmerk auf Seltene Erden

Einen besonderen Fokus hat die Gruppe auf Primärrohstoffe wie Eisen, Kupfer, Aluminium und Magnesium sowie auf kostbare und teilweise kritische Metalle der so genannten Seltenen Erden. Dazu zählen Europium, das für Leuchtstofflampen und Plasmabildschirme gebraucht wird, oder Neodym, das unter anderem in kräftigen, kleinen Dauermagneten, in Hochleistungsmikrofonen, Lautsprechern, in Turbinen von Windrädern und in hochleistungsfähigen Elektromotoren steckt. Kaum eine aktuelle Schlüsseltechnologie kommt ohne Seltene Erden aus.

Zur Person

Alexandra Pehlken (42) studierte Bergbau an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen), wo die Ingenieurin 2002 auch promovierte. Die gebürtige Oldenburgerin forschte in Deutschland, Südafrika und China. Ein Lise-Meitner-Stipendium führte sie zudem an das Forschungsinstitut von „Natural Resources Canada“ in Ottawa (Kanada), wo sie sich mit dem Altreifenrecycling beschäftigte.

Pehlken leitete mehrere Forschungsprojekte, unter anderem ein Projekt zur Futterproduktion am Institut für Integrierte Produktentwicklung (BIK) der Universität Bremen. Seit 2012 ist die Ingenieurin als Projektleiterin im Wissenschaftsbereich Energie und Gesellschaft am Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung (COAST) der Universität Oldenburg tätig. Pehlken engagiert sich in nationalen und internationalen Gremien. 2011 wurde sie zum assoziierten Junior Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst (HWK) berufen. 

Bilder

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Auf den Fotos: Bild 1 und 2: Dr.-Ing. Alexandra Pehlken leitet die Nachwuchsforschergruppe „Kaskadennutzung von Materialien zum nachhaltigen Ressourcenmanagement“ (Cascade Use) an der Universität Oldenburg. (Fotonachweis: Universität Oldenburg) Bild 3 und 4: Kupfer- und Molybdänmine im Norden Chiles. (Fotonachweis: Universität Oldenburg, Cascade Use) Bild 5: Logo Cascade Use.

Kontakt: Dr. Alexandra Pehlken